Raufrunterkunst in Limmer

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Kunst im diffusen Licht, Kunst in der Dämmerung im Treppenhaus, Baustellenstrahler 100 Watt auf dem Dachboden. Geht gut, wie jetzt gerade in Limmer gezeigt wird. Da wird zur Zeit ein Wohnhaus zur temporären Galerie umgenutzt, und zwar noch bis zum 16. April. Im Treppenhaus, auf dem Dachboden und in drei Wohnungen hängen Werke von Ralf Bednar, Iris Schmitt, des Künstlerduos EX+, Nils Schumacher und Meike Zopf.

Die Straßenbahnhaltestelle ist die Wunstorfer Straße und fast direkt dort ist es dann auch. Am Mittwoch gibt es auf dem Dachboden eine Lesung mit u.a. Stefan Heuer und zur Finnisage am Samstag ein Hinterhofkonzert, Flohmarkt und alle Bilder ein letztes Mal in dieser Zusammenstellung zu sehen. Das ganze Programm usw. ausführlich auf der Facebookseite. Dort auch viele weitere Fotos von der Veranstaltung, dem Eröffnungskonzert und so.

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14 Jahre Internet umsonst!

War heute ostersamstag.

Dieses Blog sagte „hello world“, auf seine Weise. Hat seitdem die Sachen immer auf seine Weise gesagt. War nie etwas anderes und hat sich nie verkauft. Nicht an Google und nicht an’s Geld. Ist ein paar Metamorphosen durchgangen, was die äußere Gestalt betrifft, hat sich der Mode ein wenig angepasst. Fing damals auf blogger.com an, ohne Kommentarfunktion und tatsächlich mit Gästebuch, wenn ich mich recht entsinne, wohin von jedem Artikel aus verwiesen wurde, wenn ich mich recht entsinne. War selbst gehostet, auf coderwelsh.de, wie auch heute noch — damals im Unterverzeichnis /blog. Von der Blogplattform aus wurde die ebd. generierte Datei via ftp-Zugang zum Webspace transferiert. Hat manchmal ganz schön gedauert, insbesondere in der Zeit, in der ich zur Zwischenmiete im damals noch internetlosen Haus meiner Eltern wohnte und ebd. eine alte AOL-Test-CD („50 Stunden Internet Gratis!„) mit meinem alten 14.4er Modem runterspielte bis keine Minute mehr übrig blieb.

[Gesten] [2]

Der Vogel singt heute oben auf dem Stahlträger.

Ich sitze ganz vorne und kann aus dem Frontfenster der Fahrerkabine auf die Schienen schauen. In der scharfen Kurve zwischen Feldbuschwende und Brabeckstraße, in welcher die Waggons immer ein wenig ins Schaukeln geraten, sehe ich den Fahrer, er streicht bedächtig mit Zeigefinger und Daumen den Kinnbart, wieder, wieder, wieder.

Am Vahrenwalder Platz, ein dicker Mann, dessen Anorak auf halb acht über die Schultern hängt, führt den Zeigefinger zielstrebig an das untere Licht der Fahrradampel und berührt es mit Nachdruck. Glückliches Lächeln. Das wäre dann erledigt. Eine Frau fährt vorbei mit einem Kind auf dem Rücksitz des Rades, es spielt mit einer leeren Brötchentüte.

[10.3.2016]

Empfangsbericht (4)

Am letzten Sonntag auf der Kurzwelle klassische chinesische Musik gehört o.ä. und dabei gemalt o.ä., es war sehr beeindruckend wie es sich immer weiter hineinsteigerte und garnicht nachlassen konnte, Kilohertz weiß ich nicht mehr, der Skalenstrich kurz vor der 10.0 aber was das heißt. Es war wohl eine der KW-Stationen, die die einheimische Bevölkerung unterhalten und ermuntern sollen. Dafür jedenfalls wurde der Kurzwellenrundfunk erfunden.

Bäume auswendig lernen

Aus der Aktiengesellschaft heute wieder einen kleinen Stapel Wellpappe mitgebracht, DIN A4, da werden neue Bilder gemalt um die Zeit zu verschwenden denn was sonst wäre damit anzufangen, um einen Kontrapunkt zu setzen. Diese Einlegerpappen werden genutzt, um die kostbare Fracht an Druckerzeugnissen zu schützen, die u.a. ich mit Gebrauchsprosa betexte. Schaue dort auch in die Wertstofftonne ob ich etwa Luftpolsterfolie dort bekommen kann, die ist bei mir auch beliebt.

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In der Bahn reden zwei Frauen, die eine war nur Anfangs zu hören:

„Und habt Ihr dann noch über das Thema Hobbies gesprochen?“
„Ja. Er macht jetzt einen Jagdschein“
„…“
„Ja weiß auch nicht was er im Moment hat“.
„…“
„Ja ich hab‘ mich auch gefragt ob er weiß was er da alles machen muss“
„…“
„Ja Bäume auswendig lernen und sowas“

***

Dein Vogel begrüßte mich heute Abend in der späten Dämmerung, hatte er sich den höchsten Giebel ausgesucht.