14 Jahre Internet umsonst!

War heute ostersamstag.

Dieses Blog sagte „hello world“, auf seine Weise. Hat seitdem die Sachen immer auf seine Weise gesagt. War nie etwas anderes und hat sich nie verkauft. Nicht an Google und nicht an’s Geld. Ist ein paar Metamorphosen durchgangen, was die äußere Gestalt betrifft, hat sich der Mode ein wenig angepasst. Fing damals auf blogger.com an, ohne Kommentarfunktion und tatsächlich mit Gästebuch, wenn ich mich recht entsinne, wohin von jedem Artikel aus verwiesen wurde, wenn ich mich recht entsinne. War selbst gehostet, auf coderwelsh.de, wie auch heute noch — damals im Unterverzeichnis /blog. Von der Blogplattform aus wurde die ebd. generierte Datei via ftp-Zugang zum Webspace transferiert. Hat manchmal ganz schön gedauert, insbesondere in der Zeit, in der ich zur Zwischenmiete im damals noch internetlosen Haus meiner Eltern wohnte und ebd. eine alte AOL-Test-CD („50 Stunden Internet Gratis!„) mit meinem alten 14.4er Modem runterspielte bis keine Minute mehr übrig blieb.

Nudeln oder Tee

„Ich habe einen riesen Berg Wasser gekocht“ wäre so ein Satz, den die Mutter benutzt hätte, wenn sie aus der Küche heraus uns etwa mitteilen wollte, es gäbe demnächst dann Nudeln oder Tee. Daran musste ich denken, als ich zusätzlich zu Herd und Waschmaschine auch noch den Wasserkocher in Betrieb setzte. Der Herd ist zwar Gold wert, inzwischen, täglich unterschiedlich viel, jedoch nicht gerade leise, wenn er sich selbst mit Umluft auf 275° C hochschaukelt. Er erinnert mich  regelmäßig an das Geräusch, welches etwa auf einer der Nordseefähren, oder einer x-beliebigen anderen Fähre irgendwo auf einem der sieben Weltmeere, bspw. im Passagierraum oder dort, wo die Koffer der Touristen in den großen Regalen liegen, zu hören ist. Ich dachte an diesen oft gesagten, merkwürdigen Satz der Mutter und daran, wie der in ihm enthaltene Widerspruch zugleich faszinierte und verstörte. Die Waschmaschine stampfte und kam langsam in Fahrt, wie auch das Jahr langsam Fahrt aufgenommen hatte, jetzt im Februar, mitsamt der nassen Fracht. Dazu noch der Geschirrspüler und wie gesagt, der Wasserkocher. Mir war, als schwankte der Boden tatsächlich ein wenig und ich, inmitten meiner Küche, befünde mich auf großer Fahrt. Im Küchenradio lief ein japanischer Sender, der alle fünf Minuten einen science-fiction-mäßigen Jingle abließ. Ich verstand kein einziges Wort. Das gefiel mir gut. So fuhren ich und der dampfende Wasserkocher hinaus auf die offene See, wo nur die Möwen um den Schornstein kreisen würden, im süßen Schiffsdiesel-Rauch, mit ihrem Gelächter und ihrem Hunger nach Fisch. Warum stehen an den Stränden keine Schilder, dass die Möwen nicht zu füttern seien? Weil es jeder höchstens einmal probiert. Den Backofen könnte ich auch mal wieder sauber machen mit dem Pommes-Fett. Ich holte schon die Kapern aus dem Kühlschrank und das Glas mit den Sardellen, nun wurde ich ganz und vollends zum Smutje auf Kapernfahrt und die Küche ist die Kombüse.

Der Regen steht diagonal zwischen Meer und Himmel und das Bullauge ist unter Wasser, der Tag ist stürmisch zwischen all den großen Wünschen, die in den Herzen herumgetragen werden. Mit Volldampf geht es Richtung Schalttag, um den Kurs um 0,2425 zu korrigieren, um die sich Papst Gregor XIII oder einer seiner Vasallen verrechnet hatte, Jahre bevor einem seiner Stellvertreter-Nachfolger Kurzwellensender zur Verkündung seiner sog. frohen Botschaft an die ganze Welt und das Universum zur Verfügung standen. Die Verkündung der einigermaßen korrekten Uhrzeit circa alle Stunde einmal ist von großer Bedeutung, ob im Radio oder per Glockenschlag vom Turme herab. Denn wer die endliche Zeit der Menschen kontrolliert, der kann auch das Wesen der Unendlichkeit deuten. Auch für die Schifffahrt, denn nach ihr berechnen wir unseren Standort und unsere Standpunkte, für alle die mit uns auf Kapernfahrt fahren. Einen Bart habe ich bereits und das Holzbein lasse ich mir auch noch wachsen, damit es Wurzeln schlägt wo keine Bäume stehen. Die Passagiere sind missmutige Engländer, die alle naselang it’s teatime rufen und mir ihre Tassen vor die Tülle halten, während ich meine Runde durch’s Kasino mache. Sie lesen in mitgebrachten, Jahre alten Illustrierten, in denen bereits jedes Kreuzworträtsel gelöst ist. Einige handeln noch von Lady Di oder einer gewissen Fergie, den Titelblättern nach. Nudeln mit Kapern-Sardellensauce muss man sich auch erstmal trauen, denen zu servieren. Sie arbeiten im Umspannwerk für den Offshore-Windpark, weit draußen vor den Inseln, der einem englischen Konzern gehört. Hier gibt es kein Internet und die sonstige Unterhaltungsmöglichkeit auf der vierstündigen Überfahrt besteht aus alten Bud Spencer Videotapes, die deutsche Synchronfassung. Die oft besser gelaunten Rückfahrts-Passagiere legen hier und da einen dieser Filme ein und machen sich dann ausführlich über die deutsche Sprache lustig. Glücklicherweise sind diese Meisterwerke der Filmkunst nicht sehr dialoglastig.

Vorgestern Nacht träumte ich, wir wären in Stockholm gewesen und hätten eine Fähre zum Flughafen nehmen sollen. Wir waren auf das falsche Schiff geraten, eine große Passagierfähre mit dem Ziel Kopenhagen, die in einem irrwitzigen Tempo ablegte und haarschaf um die Kaimauern bog, zur Hafenausfahrt hin und dann hinaus auf die See, der Scherengarten war der Einfachheit halber nicht vorhanden und wir alle sehr schnell in Kopenhagen, an der Landungsbrücke stand ein großes Tor, worauf ein Schild befestigt war, auf dem stand KØPENHAGEN geschrieben, genau wie es die Dänen schreiben. Ich wollte ein Foto machen und wir fanden es ganz wunderbar, durch den Zufall mit dem falschen Schiff hier gelandet zu sein. Zwei Wale schwammen im Hafenwasser, es waren nur ihre dunklen Rücken an der Oberfläche zu sehen. Am Morgen fiel mir dann dieser schöne Traum wieder ein, den Kafka in einem der Tagebücher aufgezeichnet hatte und dann später in seinem Roman „Amerika“ verwandte. Damit musste ich diesen Engländern wahrscheinlich nicht kommen.

Ich träume oft von Schiffen, Wasser und so.

Entlang der Strecke habe ich mich organisiert

Den ganzen Tag über heute ein paar Flocken Februarschnee, hier und da. Constant Flux. Sang der Vogel wieder an der Endhaltestelle. Klingt nach einem traurigen Frühlingsanfang, der Amselgesang. Singt den Frühling herbei sitzt im Graupel im blätterlosen Busch. Hochspannung Lebensgefahr schreibt das Schild vor, welches an der Oberleitung hängt ebd.

Heute hier gewesen

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Steige hier aus, steige dort aus, Erledigungen

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In der Straßenbahn, auf dem Weg nachhause dann den mir schon in Bruchstücken seit Tagen im Kopf herumschwirrenden Text für .txt angefangen zu schreiben und ein gutes Stück geschafft, auch endlich einmal wieder ins Notizbuch.

Aus den Briefen – 6 –

mir ist das zu klein, diese Briefmarkengröße, da kann man überhaupt nichts erkennen ehrlich gesagt. Ich habe trotzdem vorgespult bis zu der stelle, an der das capitol-hochhaus ins bild gerückt wurde, aber ich würde mir eigentlich wünschen diesen film zb einmal in akzeptabler größe schauen zu können.

das ist immer noch eine sache, die ich für ein weitaus größeres wunder halte als das internet in gänze: das ich hier einen sender aus schleswig-holstein empfangen kann, aus wales, aus frankreich, den niederlanden usw. usf.,

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ich werde einmal zusehen mir den termin für eure treppenhauskunstaktion frei zu machen, versprechen kann ich wie immer nichts leider, aber ich nehms mir feste vor.

so ich habe heute meinen schönen freitagabend und meine schreiberei für heute auch bereits erledigt. deshalb habe ich zeit mails zu schreiben und mich den schönen dingen zu widmen. höre steve reichs music for 18 musicians, nachdem bereits pierre favre und sun-ra hier liefen. […] auf die mittelwelle geht es heute wohl nicht mehr. der neue pc stört den empfang leider oder auch zum glück sehr. zum glück deshalb, weil dies dann schon öfter der grund war, die kiste auszuschalten und radio zu hören.

Das innere Bild einer Orange

Es ist so dass nichts geschrieben werden wird über eventuelle Dinge mit Wäscheklammern oder einem abzugslosen Gasofen der in einem Hinterhofhaus stand und steht (worüber sowieso nichts geschrieben werden sollte, ggf.) oder darüber, sich vorzustellen, dass das Radio auf diesem Foto jetzt in diesem Moment genau dort steht, auf der kleinen Komode unter der Dachschräge, genaugenommen wäre es sogar leichter, eine geschlagene halbe Stunde über das innere Bild einer Orange zu meditieren, als sich dass vorzustellen. (Heute ganz leer).

Ereignet sich auch dies in der Pendelbewegung

des tgl. hin-und wieder zurückfahren von der Stadtmitte an den Stadtrand, das hier ausführlicst beschrieben steht, über das hier Fotos und Filme gezeigt sind und auf manchen von ihnen sind Geister zu sehen, und auf manchen von Ihnen sind Geister zusehen, doch das ist was bleibt vom Tag, oft nur die Menschen die ich in der Bahn sehe, die ich manchmal zulasse und oft ausblende, weißes Rauschen oder die Musik, wenn ich mit dem geheimen Buch, sie müssen denken es wäre geheim, oft ist nur schwer auszumachen sie dächten überhaupt etwas, jemals, es ist eingeschlagen (wie eine Bombe) in Packpapier und ist doch keine Bombenbauanleitung (Ach die schönen Blumen!), jedenfalls habe ich es noch nicht herausgefunden, die Sache mit dem Fahrstuhl, obschon ich erst gestern wieder dort im Krankenhaus war, denn es befindet sich ein Geldautomat der Evangelischen Bank ebd., wobei die Konfession der Bank mir herzlich egal, jedenfalls. Worte Schreibmaschine. In der Besuchertoilette ist UV-Licht gehängt, damit die Substanzenthusiasten es sich dort nicht gemütlich machen für ihren Rückfall von der Methadonpraxis ein paar Häuser weiter. Die kurze Strecke Marienstraße Kreuzung Sallstraße Hamburger Allee hin zum Aegi ist mir sehr bekannt geworden, wieder einmal, die schönen Wohnungsfenster mit den anderen Leben dahinter, veröffentlichen.

Lieber K.

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Auf dem Balkon sprießt schon die neue Zwiebel in den unvernünftigen Himmel und Aller Orten wird der Geburtstag von Big Dada gefeiert, als hätten die Herren eines Morgens in den Spiegel geschaut und gesagt „Heute machen wir’s!“. Das erinnert mich natürlich an die schöne Gelegenheit, einen Video2000-Rekorder in die Akademie zu tragen um einen Film zeigen zu können. Ich setze bald wieder meinen Hut auf und wünsche viel Erholung und was auch immer Du suchst in Panama. Ich hoffe diese Karte erreicht Dich vor der Abreise! Liebe Grüße, F.

20160205_174829六字大明咒,这么做可保安康!分享佛法,等于抄经一万次的功德
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丽芸

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Om Mani Padme Hung, so können das Wohlbefinden zu schützen! Teilen Dharma, gleich zehntausend Mal wurde Verdienst kopiert

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Lai Yun

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,ndo Zurück!

Gerade gestern noch, als ich Gaze-Flicken auf ein paar Bilder leimte mit Tapetenkleister. Wie schön es ist etwas zu machen ohne vorher zu wissen, was das Ergebnis sein wird. Wie frei es das Gerümpel im Kopf neu anstreicht in den schillernden Farben der großen Straße!

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我没有冯小兵面子大,算了,以后绝交,再也不要和我联系。

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Ich habe nicht groß Feng Xiaobing Gesicht, na ja, nach der Pause ein, niemals an mich wenden.

Da hier gerade wieder einmal metabene die Metaebene vermessen wird, vermessenerweise

und das reflexhafte Reflektieren über das eigene Schreiben sich ja notwendigerweise immer nur am fremden Schreiben (wie genau lässt es sich unterscheiden?) orientieren kann. Und weil man keinen Satz mit und beginnt ohne besonderen Grund und ich immer nicht dazu komme, mich einmal dazu zu äußern: sei hier gesagt: Ich lese gerade wieder einmal fast von vorne bis hinten die EDIT 68, wobei mich die schwedischen Übertragungen und das Berliner Journal nicht berühren, was nicht bedeutet, dass sie falsch sind. Letzteres schon deshalb nicht, weil Freund K., den ich übermorgen treffen werde, mit Jan Brandt in derselben Klasse war, wenn ich es richtig verstanden habe, vielleicht nehme ich die Zeitschrift dann einfach mal mit, leg‘ sie in den Rucksack zu den fünf Flaschen Bier und frag mich dann wo war ich stehengeblieben?

Wie so oft war ich bei den Schreibungen zuerst skeptisch und sah mich vorsichtig um. Die Gedichte von Levin Westermann fand ich großartig. Er ist an verschiedenen Stellen im Netz zu finden, also Spiegelpartikel von ihm: Hier das Gedicht [im flur], [let A equal acceleration] und hier ein PDF mit einer Reihe von Gedichten. Alle ungelesen verlinkt, so viel Vertrauen hab ich jetzt schon! Dann zum Thema im Netz zu finden, der Text, bei dem ich mir tatsächlich nicht ganz sicher bin, ob er eine Reportage ist oder eine Fiktion, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem und er spielt ja auch ganz bewusst damit — es geht um jemanden, der sich eine falsche Identität erbaut, beruhend auf einem früh verstorbenen Menschen, dessen ungelebtes Leben nun als glaubhafte Grundlage für dieses Experiment herhalten muss. Sehr interessant geschrieben von Andrew O’Hagan, geht es hier um Neben- und Scheinidentitäten. Ich selber bezeichne dieses Blog ja etwa als Fiktion und mich selber auch als erfundenen Menschen. Aber das ist eine harmlose Spielerei und ich bin mir im Klaren darüber, dass wir alle viele sind und es deshalb nichts besonderes ist, wohlmöglich waren wir alle schon immer viele und sind jetzt nur noch mehr geworden, weil sich unsere Wunschvorstellungen im Digitalen leichter verbreiten lassen. Das Lesen des Textes „Die zwei Leben Ronald Pinns“ ist noch nicht beendet. Ich bin auf so merkwürdige Dinge wie Weavrs gestoßen und fand mich auch an die Figur der von Lynn Hershman Leeson zum Leben erweckten Roberta Breitmore erinnert, die ich im Herbst letzten Jahres in einer Ausstellung kennengelernt habe. Schon 1974 ersann die Künstlerin mit Roberta eine fiktive Existenz, die sich jedoch unerkannt in der sog. realen Welt bewegte und hier etwa einen Psychologen besuchte, welcher auch ein Gutachten über ihre Persönlichkeitsstruktur schrieb, ohne das Spiel aufzudecken. Ebenfalls von ihr ersonnen ist die KI Agent Ruby, die sich allerdings von Weavrs so unterscheidet, dass sie zum einen nicht selber das Netz crawlt, um zu lernen und auch keine fremden Inhalte postet bzw. auf sie verweist, um etwas vorzutäuschen. Der Text korrespondiert ganz toll mit „Nach den Spionen“ von Sascha Macht. Überhaupt habe ich wieder einmal den Eindruck, das es sich bei der Ausgabe um eine durchdachte Kompilation von Texten handelt, bei denen der eine zum nächsten in Bezug steht, so etwa die in Marie Gamillschegs „Wenn sie kommen“ beschriebenen jungen Menschen aus der Stadt, die erstaunt auf eine ihnen fremde Welt schauen, mit dem subjektiven Blick, der in den nachfolgenden und wie schon gesagt ganz tollen Gedichten von Levin Westermann beschrieben wird.

Das dialogische zwischen den Texten ist mir bereits in der Ausgabe 66 aufgefallen, dazu liegt auch ein Entwurf hier bereits bereit, der allerdings vermessenerweise mit einer Reisereportage in Verbindung gebracht werden soll, die einfach noch nicht fertig ist. Dies einfach aus dem Grund der subjektiven Wahrnehmung, dass nämlich das auf der Reise Erlebte ganz erstaunlich und synchron zu dem Gelesenen sich hinzufügte. Aber wenn Zeit eine Rolle spielen würde in diesem Blog, gäbe es es nicht mehr.

„Wie ich eine Lila Krawatte wurde“

Nichtsdestotrotz aus der Nase fließt kein Honig! Auch im Cloudordner liegt ein Ordner „_text“, worin sich schon wieder diverse Dateien befinden, die alle zu diesem riesenhaften Zettelkasten gehören, die einmal ein eigenes Bewusstsein entwickeln wird, wenn nur an den entscheidenden Stellen entsprechende kleine Schalter eingefügt werden, die nicht viel mehr machen müssen als ein Transistor jemals erledigt hat, vermutlich.

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Aber kann das so hier raus? Eben hatte ich hier den Text einer Datei eingefügt und den Finger schon am Knopf, aber es war ja so nicht gedacht und daher. Und wenn ich es jetzt hier veröffentliche muss ich es dort immer löschen, damit ich mich nicht anderntags wieder an der Vorratskammer bediene und Dinge zwei mal erzähle. Das wär dann ja der gefürchtete duplicate content. Die Pest.

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# Auf dem Weg zum Supermarkt Schmalhans getroffen. Ärgerlich.
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# Die Wohnung mit dem runden Turmerker, gegenüber von dem Hotel, ganz oben: Wie es dort wohl sein mag. In der selben Häuserzeile, ein paar weiter: Auch ganz oben: Wohnung zu verkaufen. Sofort die Szenarien, was dort anzustellen wäre, in einer solchen Wohnung, oben über den vielen hundert täglichen Autos. Ein ganz anderes Leben natürlich;
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# Am Nachmittag auf dem Stadtplan entlanggefahren mit dem Mauszeiger und die Ferne wehen gehört.
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# Auf dem Rückweg, das Busdepot, was davon zu halten ist; An der Einfahrt steht eine rechteckige Säule mit einer Uhr, eigentlich zwei Uhren, zu zwei Seiten gerichtet: Die eine geht falsch.
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[_wohnungeninhaeusernanderstrasseundso.txt]
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Ein Nachtteil: Durch das hin- und hersynchronisieren (siehe auch der Untertitel dieses Blogs, der immer noch besteht)(23:10 28.01.2016) lässt sich das Datum der Dateienn im Cloudordner nicht mehr feststellen. Sie haben alle den 6.10.2015 als Erstelldatum, nach 20 Uhr wenn ich es richtig sehe. Die meisten Dateien haben aber, ich denke weil ich die Ahnung hatte das es ein weiterwes Journal ist, ggf., das Datum ihrer Erzeugung im Dateinamen, wie etwa „2010-11-12und wieder eine tour.txt“:

[2010-11-12und wieder eine tour.txt]:

Und wieder eine Tour um den Abschiedsplatz herum, doch der muss noch warten.
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Der Mann in der Bank mit der Modefarbe Lila Krawatte. Als wäre ich der Herr Bankräuber, will es mir scheinen, ich war doch nur zu blöd die verschieden blauen Karten auseinander zu halten. Die Freiheit nehm ich mir. Zynische Slogans 500.
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In der Bibliothek; Drei Jura-Studenten bemerken eine, denken sie, Germanistin, und fangen auch gleich an von dem Film „Das Piano“ zu reden mit großem Getöse.
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Stock 3. und 4. macht erst der Nikolaus wieder auf. Das eine Buch steht auch noch in der Sowi-Bibliothek im Theodor-Lessing-Haus. Heute ist eine Delegation Gymnasiasten vor Ort, sie tragen Plastikschildchen am //Revers// auf denen steht „Labor Politik“ und ihr Name. So wie es auch die Großen machen. Man ist was auf dem Schild steht. Gegessen wird was auf den Tisch kommt.
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Dort wo früher das Café Callin drin war ist jetzt eine ein Coffee-Shop. Glatte Oberfläche eines Flachbildschirms, hoch glänzender Farbbrei schwimmt darin, im Zeitungsständer der //Playboy//. Die Sandwiches die ich kaufe sind trotzdem lecker.
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(Vorab, zwischen: Der Radweg durch den Park, wie das unsere wege waren und nicht mehr sind, die gelben Blätter auf dem Boden)
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Im Copy-Shop belehrt man mich eines besseren. Im nächsten riecht es nach Ozon und mir wird ganz duselig als ich den Reader für Dich bestelle. In einem Aufsteller das Programm des Kinos neben dem besetzten Haus, wo mal der Projektor kaputtging während einer Vorführung, weil ein Experimentarfilmer einen Knopf auf den Streifen genäht hatte.
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„Wie ich eine Lila Krawatte wurde“.

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Aus den Briefen — 5 —

(Diese Sache mit dem tgl Schreiben) funktioniert recht gut, auch wenn tatsächlich Texte von sehr unterschiedlicher Güte dabei herausspringen, ganz subjektiv gesprochen. Vielleicht werde ich auch noch den einen oder anderen löschen obwohl. Hier und da geht es auf die Meta-Ebene, wie jetzt hier auch. Ich hatte noch Fragmente bei Pastie deponiert, aber der Dienst ist seit ca. 36 Stunden offline und ich erreiche meine Notizen nicht. Auch das ist ein Resultat der fragmentierten Textarbeit, die winzige Pausen nutzen muss um Notizen schnell irgendwo hin zu schreiben. Auf Bons von der Mensa bspw. oder in einen digitalen Aufbewahrungsort für schnell zur Verfügung zu stellende Textteile. Häufig auch von sog. Programmierern oder für Wegweiser ins Darknet genutzt. In der nächsten Runde werde ich aber vom tgl. Veröffentlichen und ausschließlichem Ins-Blog-Schreiben Abstand nehmen, um mich auch mal den längeren Texten widmen zu können.

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Der Drucker ist vom Seidenpapier befreit, mittlerweile. Hier bin ich dann auf dieses Projekt gestoßen, bei dem ich vielleicht ebenfalls einfach mal mitmache. Unbekannterweise. Aber ein Grund mehr, die klammen Finger über die Tasten Stolpern zu lassen, immer gerne Gründe. Das müsste auch alles einmal gelesen werden. Ein Freund von mir schrieb neulich in einer Postkarte,: //Insgesamt aber wird zuviel geschrieben und zu wenig gelesen. Vielleicht sollte jeder Mensch nur ein Buch schreiben dürfen//. Besonder schön, dass er das „S“ in seiner sehr kleinen Druckschrift, in der er möglichst viel Text auf den dafür vorgesehenen Teil der Postkarte presst, auch wie ein B aussehen könnte. So steht dort, wahlweise: Leben/Lesen.

lesenleben

Ich muss auch noch antworten, bald, wir sind schon eine Postkarte und mehrere Reisevorbereitungen weiter und ich möchte K. noch einmal erreichen. Hier sind mögliche Postkarten:

Zischen der Zeilen

Zischen der Zeilen

Helle Aufregung 780 KHz

Helle Aufregung 780 KHz

Die so peu à peu fabriziert werden.