Wieviele Dohlen jetzt in den Bäumen der Theaterstraße wohnen

und in den Ästen sitzen und sich mit den Krähen besprechen, dass ist mir ja heute am Abend aufgefallen, als ich auf dem Wege zu einer Vermessung von Körperteilen mich befand. Das Arbeitsjahr heute bravourös abgeschlossen.

Noch immer blühte die Gänseblume auf dem grünen Streifen neben dem Logitstik-Unternehmen, auch noch sichtbar: der neu eingesähte Rasen über dem frisch verlegten Glasfaserkabel, so grün wie die junge Hoffnung, immerhin. Davon habe ich kein Foto gemacht. Aber von der Gänseblume.

Auf den Brücken

Erster Schultag nach den großen Ferien: Die Straßenbahn wieder voll mit Schülern, zwei Mädchen unterhalten sich, wohin sie in den Urlaub verreist sind.

Ich war in Dänemark ich fahr auch so gerne nach Dänemark ich fahr so gerne mit der Fähre wenn wir ausgezogen sind können wir zusammen nach Dänemark fahren Au ja.

im Telefon sehe ich Bilder aus einer anderen, weit entfernten Stadt vom fast in der Dunkelheit verloren gegangenen Mond an und denke, wie wir selber an dem Abend aus waren, es war einer dieser vielen heißen Tage, auf dem Rückweg sind wir am Fluss entlang gefahren und auf den Brücken standen viele Menschen und schauten in den Himmel, es dauerte etwas, bis uns klar wurde, warum sie das tun. Dann haben wir den fast in der Dunkelheit verloren gegangenen Mond doch noch gesehen.

Mit bloßen Füßen

Einer der schönsten Momente beim Klassentreffen am letzten Wochenende war, ich fand es jedenfalls, als wir einen kurzen Weg am Abend gingen, den Kainer Weg hinunter und bis zu der kleinen Brücke über die Lachte. Das Wasser des kleinen Flusses ist dort ganz klar und nicht tief und wir zogen die Schuhe aus und wateten ein wenig durch das sandige Flussbett den Flusslauf hinunter, in der Abendsonne. Dann ging ich mit bloßen Füßen, damit die wieder trocken werden, über die warme Straße. Zwei oder drei schwarze, glänzende Käfer, die diese überquerten.

Insgesamt 20.000

Gestern auf dem Balkon in der Dämmerung und der etwas leiseren Hitze des Abends, als die Fledermäuse schon flogen und es erst in der einen Ecke des Hinterhofs und dann in der anderen Ecke des Hinterhofs und dann, nach ungefähr einer halben Minute, noch in der Mitte des Hinterhofs drei oder fünf Tropfen regnete, vielleicht insgesamt 20.000. Es war ein leichtes Schweben in all dem, es vermischte und verwischte sich alles ein wenig mehr als gewöhnlich, im Rückblick.

[Fastgeister]

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Heute, also 11 Monate und einen Tag vor dem nächsten Weihnachtsfest, war dann zu bemerken, welchen Geruch das neue, noch ganz frische Jahr mit sich bringt, es ist noch gänzlich unbeschadet, aber nun kann es auch nicht mehr zurück in den KArton gelegt werden. Es war als ich an der Haltestelle Spannhagengarten stand, aber wie soll ich denn den Geruch des neuen Jahres beschreiben? Vielleicht wie nasses Papier, dass an einer Straße steht und wie der Wind, der vom Meer kommt und wie der Regen am Abend, ein Bus, noch mit Dieselmotor, der gegenüber auf der anderen Straßenseite noch anhält, es gibt sie ja schon garnicht mehr, ein wenig wie das Thema dieser Musik noch dazu, die gelöscht sein wird, vielleicht, das nächste Mal wenn Du auf den Verweis klickst und wie der kühle Morgen in der Stadt am Mittelmeer, wenn der Blumenladen noch seine bemalte Rollade heruntergelassen hat, hör mir gut zu Du grüner Vogel. Das Alles ereignete sich plötzlich und so stand ich nun dort, mit all diesen Erinnerungen, die keinen genauen Ort mehr haben und deshalb fast schon selber Geister sind.

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