Die Texte in dem einen Ordner sind

merkwürdig formatiert oder sie stammen aus den Zeiten, in denen ich ein Chinese bin. Was hier und da durchaus vorkommt. Ich werde sie jetzt also auf einen Speicher kopieren und noch einmal den alten PC, der noch unter dem Schreibtisch steht (und warum sollte er dort auch nicht stehen bleiben, ich brauche ihn u.a. um Disketten zu beschreiben), jedenfalls werde ich also die Dateien dorthin kopieren und ebd. öffnen, weil sie größtenteils auf diesem Gerät entstanden sind und mMn. doch wohl eher nicht auf Chinesisch geschrieben wurden. Am Montag, glaube ich, die Filmrollen von der Winterreise endlich im Drogeriemarkt abgegeben, der Schwarz/Weiß-Film braucht jeweils länger zur Entwicklung. Heute Rahmen gekauft zwei große zwei kleine und weitere Pappeinleger aus der Aktiengesellschaft mit nachhause genommen. Es wären Postkarten zu schreiben und Briefe und Disketten zu bespielen mit 300 Zeichen langen Texten für eine weitere Idee die im Kopf herumspukt und damit zu tun hat, was mir im Kopf herumspukt. Ein kleines Radio besorgt für den nächsten Urlaub, nur um zu hören, welche Sender dort empfangen werden können auf der Mittelwelle (wie der Mensch langsam immer wunderlicher wird und anfängt mit den Raben zu sprechen und mit sich selbst, ggf., im Supermarkt), wie

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David Foster Wallace: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich"

Dieses Buch wurde mir mit Enthusiasmus von Freund K. angetragen, der in diesen Fragen mein vollstes Vertrauen genießt. Allerdings war ich etwas erstaunt ob seiner Inhaltsangabe die sich ungefähr so anhörte: „Das ist so ein Typ der is Journalist oder sowas, der beobachtet so super, lies das mal das wird Dir gefallen. Der hat vom Harper Magazine so eine Luxus-Kreuzfahrt bezahlt bekommen die haben gesagt „Das was Du schreibst gefällt uns gut, mach da mal was wir zahlen die Reise“. Das Buch geht um die Luxuskreuzfahrt“

Ich war ja skeptisch. Zunächsteinmal weil sich dies Werk eigenmächtig nach oben auf den Bücherstapel gedrängelt hatte. Und dann war ich mißtrauisch weil ich dachte „Wie leicht ist das denn, sich undercover auf so ’nem Luxusliner einnisten, schön alles bezahlt bekommen und dann über die Menschheit herziehen.“ Das dauerte ungefähr die ersten 50 Seiten an und wurde verstärkt durch Foster Wallace’s Marotte ungefähr die Hälfte des Textes in ellenlangen Fußnoten unterzubringen.

Aber dann hab ich die Selbstironie entdeckt, mit der das alles geschrieben ist. Und mußte mich beim Lesen im Bus zurückhalten um nicht allzu laut zu lachen. Wie dort die entmündigende Entspannungsoffensive der Kreuzfahrtgesellschaft beschrieben wird, das klinisch reine Schiff in strahlendem Weiß, die 5 Mahlzeiten pro Tag + Roomservice. Und trotz der Unbarmherzigkeit mit der die merkwürdigen Verhaltensweisen der Kreuzfahrer auf’s Korn genommen werden nie unter die Gürtellinie gehauen wird (naja, 1 – 2 mal, aber dann haben die Betroffenen das auch wirklich verdient (z.B. der Oberanimateur nebst Ehefrau, man stelle es sich vor)). Und zum Schluß hab ich ihm sogar die Fußnoten in den Fußnoten verziehen.