incl. zweier hubschrauberlandeplätze die (auf ufos warten) (die betonblütenöffnungen (riesenhaften) gen himmel) entgegen) und jahre später viel mir bei betrachten eines filmplakates sofort ein: der zementgarten jedenfalls: die brücke wird nun abgerissen, ein stück stadt-identität verschwindet, dabei wurde mir die ja eh vom fernsehen geklaut, ein stück heimat macht platz (wie ein lieber alter hund) + macht platz für etwas, dass schöner glitzert im sonnen licht und auch bei bedecktem himmel, den sie hier doch nicht wegretuschieren können. so nur phantomschmerz bleibt. wenigstens habe ich nun den konstruktivismus verstanden.
Neue Heimat
= das ½ leben!
heute
unterbrach ich meine wissenschaftliche tätigkeit, die sich insbesondere und hyperdisziplinär (sic!) mit den literaturwissenschaftlich relevanten gebieten der chaosforschung befasst, was mal eben eigentlich alle gebiete der literaturwissenschaft betrifft, aber egal, aufgrund des wunsches meiner liebsten, der sehr nach „auf der wiese sitzen, bier trinken, livemusik hören und vielleicht dann noch tanzen und umsonst“ war, um dem „festival contre le racisme“ beizusitzen auf der wiese. bevor wir uns noch entsprechend in der hintersten reihe platzen lassen konnten traf ich einen aus dem iran stammenden techniker von radio flora, der, rein zufällig dort anwesend, meine anwesenheit ebd. im sinne von involviertheit, legitimierte. was uns beiden herzlichst scheissegal war. er kannte mich auch zunächst garnicht, weil mein bart verschwunden war nach unserem letzten treffen, und wir sehen ja eh alle gleich aus für die. ich habe jetzt eine halbe stunde dafür verwendet, den link zu suchen, habe den nicht gefunden und bin mir trotz dem sicher, rosarauschen.tk, der dort mit laptop etc. auftrat, hier schon einmal erwähnt zu haben. auch egal. putzig fand ich den exil-kubaner, derjenige besoffenerseits den (ich glaube aus kenia stammenden) ausländer innen sprecher vom asta mit rastafari-vokabular zu beeindrucken versuchte, womit dieser, obwohl er sich mühe gab und einen äußerst dunklen teint zutage trug, nichts anfangen konnte. tja.
mir ist das alles egal.
heute:
leicht verpeilt in der bibliothek auf der expo, auf dem hinweg in der u-bahn der jungspießer mit seinen karteikarten, noch schnell die klausur auswendig lernen, auf dem rückweg die starkverschleierte muslima, lesend, die religiöse ausgerichtetheit ist natürlich ein vom äusseren anschein geprägtes vorurteil, der gegenüber sich dann eine wenig verschleierte tussi hinsetzte, knistern lag in der luft, die tussi stieg an der nächsten station aus, woraufhin: sich eine ebenfalls kopftuchtragende, aber dazu einen anzug mit dicken schwarzen streifen auf weissem untergrund sowie sunglaces auf dem kopftuch, hochgeschoben, die dann tatsächlich ein faksimile las, von rechts nach links. viel mehr knistern.: offensichtlich westlich-orientiert, aber kulturbewusst vs. fundamentalistisch, und dazu die um einige nuancen dunklere haut der hosenanzug. tragenden. am abend dann, nachdem ich erst den boss mit hometown in einer dokumentation zu barack obama hörte (die probleme mit der weissen arbeiterklasse) dann direkt, ein paar minuten später, ein amerikanischer sportwagen mit bis zum mittelsteg offenen flügeltürenfenstern, airbrush-lackierung, eben dieses lied. nur eine weile später die ganz klassisch deutsch-türkisch (violettes ganzkörpersackgewand, kopftuch) angezogene dame, einen roulator vor sich herschiebend, in zwei metern abstand hinter ihr(!) ihr ebenfalls anatolisch-metropol (anzughose, meliertes sacko, rasierte haare + vollbart) erscheinender gatte. sie setzten sich, offenbar erschöpft, auf die treppen des aufgangs zum (ehemals türkis-violletten) bürohauskomplex.
man muss nur genau hinschauen.
…
da sieht man den drei jahre nicht, denkt er wäre vielleicht in eine andere stadt gezogen, dann joggt der plötzlich an einem vorbei und ruft hallo, und heute geraden eben, drei tage später, bei plus packte ich meine drei einkäufe ein, geht er da in business-suit vor dem fenster vorbei incl. kompagnon. & cie. haben sie wohl im auto gelassen?
die sich überlagernden ebenen
dieser vielschichtigkeit, und, hier schichten sie sich, auf meinem bildschirm, tatsächlich uebereinander. schöne neue welt, welcome! solang das kleine kleine (x) in der rechten oberen ecke. ich aber nun hier anwesend, bin: und: die texte überrollen mich, erscheinen und überlagern sich, bilden. geflechte und texturen, ich der verknotete knoten, dort in zwischen. auswegslos eingebunden gulliver zwerg immer der nase nach auf den schultern von riesen. im auge des betrachters = im bauch des walfisch, valencia, die lichtdurchflutete!
(=erinnerungen an bessere zeiten, an anderen orten)
Wunden.
Auf dem Satelliten-Foto ist die alte Hauptpost ja noch drauf. Man muss sich vorstellen, es ist die Wahrheit, dass alle Gebäude die dort zu sehen sind abgerissen wurden um einem Shopping-Center platz zu machen. Außer das Polizeirevier links unten in der Ecke, dass steht noch.
So ein Typ,
…
…
Die Karawane zieht weiter, der Sultan hätt Doosch! Dä Sultan hätt Doosch! Dä Sultan hätt Doosch!

