Beim Rühren der Elektronen

 
 

Dann neulich geträumt, es wäre ein Elektriker in der Wohnung, also jemand, der sich auch mit Radios auskennt. Ich habe ihm das defekte Telefunken-Radio gezeigt, ein altes Modell, dessen Skala nur bis zu 104 MHz geht. Habe es auch angemacht und wie zu erwarten, war der Klang ein wenig dumpf und diffus, gab es Störgeräusche, ich bekam aber einen Sender und es wurde auch Musik gespielt. Der Elektriker jedenfalls wusste es auch nicht, ich habe ihn dann noch gefragt, ob er weiß, ob Radio Menzel auch Radios repariert. Welches Lied wohl gespielt wurde?

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Ein paar Tage später machte ich am Abend, im halben Dunkel, meine Übungen zur Entspannung, währenddessen das schwarze Radio lief, bei mir im Zimmer. Eine Figur geht so, dass man vornübergebeugt und mit herabhängenden Armen die Hände in der Luft kreisen lässt. Nun stand die Antenne so im Magnetfeld, dass der rechte Arm an einer bestimmten Stelle jeweils ein Rauschen verursachte, während des Liedes »a groovy kind of love«. Ich probierte es aus, indem ich an der Stelle verharrte in der Kreisbewegung, vor- und zurückging. Denn was zu hören war, klang tatsächlich wie ein Rühren, wobei ich ja nichts als geladene Elektronen in der Luft umrührte. [KW 13]

Schleudergang und Haushaltsleiter

Im Radio wird gesagt, es wäre nun Neumond und dann spielen sie ein furchtbares Lied von der furchtbaren Band Bosse, in dem das Wort Mond vorkommt, weshalb ich das Radio ausmachen musste. Gestern als Worte in das Netz geschrieben wurden lief in der Nachbarwohnung der Schleudergang der Waschmaschine an und erzeugte einen Rhythmus auf der in meinem Zimmer an der Wand angelehnten Haushaltsleiter. Glücklicherweise war das Tonbandgerät bereits aufgebaut, so in etwa.

Bald wird auch noch zu hören sein vom Rasenmäher und Fahrradsattel. Heute im Zoo gewesen.

Das sehr dumme Wort „Fahrradautobahn“

Während ich heute dies und das in der Küche und in der Wohnung erledigte, die ganze Zeit über Radio gehört, eine schöne Sendung, in der eine französische Journalistin eingeladen war, etwas über die Wahl am kommenden Sonntag zu erzählen, außerdem erfuhr ich etwas über diese Sache mit den Gedankenlesehelmen, die der Zuckerberg herausposaunt entwickeln zu wollen. Der Professor sagte es käme wenn dann in 10 oder 20 Jahren, aber es wäre noch lange nicht klar, ob es überhaupt so einfach gemacht werden könne, ohne Verkabelung usw, und dies würde ja ansatzweise jetzt bereits funktionieren. Schöne Spitzen gesetzt gegen den Geheimdienst und das Nicht-Verhalten großer Teile der deutschen Politik zu der Massenbespitzelung durch die NSA, usw. Es wurden auch neue Platten vorgestellt, eine CD nur mit Trauermusik, etwa. Dann im Länderreport ausführliche Berichterstattung zur nachhaltig und ganzheitlich danebengegangenen Wohnungsbaupolitik in Hamburg, wobei ich mich zwischendrin durchaus über das sehr dumme Wort „Fahrradautobahn“ aufregte, tief im Innern. Während ich also mit Kartoffeln usw. beschäftigt gewesen bin habe ich nebenbei sehr viel und umfassend erfahren über verschiedene Dinge, was ich sehr gut fand. Dann noch Bärlauch-Petersilien-Pesto gemacht, mit dem Mörser sowie Meersalz, Sonnenblumenkernen und Parmesan. Verhältnis Bärlauch zu Petersilie war vielleicht so 3 zu 1, Parmesan und Sonnenblumenkerne vielleicht auch jeweils 1, im Mörser kleinstampfen natürlich. Die Mengen muss man aus dem Handgelenk machen, kann ich nicht viel zu sagen. Gestern Quartalsbericht in der Kneipe.

Empfangsbericht (7)

27.1.2017

Ca. 20:25-21:04 Ukrainisches Radio

Radio Ukraine sendet lt. Wikipedia nicht mehr auf der Mittelwelle. Ich habe einen Sender auf ca. 570 kHz gehört, der sich nach der Senderkennung wohl „Ukrainisches Radio“ nennt. Ca. 570 kHz. Merkwürdig. Hier jedenfalls eine Senderkennung(?), vielleicht finde ich noch heraus, was das für ein Sender ist.

Ca. 21:06-22:33 Jil FM.

Wie schon in Empfangsbericht (2) ist nicht klar, ob es die Frquenz MW 531 kHz, Sender Ain Beida mit 600 kW ist, oder die 549 kHz, Sender Les Trembles, der ebenfalls mit starken 600 kW bis nach Norddeutschland sendet. Mein Empfangsgerät lässt es nicht zu, die genauen Frequenzen von der Skala abzulesen, so dass ich jeweils das Internet zu Rate ziehen muss. Ich werde mir keinen Weltempfänger mit Digitalanzeige anschaffen, weil es mir darum nicht geht. Es geht darum, nicht genau zu wissen, wo ich mich befinde. Es geht darum, wie schön es ist, das ein Radiosender, der etwa in Nordafrika steht oder in Schottland, bis zu meinem kleinen Radiogerät senden kann. Das manchmal sogar 20 kW aus der Provinz Limburg bis zu mir ins Skriptorium senden können. Zehn Wasserkocher lassen sich mit 20 kW betreiben. Wie einfach das ist.

Notiert habe ich auch, dass ab Minute 57 der Aufnahme zu hören ist, wie die Waschmaschine im Schleudergang den Empfang stört. Hinzu kam auch kurz die Beleuchtung im Badezimmer. Hier ist ein Trafo eingebaut, der den Empfang ebenfalls stört.

Senderkennung Jil FM

Empfangsbericht (6)

15./16.12.2016 (Norderney)

Zwei oder drei Abende zuvor in Groningen z.B. „Sky Radio – the christmas station“ gehört.

Ab ca. 0:40(?) RTL (LW) auf 234 kHz über den Sender Beidweiler mit 1500 kW. Gesendet wurde ein Musikprogramm mit Oldies aus den 1960er Jahren. Sprache war Französisch.

Kurz KBC ca 2 Minuten 1602 kHz.

13.1.2017 (Hannover)

Ca. 22:07-22:44, Europe 1 (LW) auf 183 kHz, Sender Felsberg-Berus mit 2000 kW

Ca. 23:05 – 23:33, Rai Uno, 900 kHz, Sender Siziano bei Mailand

Ca. 23:34 – 23:54, La Première (RTBF), 621 kHz, Sender Wavre mit 300 kW. Programm: „Entrez sans frapper“, eine Talksendung. Zu Gast war Frédéric Mitterrand.

Ca. 23:55 – 0:25 BBC Radio Scotland. 810 khz (Sender Westerglen, 100 kW), die Sendung „Music Match“ mit Blythe Duff, darin um 0:00h Ortszeit die Nachrichten (23:00h in UK).

Demnächst muss ich einmal aus den bisherigen Empfangsberichten eine Frequenzliste erstellen, die ich dann ausdrucken und über dem Schreibtisch an die Wand hängen kann. Wie es sich gehört.

Radio Revolten

Empfangsbericht (5)

In Halle gibt es einen Glockenturm mit Westminster-Schlag, der noch verstimmter klingt als der wohl bekannteste vom Big Ben in London. Der Glockenschlag vom Südturm der Hausfrauen-Türme und das Quietschen der Straßenbahnen wird live im Radio übertragen. Auch Dohlen. Ich sitze auf der Arbeit und schreibe über vollkommen unwichtige Dinge, während ich dem Stream von Radio Revolten lausche. Das ist das Radiokunst-Festival, welches seit dem 1. Oktober in Halle stattfindet und noch bis zum %% andauert. Der Veranstaltungsfunk sendet via UKW (99,3 mHz), Livestream und tatsächlich auch auf der Mittelwelle. Dazu wurde ein 200-Watt-Sender im Turm des ehemaligen Physikalischen Instituts in der Hallenser Innenstadt eingerichtet, der natürlich nicht bis Hannover zu empfangen ist — zumindest nicht mit meinem schönen Radio. Zum Vergleich: Bei meinem letzten Aufenthalt auf Norderney habe ich recht sicher, aber gut verrauscht Radio Seagull empfangen können. Die senden mit 2KW (also 10x so viel Leistung wie der Transmitter in Halle) aus der Norderneyer Bucht. Wer es dennoch ausprobieren möchte: Die Frequenz ist die 1575 kHz.

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Radio Revolten also. Ich weiß nicht, wie ich mir so ein Festival „vor Ort“ vorstellen kann, weil ja die „Bühne“ der Sender ist, also das, was auf der Welle passiert. Gerade haben die Moderatoren von einem roten Knopf im Stadtmuseum erzählt. Von Kindern, die mit Kassettenrekordern im Museum unterwegs sind und ihre Aufnahmen über den roten Knopf, der mit einem Mikro verbunden ist, quasi direkt auf den Sender schicken können.

Ich finde so etwas sehr spannend und empfehle, dort einmal reinzuhören! Das Festival läuft noch bis zum 30.10.

Frequenzen:

UKW 99,3 mHz + MW 1575 kHz
http://radiorevolten.net/livestream/
Direktlink: http://radiorevolten.out.airtime.pro:8000/radiorevolten_a.m3u

Links:

radiorevolten.net
@RadioRevolten

Danke an Klagefall für den Hinweis!

 

Empfangsbericht (4)

Am letzten Sonntag auf der Kurzwelle klassische chinesische Musik gehört o.ä. und dabei gemalt o.ä., es war sehr beeindruckend wie es sich immer weiter hineinsteigerte und garnicht nachlassen konnte, Kilohertz weiß ich nicht mehr, der Skalenstrich kurz vor der 10.0 aber was das heißt. Es war wohl eine der KW-Stationen, die die einheimische Bevölkerung unterhalten und ermuntern sollen. Dafür jedenfalls wurde der Kurzwellenrundfunk erfunden.

Empfangsbericht (2)

Hier, nachgetragen, ein paar Aufzeichnugen zum Radiohören:

17.12.2015 (Norderney):

Vor 22:00h: RTL MW 1440 kHz, Sender Marnach (abgeschaltet am 31.12.2015)
Vor 22:00h: KBC Radio MW 1602 kHz,
Sender an Bord des Schiffes LV Jenni Baynton.

22:03-22:16h: BBC Radio Ulster MW 1341 kHz, Sender Lisnagarvey
22:16h-22:20h France Info MW 1377 kHz, Sender Lille 300 KW
22:21-22:35 Radio Seagull MW 1602 kHz (teilt sich den Sender auf der LV Jenni Baynton (u.a.?) mit KBC)

radio

27.12.2015: BBC Radio 4 LW 198 kHz, Sender Droitwich

29.12.2015: Deutschlandfunk MW 756 kHz, Sender Ravensburg
(abgeschaltet am 31.12.2015)

30.12.2015: Deutschlandfunk MW 1269 kHz, Sender Neumünster
(abgeschaltet am 31.12.2015)

31.12.2015: Deutschlandfunk MW 1269 kHz, Sender Neumünster – Seewetterbericht
(abgeschaltet am 31.12.2015)

31.12.2015: Deutschlandfunk MW 756 kHz, Sender Ravensburg
(abgeschaltet am 31.12.2015)

16.1.2016: Jil FM MW 531 kHz, Sender Ain Beida mit 600 kW (oder 549 kHz, Sender Les Trembles mit 600 KW)

31.1.2016: Radio 538 MW 891 kHz, Sender Hulsberg mit 20 KW

4.2.2016: Groot Nieuws Radio, MW 1008 kHz, Sender Flevoland mit 100 KW

4.2.2016: BBC Radio Wales, MW 882 kHz, Sender Washford mit 100 KW