auf dem weg zum bus einmal nass geworden. jetzt wieder sonnenschein. am emmichplatz sehe ich ein (japanisches?) paar, die frau fotografiert einen verkaufsstand in form einer riesigen, würfelförmigen erdbeere. auf dem leinenbeutel des mannes kann ich das wort „quintett“ lesen, sie gehen in richtung musikhochschule über die ampel. notiere ins handy: japanische erdbeeren. [4.6.26]
Fotografie
architekturwettbewerb »dystopisches bauen«, 1. platz
wir bauen an unserem schönsten dystopia im verlorenen land zwischen müllverbrennung und moor. die punks sind fort und mittlerweile auch der eine hoffnungsvolle bauwagen, der stehen geblieben war. an seiner stelle stapeln sich nun zweistöckig ausrangierte wohncontainer. an einem steht „container 1 2300 c“, an einem anderen „not an entry“. einige paare schuhe sind in den zweigen der bäume hängen geblieben und einige dämonen wohl auch. neue sind hinzugekommen, davon ist auszugehen
Zufallsaufnahmen (3)
Zufallsaufnahmen (2)
Zufallsaufnahmen (1 und was es ist)
(mehr oder weniger) zufällige augenblicke. entstanden nachdem ein foto gemacht wurde und dann das kameraprogramm nicht abgeschaltet worden ist. der augenblick hängt im speicher fest, aber ist nur durch einen screenshot konservierbar. das sind diese bilder. langweiliges zeug. hat vielleicht etwas zu tun mit der videosammlung über das erinnern.
Dunkel Erinnertes
Schiffnamen 18
Nicole Burmester, Lindener Hafen [17.5.25]
(Während ich das Foto mache ist ein Bass zu hören, ganz in der Nähe eine Veranstaltung mit elektronischer Tanzmusik. Es ist ein Wetter kurz vor dem Regen, auffrischender Wind. Auf der Limmer gibt man sich unbeeindruckt und sitzt draußen. Ich hebe noch Geld ab, im Automatenraum hat jmd. eine Bierflasche stehen gelassen, 1/3 gefüllt. Dann an der Faust vorbei zurück in Richtung Nordstadt.)
Wo hatte ich den Gedanken verloren?
Über den Bahnhofsvorplatz wehen Nebelschwaden. Von Laternenpfählen aus schielen Faschisten hohläugig auf die Macht. Die Feinde der Menschheit bündeln ihre Kräfte. David Lynch ist gestorben. Hat er’s auch hinter sich, bevor alles noch viel schlimmer wird. Das Wetter ist ganz nett, von der Witterung her gesehen. [17.1.25, ca.]
Nachtragungen aus den Tagen
Aufschrift auf einem Transparent an einem Zaun in Altwarmbüchen: »Gans to go: GAN„S“ EINFACH ZUHAUSE GENIEßEN“«. Schneeregen. [19.11.24]
Am Abend leichte Hoffnung, selbstverständlich vollkommen unbegründet, aber wie ein kleines Summen in der Luft, welches zwischen den einzelnen Regentropfen schwebt. Die Lichter in den Fenstern immer und immer. [28.10.24]
Heute erster Bodenfrost, Nebel über dem Kanal und See. Keine Handschuhe, dünne Schuhe, aber nicht schlimm gefroren. [15.10.24]
»Schon in ihrer frühen Schaffensperiode hatte sie sich auf das Fotografieren von Regenbögen mit Schwarzweiß-Filmen spezialisiert«. [11.10.24]
Heute drei Enten im Schwimmbad, die unbeeindruckt am Rand des Schwimmerbeckens schwammen. Die Leute vom Schwimmbad haben sie dann mit Futter aus dem Wasser und in Richtung Wiese gelockt. [4.9.24]


















