





Author: fabe
//Der Großteil der Handlung spielt im Jahr der Inkontinenz-Unterwäsche//
Dieses Buch von Foster Wallace zu lesen begonnen, auf der Zugfahrt an die Nordsee, immer abwechselnd mit LTB 441 „Der einsame Wächter“. Jetzt ca. auf Seite 80, Lustiges Taschenbuch ist ausgelesen allerdings. Heute morgen die fiktive Filmographie durchgelesen, enthalten in den ca. 50 Seiten Anmerkungen am Ende des Buches.
Hier ein paar Links die vielleicht. Auch hier. Jetzt gleich den Bus nehmen zum Stadtrand.
Das Foto, das ich nicht mache,
vom kalten Wind und davon, wie die Stadt von meinen Schultern fällt, an diesem merkwürdigen Ort, einer vergessenen Flucht auf die Weiden, Im kleinen Freien. auch nicht von der Krähe, die sich aus dem kahlen Baumwipfel steil hinunterfallen lässt, dem Bussard, der dahinter in Richtung der Heuwiesen fliegt. Die Stadt, die verschwindet und mit ihr die Amazonen auf Drohnen, die sie durch die Wolken steuern, die wir mit Worthülsen füllen, Trugbildern und Kuckuckseieruhren, die Zeitmesser uns zu schlitzen. Das Foto das ich nicht gemacht habe von der Wäscheklammer, die ich an den Weide-Stacheldraht geklemmt habe, im Sommer im Sommer, vor Wochen und Monaten. Sie ist noch dort. Am Abend gehe ich, den ungenutzten Schirm in der Hand, durch den Regen, fahre ich mit der U-Bahn in die Stadt hinein und lasse mir von einer Chinesin die Haare schneiden, die Ling heißt. Freitag soll es Schnee geben.
[Rahmenhandlung]
Der Rasen im Park erinnert sich noch an die Schneemänner vom letzten Winter
Ein Monat
In einem Schaufenster gesessen und Bier
getrunken den letzten Samstagabend. Leute kamen und gingen und ein paar von denen kannte ich aber längst nicht alle und vielleicht vom sehen. Nun einmal schaue ich was sich im Speicher gesammelt hat über die Weile. Dann geht es hier weiter. So ist das hier: Der Text ensteht nun Stück für Stück wird aber immer veröffentlicht zwischendurch. Andere Fotografien wären dem vorzuziehen, wollte ich kronologisch sein, was noch nie der Fall gewesen. Kronologie ist eine Menschenerfindung (werden sie fragen: wo ist der Unterschied zu allem Überfluss, zu allem Andern..?) und zwar mit Recht. Den Schlüssel für den Videoupload vergessen. Heute bei der Arbeit gewesen.
Ohne Titel 1 from fabe on Vimeo.
So warten wir bis die Herrschaften Maschinen denn nun einmal sich genötigt fühlen, ihren Aufgaben nachzukommen. Jemand aus dem Netz der Niedersächsischen Landesregierung hat sich heute 5 Minuten lang meine offizielle Seite angesehen. Startseite Projekte Text Print Audio Print Audio Kontakt (unergründliche Pfade). Mit dem demnächst verbotenen Linux, btw.. Revisionen: 19. Ich Morgen allerdings ist auch noch ein Tag, wird gemunkelt.
Der jetzt ist die Wäsche dampft auf dem Stuhl auf dem Balkon als ich sie aufhängen möchte eine SMS erhalten die fast ein kleiner Brief ist (=sein könnte). Die Zelte abbrechen und die Brücken brennen lassen. Am Samstagvormittag sind spärliche Ideen. Am Samstagvormittag geht es dann raus in die kalte Novemberluft und die Temperaturanzeige an der Apotheke an der Ecke zeigt 4 Grad Celsius an, was auch noch nicht gerade viel ist, und am Blumenstand sehen wir einen kleinen Hund, der auf eines der am Boden ausgelegten Adventsgestecke pinkelt und müssen sehr lachen deshalb. Gestern also recht gehabt und heute ist ein weiterer Tag, allerdings schon bald die Sonne wieder unter geht. Der Bart juckt und das Essen in der Pfanne, eine Liste gemacht und Lebkuchen gekauft. Das war eines der Worte: Lebkuchen, ich brachte es überein mit dem Leben und Kuchen und es war dann Kuchen der zum Leben gut ist, Weihnachten jeweils kam eine blecherne Kiste an mit vielen Sorten davon, der Vater macht das Paket auf, trinkt den dunklen Tee aus Assam. Der Fernseher war schwarz/weiß und ein wundervolles Ding, das zu bezaubern vermochte, verglichen dagegen mit heute. Wie kommt jetzt der Fernseher hier rein?
Und nun ist es wieder dunkel. Im Park gewesen zwischen den Birken gestanden, Birkenrinde, Zucker und Teer, die Luft ist der ganze Herbst und an der Ferdinand-Wallbrecht-Strasse die Bäume, sie sind schon ganz ohne Laub.

Tage später. Immer noch keine neuen alten Photographien hier eingestellt. Warte auf den Schornsteinfeger, vielleicht bringt der ja einmal Glück. Nachdem es nicht einmal die Winkekatze zu mir geschafft hat, die ich neulich kaufte, obgrund allgemeiner Verplantheit andererseits. Wahrscheinlich hat er wieder keine Leiter dabei, und muss sich eine von mir schnorren. Steht in der Küche. Gestern begonnen, einen Text von einem Freund zu lesen. Titel: Die neue Mobilität. Veränderte Wahrnehmung durch neue Verkehrsmittel in den deutschsprachigen Romanen zwischen 1918 und 1933. Bin schon gespannt was er zur Autojagd im Steppenwolf schreibt, an die ich so oft denken muss, insgeheim, wenn Nachts die Primatenmännchen in ihren motorisierten Prothesen die große Straße mit der Rennbahn verwechseln. Wir müssen die Welt vom Benzingeruch befreien..
Kein bißchen Ruß an den Händen, der Mensch. So wird das nichts. Derweil ist nun bereits der Donnerstag und die Woche vorbeigerauscht. Kann ich hier einen Punkt machen
Im Sinne der Gerechtigkeit der Dinge und also
einer besseren Verteilung der Schlagworte in ihrer Wolke, dort an der Seite, muss ich also in Zukunft mehr über Bäume schreiben. Für’s erste. Trying to remove a child that doesn’t believe we’re it’s parent.
Ich bin zu unorganisiert, um unorganisiert leben zu
können und so geht alles einen halben geregelten Gang runter und das Kraut wächst in den Fugen, während der Herr Direktor-Stellvertreter noch mehr Roundup bestellt bei Amazon auf’s Geratewohl. Aufs Dach auf dem der Baum jetzt immer noch wächst steigt er aber nicht, er gibt es den Kindern gerne zum Essen, auf Umwegen zwar, jedoch überdosiert und unverdünnt. So also kommen die Worte zusammen und werden zu Sätzen und die erscheinen auf den Seiten der Bücher und Hefte, die mit unterwegs sind, dort stehen sie dann und stehen für sich. Ist aber schön geworden, Ihr Garten, Herr Weber, wenn man denkt wie das alles aussah hier! Dies nur zur Erklärung. Wir dürfen die Sprache nicht von den Maschinen zerstören lassen: Junge erfolgreiche lachende Frauen mit Laptop Computer.
An manchen und diesen Tagen wächst mir der Bart im Sekundentakt, in 24 Einzelbildern; die spezielle Traurigkeit des vietnamesischen Imbiss »Miss Saigon« mit der Leuchtreklame im Fenster: Mittagessen 4,90€. Auch: das Mädchen in der schwarzen Kleidung, mit dem Blumenstrauß aus dem Supermarkt, auf dem Weg zum Friedhof Seelhorst. Überfüllt mit Text ist der Kopf. Sehnsucht nach
dem Klang entladener Batterien, die die Musik im Ohr langsamer und langsamer werden lassen, bis schließlich der Motor den Transport des Bandes selbst nicht mehr schafft. Das gibt es nicht mehr. Unter der Knechtschaft von 0 und 1 ist entweder Musik da, oder nicht. Manchmal stelle ich absichtlich einen verrauschten Sender im Radio ein. Natürlich wäre es auch möglich, eine Sammlung von Aufnahmen zu machen, die dann später, wenn es analoges Radio nicht mehr gibt, gehört werden können. Aber es wäre ja nicht dasselbe. Das kann niemals dasselbe sein. Es wäre Simulation.
Die Grillparty in Andorra, das Orakel von Omaha. Die alte Socke und der McDonalds-Ketchup im Rucksack, als ich zur Arbeit fahre: [an diesem brombeerfarbenen grauen Morgen]. Manchmal stelle ich mir eine Welt vor, in der all das Vergangenheit wäre, zum Beispiel Ketchup in kleinen Plastiktüten, Coca Cola und RTL. Den Fehler wegmachen oben im Kopf.
Im Drogeriemarkt, am Abend, der Rollstuhlfahrer, der sich vordrängelt und sich gleich entschuldigt, sich ja aber doch jetzt vorgedrängelt hat, das kleine Kind fragt die Mutter „Mama was hat der Mann?“ und der Mann sagt „Weißte was mit mir passiert ist? Ich bin bei Rot über die Straße gegangen, weil ich dachte ich müsste nicht kucken und kann das machen. Das ist mit mir passiert. Und dann ist ein Lastauto gekommen und hat mich umgefahren, das hab ich nicht gesehen, deshalb darf man nie bei Rot über die Ampel gehen!“.
Immer und immer wieder: Stockholmer Allee, der Blick über den Kronsberg, die Windräder, der Blick nach Innen (der Blick zurück: in der Wohnung meiner Oma, Schlafzimmerfenster im 7. Stock, sie zeigt mir jedesmal wo der Kronsberg ist, daneben der Türm der Messe mit dem stilisierten Neon-Hermeskopf oben auf der Spitze und der Schnellweg am Abend mit den vorbeifahrenden Autos, auf dem mein Vater immer noch einmal die Lichthupe betätigt hat, weil wir wussten, dass sie jetzt am Fenster steht), der Blick, weil des Name das bewirkt, nach Schweden, also in Richtung der Vorstellung, die es davon gibt, die Gedanken, die nacheinander angehen, die inneren Bilder der anderen Sehnsuchtsorte, die nur in der Vorstellung existieren, wie die Lichter einer Kette, die anderen Leben, die vielleicht doch möglich wären, die am Abend hinter den erleuchteten Fenstern passieren (und wenn dort nur jemand fernsieht). Am Mittwoch Abend aber beim Friseur gewesen und dann zusammen die Lister Meile hinunter gelaufen, der Mann im Dönerladen an der Kreuzung Lister Meile / Wedekindstraße / Celler Straße, wo wir zu Abend essen, spendiert uns noch einen Tee als ich gerade zahlen möchte, wir sollten doch noch Tee trinken, er habe gerade welchen gemacht, dann trinken wir noch Tee und die Puzzleteile schieben sich wieder ein wenig näher aneinander und die Stadt ist freundlich zu Dir und mir im frühen Herbst, an einem Abend um kurz vor sieben.
Hab Herz und Taschen voller Kastanien, auf dem Friedhof gesammelt und vor dem Hotel, zwei auf das Grab hingelegt, eine für Dich und eine für mich.
Notizen zu längst vergangenen Reisen,
die in der Gruppe unternommen wurden, unsere Abschlussfahrt nach Lettland und Estland und Finnland, das wäre auch mal ein Oktavheft wert – kaum Fotos aus der Zeit, wenig Erinnerungen, es war großartig und wir haben sowohl mit Esten als auch mit Russen Wodka getrunken, die Marke mit dem rot gerahmten Etikett und der Fabrik mit den rauchenden Schloten in grau, oder selbstgebrannt, der Feuer fing, wenn man eine Flamme dran hielt. Oder waren es Letten und auch Esten, keine Russen? Überall konnte man holländische Limonade kaufen in bunten Farben, die nach Himbeer (rosa) oder Kiwi (giftgrün) schmeckte und die wir mit Wodka mischten oder auch so tranken. Es gab keine Mobiltelefone und kein Internet und die Welt war riesengroß. Leider keine Notizen zu diesen Unternehmungen, ich dachte ja, dass es eine Leichtigkeit sein würde, später (also jetzt) alles noch zu erinnern, weil es bedeutend war.











