architekturwettbewerb »dystopisches bauen«, 1. platz

ein verbogener, rostiger zaun, dahinter steht ein vermutlich unbewohntes haus. der boden ist schlammig. die morgensonne scheint ein wenig durch ein gelbes schild hindurch, auf dem steht

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wir bauen an unserem schönsten dystopia im verlorenen land zwischen müllverbrennung und moor. die punks sind fort und mittlerweile auch der eine hoffnungsvolle bauwagen, der stehen geblieben war. an seiner stelle stapeln sich nun zweistöckig ausrangierte wohncontainer. an einem steht „container 1 2300 c“, an einem anderen „not an entry“. einige paare schuhe sind in den zweigen der bäume hängen geblieben und einige dämonen wohl auch. neue sind hinzugekommen, davon ist auszugehen

Blick über ein Zaun und einige Büsche, Wollgras vielleicht. Diffuses Gegenlicht. Unordentlich übereinandergestapelte Wohncontainer, die aus einer Flüchtlingsunterkunft oder von einer Baustelle stammen und jetzt ausgedient haben, sind hinter dem Zaun zu sehen.

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EIn verbogener, niedergedrückter Zaun aus einer Bewehrungsmatte im Vordergrund. Stachelig anmutendes Gestrüpp. Ausgediente Baucontainer oder Flüchtlingsheimcontainer im Zentrum des Bildes. Im Hintergrund ein Baumwqipfel in der frühen Morgensonne. Frische Frühlingsluft und Vogelzwitschern, ein Rotkehlchen wohlmöglich.

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EIne schlammige Fläche. Fahrspuren von schwerem Gerät, Bagger oder Traktor. Der Boden ist feucht. Am Ende der Schlammfläche stehen verwahrlost wirkende, nicht mehr bewohnte Container, die von rechts von der Morgensonne beschienen werden. Dünne Leitungen einer Hochspannungstrasse am blassblauen Himmel. Rechts und links der Container ragen die Zweige von Bäumen in die frische Luft, noch unbelaubt und feingliedrig.

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Zufallsaufnahmen (1 und was es ist)

eine unscharfe aufnahme. auf einem tisch liegt eine lesebrille, eine butterdose, ein honigglas und ein kleines glas mit schraubdeckel sind zu sehen.

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ein hochkant abgestellter fahrradanhänger. ein schwarzer schuh auf dem gehweg.

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eine schreibtischlampe, von oben aufgenommen. schreibtisch mit diversen utensilien. eine tastatatur, ein abgeschalteter monitor.

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ein schwarzer schuh auf einem gehweg. schatten und sonne.

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(mehr oder weniger) zufällige augenblicke. entstanden nachdem ein foto gemacht wurde und dann das kameraprogramm nicht abgeschaltet worden ist. der augenblick hängt im speicher fest, aber ist nur durch einen screenshot konservierbar. das sind diese bilder. langweiliges zeug. hat vielleicht etwas zu tun mit der videosammlung über das erinnern.

Schiffnamen 18

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Nicole Burmester, Lindener Hafen [17.5.25]

(Während ich das Foto mache ist ein Bass zu hören, ganz in der Nähe eine Veranstaltung mit elektronischer Tanzmusik. Es ist ein Wetter kurz vor dem Regen, auffrischender Wind. Auf der Limmer gibt man sich unbeeindruckt und sitzt draußen. Ich hebe noch Geld ab, im Automatenraum hat jmd. eine Bierflasche stehen gelassen, 1/3 gefüllt. Dann an der Faust vorbei zurück in Richtung Nordstadt.)

Wo hatte ich den Gedanken verloren?

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Über den Bahnhofsvorplatz wehen Nebelschwaden. Von Laternenpfählen aus schielen Faschisten hohläugig auf die Macht. Die Feinde der Menschheit bündeln ihre Kräfte. David Lynch ist gestorben. Hat er’s auch hinter sich, bevor alles noch viel schlimmer wird. Das Wetter ist ganz nett, von der Witterung her gesehen. [17.1.25, ca.]

Nachtragungen aus den Tagen

Aufschrift auf einem Transparent an einem Zaun in Altwarmbüchen: »Gans to go: GAN„S“ EINFACH ZUHAUSE GENIEßEN“«. Schneeregen. [19.11.24]

Am Abend leichte Hoffnung, selbstverständlich vollkommen unbegründet, aber wie ein kleines Summen in der Luft, welches zwischen den einzelnen Regentropfen schwebt. Die Lichter in den Fenstern immer und immer. [28.10.24]

Heute erster Bodenfrost, Nebel über dem Kanal und See. Keine Handschuhe, dünne Schuhe, aber nicht schlimm gefroren. [15.10.24]

»Schon in ihrer frühen Schaffensperiode hatte sie sich auf das Fotografieren von Regenbögen mit Schwarzweiß-Filmen spezialisiert«. [11.10.24]

Heute drei Enten im Schwimmbad, die unbeeindruckt am Rand des Schwimmerbeckens schwammen. Die Leute vom Schwimmbad haben sie dann mit Futter aus dem Wasser und in Richtung Wiese gelockt. [4.9.24]

Hier entsteht der Skulpturenpark Kirchhorst

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Mit feuchter Kälte vollgesogener Morgen. Ein Schwarm irgendwelcher Vögel am Himmel über dem Caravan Center. Von der ehemaligen Wiese riecht es nach Mörtel. Wie sehr wäre es zu wünschen, die subversive Dorfjugend würde hier ein Schild aufstellen »Hier entsteht der Skulpturenpark Kirchhorst«. [18.1.24]