Es ist so ein Special-Morgen

wie dieser Häutige, dass ich es mir überlege ob ich den notwendigerweise darauf folgenden Tag unbedingt mit einem Gang in die Akademie vermiesen sollte. Allerdings jetzt ist der Chef auch da, dann ist es ja nur noch halb entspannt auf der Arbeit. Tue ich so als täte ich etwas. Vorhin in der Bank eine Dame mit einem Geigenkasten vor mir am Automaten, japanische Zeichen hinter sich auf dem Monitor lassend beim weggehen, und

Ein neues Viertel, eine neue Stadt

Dieses Viertel, in dem die japanischen Musikstudentinnen zuhause wohnen, ihre Celli und Violinen und Kontrabässe (am besten noch) nicht so weit tragen zu müssen, hatte ich vormal immer nur en passant wahrgenommen, aus dem Bus heraus oder bei gelegentlichen Durchfahrten fahrradlicherseits. Nun ist Orientierung, der Bagel-Laden in dem ich eigentlich Mittagessen kaufen wollte hat geschlossen, also an der Klosterkammer vorbei zum Bäcker. Das bringt mich hinein in die unbekannten Straßen, die Vergleichsmaschine rattert los, der Geruch des Windes wird einsortiert, klemmende Schubladen mit vergilbten Karteikarten enthalten aufgezogen, Erinnerungsmaschine. Eine Mischung aus hier und dort. Und anderswo.

Momentan und das wird so bleiben, in Zukunft, falle ich Abends um und rühre mich nicht mehr. Dieses ewige gehtzt-sein, die wichtige Sache noch schnell aufschreiben, die Fotos (von dem neuen Viertel folgen) vom Tag noch schnell, schnell, schnell noch Bier trinken, schnell noch was arbeiten, da schreib ich lieber weniger und schaue mehr Fernsehn. Ist auch eine schöne Beschäftigung. Die Musikhochschule sieht von oben aus wie ein Ohr, btw. Am Nachmittag stelle ich fest das togonesische Generalkonsulat ist gleich um die Ecke.

Die Gestalt am ZOB in Pattensen, war angezogen wie Inspektor Clouseau, Mantel und Anglerhut, lief auf und ab, rauchend, kombinierend wohlmöglich, vor dem von der örtlichen Wirtschaft gestifteten Wartehäuschen in Fachwerkbauweise, der Kleinstadtjugend zum Aufenthalt trockenen Fußes.

Das originelle Hannovermotiv entwarf der hannoversche Künstler Thorsten Wilkens. Auch diesmal gibt es viel zu entdecken rund um den Flohmarkt. Zu finden sind die Nanas, König Ernst August,  Sophie von der Pfalz,  Wilhelm Gottfried Leibniz oder auch die Hannover Scorpions und vieles mehr auf einem nostalgisch anmutenden Adventskalender.

(Quelle) (via)

Diese Stadt ist grau am schönsten!

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Mir wird es nicht langweilig, besonders heute nicht, als ich, ausgestattet mit Zeit, an einen unverhofften Ort gelangte. Den Gartenfriedhof neben dem Friederikenstift. Würde ich einen Vampirfilm drehen dann dort. Goethes Werthers Charlotte liegt hier begraben, deren Grab ich nicht fotografierte, auch keinen Film drehte und leider als ich Tonaufnahmen machen wollte von Tauben und Raben und dem gedämpften Verkehr war der Akku alle.

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Über das Rumtrödeln dort fast die Bahn zum Bus verpasst. In der Bahn das gequälte Gespräch zweier sich zufällig und unerwartet treffender ehemaliger Klassenkameraden, wohl beide ursprünglich nicht aus Hannover; Was machst Du denn hier? Studieren. Ah, und was? Informatik. Wohnste jetzt hier (zeigt nach oben, in Richtung der Tunneldecke) Ja, ich bin vor einem halben Jahr hierher gezogen. Jetzt zweites Semester? Hmmm.

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Am Steintor keine Zeit für den sonst üblichen togonesischen Cappuccino gehabt.

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Das Universum, kurz mal erklärt

Harald LeschDen Herrn Lesch habe ich früher im Bayrischen Fernsehn angeschaut, und war erstaunt das es jemand schafft, mir sehr komplizierte Sachen anschaulich zu erläutern. Mein Mathelehrer hat das leider nie geschafft. Jedenfalls, es gibt jetzt eine Seite auf der Lesch kurze Videos vorstellt, die genau da weitermachen. Ein RSS-Vodcast-Stream ist auch vorhanden, bitte nicht an dem „Folge 1“ im Dateinamen stören, es ist ein tatsächlicher Cast und kein Link auf eine Einzeldatei. Ich schau mir jetzt erstmal die Folge zur Weltraumbesiedelung an… vielleicht tun sich da ja neue Perspektiven auf…

Via das Internetz.