Mittelwelle gehört und dabei

gemalt. Zurerst Talksports dann einen NL Sender ca. 1000 KHz. . 1000 KHz ist natürlich quatsch. Talksports weiß ich nicht welche Frequenz, die liegen zu nah bei einander. Vermute Sender in London. . Ich hab aber einen Aircheck . Höre jetzt Cohen, Leonard. Schreibe dabei Sachen auf. Das Malen war das Fertigmalen dieser AnfängeDie alte Schauspielerin, die mir erzählte, wie unter Hitler die von ihr geliebten schwulen Tänzer verhaftet wurden, wird bald 106. Der Überlebende Yisrael Krystal ist ältester Mann der Welt. Was für ein Name. Ihr habt die Faschisten marschieren lassen. Als wenn nichts gewesen wäre. Während der Arbeit einen Beitrag zu einer Sammlung von Gesprochenem von William S. Burroughs gehört. Cut-up. Die Platte heißt „Nothing here now but the recordings“. Damit beschäftige ich mich auch demnächst. Cut-up. . Soeben kam ein sehr merkwürdiges Geräusch aus meinem Regal, linkerseits des Schreibtisches.

Frühstück

Schmier die Marmelade um das Loch im Brot herum
um dann über geheizte Weichen durch die Stadt zu
gleiten in verschiedenfarbigen Ausführungen ein
Bild des Tages gemalt das keine Zustimmung findet
weder hier noch in den still schweigenden Überein
künften redet man nicht man redet sowieso nur so halbe
Sätze die genuschelt werden aus den Mundwinkeln am
Ende eines langen Weges aus Holz und Sisalgeflecht
die schwankenden Brücken über die Abgründe Deiner
Träume die vergessene Hoffnung um 5 Uhr am Morgen
des langen langen Tages das Ticken der Uhr bedeutet
immerhin dass Zeit vergeht zwischen den Abständen die
der Zeiger sich zu beschreiben erlaubt ist was gefällt
werden Entscheidungen und Douglastannen im Abstand
von drei Tagen jeweils eine im Jahresmittel der
Zwecklosigkeit, des Beharrens auf dem Irrtum, der
nicht enden wollenden Sätze der Verfertigungen der
gläsernen Wände der Arbeitsstätten der Bürotürme der
Landschaft der Ruinen im Großen und Ganzen im
Allgemeinen ein jedes für sich genommen mit Sand be
träufelt in Abwägung aller Risiken mit dem Zug gleiten
durch das grüne Flackern der beiden Seiten der Strecke
geblieben ist nur die Gewissheit, dies Alles sei kein
Augenblick zu früh gewesen.

Etwas auf Seidenpapier

auszudrucken, so wie ich es neulich versucht habe, funktioniert nicht wirklich und es geht möglicherweise der Drucker dabei kaputt. Dieser Artikel hat mich inspiriert, auch mal so etwas zu machen und einmal für 30 Tage jeden Tag etwas zu schreiben. Zum einen kann ich so vielleicht wieder eine bessere Routine etablieren, was diese Sachen betrifft. Zum anderen, weil viele Dinge, die dort stehen, auch meiner Beobachtung entsprechen. Unter natürlich ganz anderen Vorraussetzungen. Schließlich gibt es mir die Möglichkeit, entschuldigterweise Texte, die morgens oder abends auf dem Taschengerät in der U-Bahn entstehen, hier wie sie sind zu veröffentlichen, wie bereits neulich einmal exemplarisch geschehen.

Kuck mal ich hab ein Bild gefunden das ich hier einfach dazu mache!

„When you write and publish every day, you’ll lose lots of subscribers. […] what publishing one essay every day does is that it kicks out the folks who are not really interested in the stuff you say.“ Abgesehen von dem merkwürdigen Gebrauch des Wortes Essay im zitierten Text – diese Gefahr besteht tatsächlich ja nicht, denn durch das Beharren auf der eigenen Langweiligkeit und Kauzigkeit und Experimentierfreude ist das „Ausfiltern“ längst zu genüge erledigt. Auch hatte ich nie das Problem, zu sehr an einer festen Form zu hängen – Gegenteil, eher. Aber ich liebe diese wahnwitzige Verzettelung, die hier über die Jahre Möglich geworden ist. Denn das hab ich festgestellt: „When you write a lot […] you’ll create an abundance mindset. Where there’s plenty of everything“, definitiv. Die kreative Praxis ist der Ursprung weiterer verstiegener Projekte und Werke, es führt eins zum anderen. Mein Kopf nämlich ist übervoll mit Ideen für Texte, die noch zu schreiben wären, und nicht nur mit Ideen für Texte, auch für alle möglichen anderen Dinge. Es ist eine unglaubliche Fülle an Gedanken und Ideen und ein schier unerschöpfliches Reservoir an Dingen, die mich interessieren, was ich mit mir herumtrage und was hier und da mal überschwappt oder überschnappt. Manchmal muss dann halt auch der Drucker repariert werden, wobei ich nicht weiß, ob ich das wirklich kann.

Kann Teile von Text enthalten

In der Silvesternacht war der Bus plötzlich voll mit einer Horde stinkender, richtungslos berauschter junger Menschen. Eine von ihnen kotzte an einer Haltestelle aus der Tür des  haltenden Busses. Ein anderer, der an der falschen Station ausgestiegen war, stieg mit dem Kopf vorran wieder ein und bekam beide Flügel der sich schließenden Tür gleichzeitig gegen den Kopf gehauen. Die weise Tür (zu seinem Glück) öffnete sich, erschrocken vor der besoffenen Torheit, sofort wieder.

Der Mann auf dem Fahrrad, der über die verschneite Plaza fährt und in jeden Mülleimer schaut. Bilder von großer Einsamkeit.

Heute saß neben mir in der Bahn eine Frau, die sich sehr genau die Todesanzeigen in der Hannoverschen Allgemeinen anschaute, auf ihrem Tablet.

Die Elster, die Krähe, der Schnee. Die verlorene Papiertüte mit dem Pausenbrötchen.

 

Ach die schönen Blumen!

[Nachgetragen aus dem Notizbuch][7.10.] Verschiedene Begebenheiten der letzten zwei Tage. Am Morgen hatte ich mich entschlossen, schnell ein Foto zu machen von dem weggeworfenen Blumenstrauß, der also halb in der Öffnung des Mülleimers am Ausgang der Station Expo Plaza steckte, war gerade mit einem kleinen Bogen umgekehrt und hatte auch die Leute an mir vorbeiziehen lassen, um nicht weiter aufzufallen. Dann stand jedoch die Frau dort und sagte zu mir „Die Blumen!“„Ja die hat jmd. weg geschmissen“„…ach die schönen Blumen!“„können Sie mitnehmen!“ (sie freut sich, nimmt den Strauß) „Oh wie schön, die Blumen!“. Am Fuße der Fußgängerbrücke zwei Feuerwehr-Lastautos. Später am Tag wird ein dicker Feuerwehrmann Holzpaletten aus dem Pavillon holen, die in die Laster verladen werden. Auf der Strecke zum Seiteneingasng wird er die leere „Ameise“ als Roller benutzen und mit Schwung über die Plaza rollern.

15:44 Gänse in der Luft. Ich höre sie nur.

[28.10.] Dann am nächsten Morgen [des 8.10.] sitzt eine Krähe auf dem stacheldrahtgeschützten Metallausleger, an welchem zu meiner Sicherheit eine Kamera hängt und auf den Steinplatz mit den 11 Bäumen glotzt. Krächzt den hohen Nebel an, als wär‘ das alles nichts. Der Pavillon wird in großen Bereichen als eine behelfsmäßige Flüchtlingsunterkunft hergerichtet. Am Wochenende wurde die Zeit umgestellt. Am Abend die beiden im Anzug, beim Bäcker im Supermarkt an der Marienstraße, die ganz offensichtlich zu wenig Zeit haben, denn sie müssen flüstern und grinsen und die Hände in die Anzugjackettaschen stecken und zu dem hinüberschauen, der in hellbeigen, ausgebeulten Hosenbeinen und einem hellgrauen Anorak mit seiner Halbglatze und seinem Leinenbeutel an der Käsetheke steht und viele Fragen zu den Käsesorten hat.

Die Plakate an der Hauswand, sie wurden alle entfernt, es hängen jetzt nur noch ein paar Fetzen dort am grauen Putz.

Hatte ich den Nebel erwähnt?

Diese Woche (also in der letzten)

[Fragment vom 23.8.2015]

an zwei Tagen in der U-Bahn den groben Entwurf für drei Romane notiert. „Solange wir noch Träume haben“ (das wäre dann der Titel des Meta-Romans, der die Adoleszenz der Autorenfigur aufarbeitet, wie es allgemein beliebt ist, Drogengebrauch, Nachtleben, gescheitertes Studium usw. usf.) – endet damit, dass die Autorenfigur erkennt, dass sie nie einen langen Text zum bitteren Ende bringen wird und dazu verdammt ist, auf ewig für den Content-Broker zu schreiben / im Callcenter zu arbeiten. Die langen Texte sind jedenfalls und also gewissermaßen fertig und müssten nur noch geschrieben werden. Aber: es könnte tatsächlich etwas daraus werden. Es sind gute Ideen dabei und schöne Bilder und all sowas, es sind gleich drei Sachen, die eine schon in Kurzform angefangen, die andere seit langem immer vor dem Einschlafen im Kopf und neulich den tatsächlich machbar interessanten Konflikt gefunden, was ganz einfach war und nur ungefähr fünf Sekunden vor dem Einschlafen gebraucht hat. Abgesehen von dem halben Jahr, in dem ich dachte, ich komme nie auf sowas. Folgerichtig dann auch heute in der Nacht (also vor ein paar Tagen) einen Traum gehabt, in welchem ein sehr dicker, sehr böser Mensch sich meines Körpers bemächtigte, indem er dann in meinem Körper (insbesondere: Kopf) drin war und ich merkte, wie ich so anfing wie er zu denken und die Menschen töten wollte. Sein bunter Anzug lag auf dem Boden, denn seinen eigenen Körper gab es nicht mehr. Ich aber wusste, dass es einen Weg gab, mich dieser lästigen Vereinnahme zu entledigen, denn ich müsste nur aufhören damit, an das Töten zu denken, dann würde er ganz von selbst wieder verschwinden. Folgerichtig deshalb, weil es jedenfalls in dem einen Langtext um Träume geht, u.a., und dieser sehr fiese Traum doch dazu geeignet sein (könnte), hier zu Dauerwurst verarbeitet zu werden.

Ein Streichholz angezündet, weil ich den Geruch so gerne hab.
 

der fotografische augenblick 1 und 2

in der letzten zeit immer unverhoffte erinnerungen an ungeschehenes, die etwas in mir belichten, neu belichten oder auf einer zuvor weissen flaeche erscheinen lassen, diejenige zuvor unetkant unerkamnt war.

dañn. etwas naeher dran an der sache mit fen erinnerungen anhand tagesstimmumgenn wobei ich ees nicht nir nur vom geruch abhaengug msachrv macheb würde — wie vrrschiedenes in der luft aufgehaengt ist kleine wolken die nacheinandet durxg ansehen obschon die

die laenge der tage jeweils variabel