Zu der Suchanfrage „Herrndorfstraße“ wurde in Google Maps nichts gefunden

Nachdem ich in der vorletzten Nacht, im Traum, wieder unverhofften Besuch bekommen hatte, dann gestern Nacht an einem mir noch unbekannten Ort der Stadt gewesen mit ganz wunderbaren und erstaunlichen Gebäuden, deren geschwungene Ziegeldächer speckig und rotbraun in der Sonne glänzen. Dorthin gelangt auf einer bis dahin unbekannten Bahnstrecke, auf welcher die Bahn eine erstaunlich sehr steile Abfahrt von einer Brücke nimmt. Ich mache eine Bemerkung zu der Straßenbahn-Fahrerin, irgendetwas mit Achterbahn. Ich habe mein Fahrrad dabei und steige an der Station Herrndorfstraße aus und sehe gleich das schöne Haus, dessen Dach ein wenig an einen Reptilienrücken erinnert, ein Gürteltier, vielleicht. Ich gelange in eine düstere und mit Staubfangtüchern verhangene Straße, in der mir gleich ein in Lumpen gekleideter und mit wirren Worten sprechender Mensch entgegenkommt, sodass ich gleich umkehre. Bemerke, wieviele Touristen in dieser Gegend sind und überlege, was die wohl in der Stadt machen mögen, jetzt, da doch alles geschlossen ist. Ein Dönerladen verkauft immerhin etwas zu Essen durch ein geöffnetes Fenster. Auf einem an einer Straßenecke stehenden Stadtplan steht folgerichtig „Nova Zona Touristica“, um diese Gegend zu bezeichnen. Es wird trotz des Ausnahmezustands einiges geboten, Straßenbahnen, die ich aus Kindheitstagen kenne, kutschieren die Besucher durch die Gegend. Ich kann mir gerade noch den Namen der Straßenbahnstation merken, denn ich habe vor, hier noch einmal herzukommen und dann den Fotoapparat mitzunehmen. Dann [aufgew.], froh über die schönen Bilder, die ich am letzten Rest der Nacht noch mir ausdenken konnte. Ich hatte tatsächlich den Wecker auf 7 Uhr vorgestellt, zuvor, fühlte mich dann in dieser Entscheidung zusätzlich bestätigt.

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Ich fahre ja z. Zt. aufgrund des Bestrebens, möglichst vielen Menschen möglichst weiträumig aus dem Weg zu gehen, mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das Rad müsste zum Schrauber, denn im Kugellager hat sich offenbar ein kleiner Schwarm mechanischer Spatzen niedergelassen, die mein Treten mit rhythmischem Spatzengezwitscher begleiten. Mein Arbeitsweg führt mich jeden Morgen und jeden Abend durch das Moor. Es ist bereiter denn je, sich das Land wiederzuholen. Schon lassen sich die Gänse auf dem Fußweg am See nieder.

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Auf den Brücken

Erster Schultag nach den großen Ferien: Die Straßenbahn wieder voll mit Schülern, zwei Mädchen unterhalten sich, wohin sie in den Urlaub verreist sind.

Ich war in Dänemark ich fahr auch so gerne nach Dänemark ich fahr so gerne mit der Fähre wenn wir ausgezogen sind können wir zusammen nach Dänemark fahren Au ja.

im Telefon sehe ich Bilder aus einer anderen, weit entfernten Stadt vom fast in der Dunkelheit verloren gegangenen Mond an und denke, wie wir selber an dem Abend aus waren, es war einer dieser vielen heißen Tage, auf dem Rückweg sind wir am Fluss entlang gefahren und auf den Brücken standen viele Menschen und schauten in den Himmel, es dauerte etwas, bis uns klar wurde, warum sie das tun. Dann haben wir den fast in der Dunkelheit verloren gegangenen Mond doch noch gesehen.

Begleitreise oder Jäger haben keine Schäferhunde

Wolfsburg, eine Stadt, gebaut für eine Zukunft, die es nie gegeben hat. Mehrfach. Dann weiter nach Braunschweig, wo die Architektur gleich anfängt, harziger, also hölzerner, zu werden. Termin in einem Geschäft in der Nähe des Schloßes. Scheinbar aus Feldsteinen gebaute Brückenbögen überspannen die von beiden Seiten mit Bäumen, also Wald, bestandenen Straßen.

(Gleich kommt ein von einem Deutschen Krokodil gezogener D-Zug über die Brücke gefahren. Ein Trupp Jäger mit Schäferhunden tritt aus dem Wald auf den Bürgersteig neben der Bundesstraße).

Dann auch noch in Wolfenbüttel gewesen. Kaffee und Brötchen in einem Bäckerladen im Edeka. Die vergessene Frau, die traurig und ein wenig feindselig schaut, und einen Latte Macchiatto aus einem übertriebenen Glas trinkt. Ein Student telefoniert mit dem Handy, um sein Referat über Brand Strategy zu besprechen.

Eine nachdenkliche Bewegung

Diese ganze Tour nach BS stand unter einem schlechten Stern jedenfalls. Schon auf der Hinfahrt, als drei mal einer an meinem Platz vorbeilief, zwei mal entgegen und in der Mitte einmal mit der Fahrtrichtung, immer im selben Rhythmus mit einem Kugelschreiber klickend. Dann der Bahnhofsvorplatz in all seiner Hässlichkeit(1). Beim Gesprächspartner(2) war man dann auch entsprechend ganz anderer Meinung, nämlich der falschen (aber im Falschen, also dann doch der richtigen), natürlich, in den nachtblauen Maßanzügen und Kostümchen. Als wäre eine andere Welt niemals jemals denkbar. Auf dem Rückweg auch durch Peine gekommen. Die alte Industrie steht an den Schienen beim Bahnhof, riesenhaft und einsam.

Wie ich aber doch immer ruhig werde, wenn ich im Zug sitze, auch gestern also wieder, wie die episodenhafte Fahrt und die vorbeiziehenden Landschaften Dinge immer gerade zu rücken scheinen und alles in eine nachdenkliche Bewegung übergeht, ich also in dem Fluss selber bin, der niemals der selbe ist. Am Ende jeder dieser auch noch so kleinen Reisen scheint sich doch etwas verändert zu haben. Aber vielleicht, dass dies auch nur eine fixe Idee von mir ist.

Nudeln mit Gulaschsuppe

Heute am Morgen, auf dem Weg zu meinem Termin, habe ich im Aegi eine der neuen Bahnen erwischt. Ich fuhr in eine Gegend der Stadt, in die ich sonst nie fahre. Die jetzt viel leiseren neuen Triebwagen, die helle LED-Beleuchtung und dazu noch eine Parfumwolke, die in den Wagen eingebracht worden war und sich mit dem Geruch der neuen Sitze und Türdichtungen vermischte, also wie im Duty-Free-Shop im glitzernden Flughafen, etwa Schiphol. Noch dazu saß ich als alternative Version meiner selbst dort auf den neuen Schalensitzen, mit der lila Krawatte und in Gedanken bereits im Flugmodus, so dass ich mich, mehrere Sekunden lang, tatsächlich in einer groß angelegten Transit-Situation befunden haben muss, denn auch die Zeit verging viel schneller, als sie es normalerweise tut.

Dann der Wechsel zum letzten geklauten Dienstag, bis in unvorhersehbarer Zukunft. Rückfahrt entlang der an der Bahnstrecke aufgereihten Hannoverschen Kaffeemühlen (der Pfeffersäcke, damals wie heute), Nudeln mit Gulaschsuppe, am Nachmittag im Erdgeschoss-Kino im Anzeiger-Hochhaus. „Monsieur Pierre geht online“. Der alte Pierre Richard und ich hingegen seit 1 1/2 Tagen auf der Suche nach einem französisch erinnerten Namen, wie mich jeder fünfte beim Abspann daran erinnert, ist eine andere Geschichte.

An einem Vormittag liefen wir die Booterstown Av. hinunter und ich fotografierte mit dem Handy die Telefonkabel, die sich über die Straße spannen.

(Dublin II) (I)

Ich glaube, im Notizbuch habe ich nicht eingetragen, dass uns auf dem Weg die Kirchgänger in ihrer Sonntagstracht entgegenkamen, die vermutl. alle vorhatten, am Abend in den Pub zu gehen und daher die Hl. Messe bereits am Samstag absolviert hatten, damit alles seine Richtigkeit habe.

 

Dublin I (ergänzt)

 

Wenn wir mit dem Flugzeug flogen war es im letzten Herbst und jetzt gerade so, dass wir immer über einen Zwischenstop fliegen mussten. Als wir nach Dublin flogen, sind wir in Amsterdam zwischengelandet und auf dem Rückweg in Paris, Charles-de-Gaulle, was nochmal mehrere Flughäfen sind, die mit Buslinien verbunden wurden. So muss man sich garnicht einbilden, mit Rennen die Verspätung des ersten Fluges wieder gutmachen zu können, der Bus fährt sowieso langsam hinter Brandschutzmauern entlang. Auf dem Hinweg, in Schiphol, war es hingegen geruhsam, der Tag war bereits Abend, auf dem Rollfeld merkte man, dass es hier ein schöner Tag gewesen sein musste, Dämmerlicht. Im Bus flackerten Zeichen auf dem Bildschirm, die mangels Entzifferbarkeit keine Bedeutung erlangen konnten. Es waren vielleicht Wolken und Sonnen-Symbole. Der Transitbereich glitzerte wie besessen und von überallher sprachen Gesichter auf Bildschirmen mit einem. Hier sah und sieht man, wo die Gesellschaft fünf Jahre später steht.

Es wäre schön, einmal mit Zug und Fähre anzureisen. Gerade heute gesehen, dass es auch eine Fährverbindung von Cherbourg aus gibt. Das ist ja fast schon eine ganze eigene Geschichte, die sich anhand der gestrichelten Linie abzeichnet, auf der Landkarte, auf der blauen Hintergrundfarbe, die die Irische See bezeichnen soll, daneben steht CHERBOURG (FR). Das alte Interrail-Europa.

An einem Vormittag liefen wir die Booterstown Av. hinunter und ich fotografierte mit dem Handy die Telefonkabel, die sich über die Straße spannen.

Die Notizen sind noch im Notizbuch und sind noch in einem kleinen .txt im Handy. Während des Schreibens, im Flugzeug, fiel mir der schöne Text wieder ein, der verlorenging zwischen den Geräten, den ich auf der Reise nach Lissabon geschrieben hatte (auch diese Notizen sind noch nicht abgetippt, ich hätte also noch genug Schreibarbeit für viele viele Wochen, wenn es sein müsste). Hier schreibe ich nur noch schnell die Links hin, die ich mir vorab gemerkt hatte und die ggf. zum späteren Gebrauch noch nützlich sein könnten: Lonelyplanet # lecoolwalkdublin.tumblr.com # Facebook Places # Timeout # https://twitter.com/Dublin_ie # Leapcard (die Leapcard lohnt sich, wenn man wirklich viel mit den Bussen fahren möchte, wenn es darum geht, am Morgen rein und am Abend raus zu fahren, könnte eine 10er-Karte besser sein) # Die Busse haben uns sehr gut gefallen, besonders natürlich, oben im ersten Stock zu sitzen. Das Busnetz ist aber eher organisch gewachsen und unübersichtlich und wir haben eigentlich immer nur eine Linie genommen, nämlich von Blackrock zum St. Stephens Green, dem schönen Park in der Innenstadt, der ganz gefüllt war mit italienischen Teenagern. Es gibt zwei Straßenbahnlinien, die jetzt tatsächlich auch miteinander verbunden werden sollen. Daher gibt es viele recht unübersichtliche Baustellen in der Innenstadt.

 

Meine Schwester und wohl auch ziemlich viele ihrer Kollegen sowie Teile des Internets waren der Meinung, die Nordseite könnte gefährlich sein und man solle sich dort besser nicht zu weit vorwagen. Ich weiß es nicht. Der Liffey teilt die Stadt in Nord- und Südteil, wobei der Süden schicker ist und der Norden eher der (ehemals) arbeitenden (und daher natürlich ärmeren) Bevölkerung zugeschlagen wird, sehr vereinfacht zusammengefasst. Obschon es so einfach nicht sein wird, haben wir uns nicht weit vom Flussufer entfernt. Das ist für den nächsten Besuch vorgenommen und ich habe heute schon ein wenig recherchiert dazu. Ungelesen die zusammengetragenen Links: Wikitravel # Dublin’s Northside Attractions (ein Zeitungsartikel dazu) # t.b.c.

 

An einem Tag wollten wir eine Markthalle besuchen. Die Schwester schreibt dazu auf Facebook: My visitors and I went to the market hall. Dublin showed its usual „nice“ weather. We didn’t check the opening times in the assumption that it should be open in the middle of the day. We were wrong. The market was closed but some apples were left behind.

Ein, zwei Tage nachdem wir wieder hier sind, finde ich ein Gedicht, also als Treibgut im Netz. Gerade noch herausgefunden, es sind Stationen der „Red Line„, der einen Straßenbahnlinie, die vom Hafen aus Nach Tallaght fährt (oben im Bild an der linken Seite zu sehen). Noch vor zwei Wochen genau wären es nur Chiffren gewesen, jetzt ist es eine Ahnung, vielleicht für das nächste Mal.