# auf jedem verdammten 2. foto.
# Bist Du sicher, dass Du das tun möchtest?
# „Die Reise nach Ugri-La-Brek“
# I was five and he was six
We rode on horses made of sticks
He wore black and I wore white
He would always win the fight Bang bang
#
# auf jedem verdammten 2. foto.
# Bist Du sicher, dass Du das tun möchtest?
# „Die Reise nach Ugri-La-Brek“
# I was five and he was six
We rode on horses made of sticks
He wore black and I wore white
He would always win the fight Bang bang
#
und im Fernsehen läuft ein Bericht über Entlassungen in Detroit.
das schreiben. habe neulich angefangen, texte von mir, die noch auf schreibmaschine verfasst wurden, aus der zeit als ich noch keinen computer hatte, ja, ich konnte schreiben bevor ich einen computer hatte, habe mir neulich einen füller gekauft, einen lamy, so einen hatte ich auch in der schule, was jetzt zurfolge hat, dass ich sehr gerne mit diesem füller in mein notizbuch schreibe, zwar dinge die den weg hier hin nicht finden wollen, also texte gescannt (angefangen zu) neulich. damals jedoch bereits die faszination der maschine, in diesem fall also einer schreibmaschine, die rot und schwarz schreiben konnte und mit den X-tasten entdeckte ich die pixelgrafik, bevor oder zumindest ganz kurz nachdem es dieses wort gab. bin mir noch unschlüssig, ob ich davon überhaupt auch nur irgendein kleines bruchstück hier oder anderswo ins netz stellen sollte, wozu sollte dies schließlich gut sein? überhaupt, gut sein. ich finde die zeit einfach nicht, mich dem zu widmen was mir doch wichtig wäre, wichtig sein könnte, wichtig wichtig pupichtig. auch die sendung, die mir einmal so am herzen lag, die ich dann aufgab zugunsten, was gut war, sie doch nur eine lästige pflicht im letzten jahr, die sendung also, die ich als podcast weiterführen gedachte, das ist nun wieder ein jahr her bereits und hier liegen nur ein paar schnippsel für die erste folge, keine moderation, nix weiter. dabei hatte ich denen doch versprochen etwas zu machen. ob man das wohl hört oben, bei den nachbarn die mich so nerven, die schiefe tastatur die beständig mit ihrem kurz über dem tisch schwebender ecke auf dens. haut, ?, zu gönnen wäre es ihnen in jedem fall. aber wir müssen hier ausziehen, das sowie so. worauf
wolle ich eigentlich hinaus? letztlich ist das egal, kann ich hier doch machen was ich will. so halb zumindest. mir gehen immer so worte im kopf herum, die innen anstoßen, an den kanten. mir gehen auch bilder, die sind. im besten falle: merkwürdig. ich sollte mir die nägel schneiden. das vielleicht nur für den anfang.
und nun nun schreibe ich wieder nur für den nächsten tag und denke mir was es soll. ich sollte, ich könnte, ich wollte doch (immer): metaweise niedrigpreise, (in die eigene haut) geschnitten und am rührstück(chenweise) licht des neuen tages. <- (kommt die wahrheit) jedoch ist eine dehnbarer begriff, morgen morgen (nur nicht heute) rauchen wir arno schmidts katze den schwanz weg.
[…] beansprucht nicht mehr zu sein als eine kohärente Denkweise, die helfen soll, mit der prinzipiell unbegreifbaren Welt unserer Erfahrung fertig zu werden, und die – was vielleicht besonders wichtig ist – die Verantwortung für alles Tun und Denken dorthin verlegt, wo sie hingehört: in das Individuum nämlich.“
als ich heute morgen erwachte, war der kaktus, der laut freund k. kein kaktus ist, bedrohlich zur seite geneigt. ich hab ihn nun notbeholfen fixiert an einem stück draht, wofür ich einen dieser drahtbügel aus der reinigung zerschnitten habe, welche die raben in tokyo zum nestbau verwenden.
ist heute voll gewesen mit Schülern. In Trauben bewegen sie sich träge von Fußgängerampel zu Fußgängerampel, lagern am Gänseliesel-Brunnen, eine Hand ins Brunnenwasser gelegt. War heute denn irgendetwas? Wirtschaftskontaktmesse oder Fahnenschwur, mit anschließendem Freigang?
die sich plötzlich auftut, nur ein paar wenige straßenzüge weiter. willentlich habe ich mich ein paar mal verfahren, immer nur soweit das die grobe richtung nicht aus den augen. die straßen nicht bekannt, oder nur von früher einmal, eine andere zeit, die stadt ein wenig mit fremden augen (zu betrachten imstande gewesen). gemerkt, das dass so ist und das es so echt ist und gut vielleicht sogar. in ein gewerbegebiet geraten, in dem es gebrannt haben muss am nachmittag, es roch nach verbranntem plastik. überhaupt all diese sommergerüche, immer mehr je näher ich dem kanal komme, der mein wendepunkt sein soll. drei schiffe und drei brücken hintereinander weg, da eines von zwei fotos auf diesem weg gemacht, wobei das zweite gerade eben entstand, am moltkeplatz, wo ich mich setze um dieses hier, bevor das wieder anfängt, aufzuschreiben, schnell und mit krakeliger schrift, die später zu entziffern ich meine liebe mühe haben werde; die häuser, die mir nahe stehen, als würden sie etwas mit mir zu tun haben, für deren bewohner ich mich nur soweit interessiere, als das ich mich frage, wie es sich anfühlt dort. jedes ein einzelnes und doch stehen sie dort gemeinsam, in den straßen und eines nach dem anderen. auf der ersten brücke, auf der ich den kanal quere, ein wagenplatz in den schatten der brücke geduckt (heute verkneife ich mir das fotografieren), hier wohnen auch menschen. dieses echt-sein der häuser ist etwas, beschäftigt mich sehr auf dieser gewollt orientierungslosen radtour in meiner unbekannten stadt. und wie weit die ebene ist, die sich von den kanalbrücken ergibt, mit dem blick über die kleingärten hinweg, die rechts und links vom mittellandkanal, sich erstrecken.
die häuser und gärten bestehen nicht aus pixeln, ich sehe sie nicht vermittelt. auch nicht die menschen zwischen ihnen, auf fahrrädern, zu fuß, in autos und bussen.
auf dem rückweg einen polizeizug in die kaserne am nordring einfahren gesehen, panzerräumwagen und wasserwerfer. (dies ist tw. eine abschrift aus dem notizbuch): nur durch zufall (coderwelsh! synchron!) und vor wochen bereits, aus spaß anstatt der seitenzahlen hier „polizei“ (s. 110) und „feuerwehr“ (s. 112) eingetragen.
demnächst spielt holland im viertelfinale der e.m.
***
Voll von dem Gefühl: Da ist so viel Zukunft und Möglichkeit.
***
Auf dem Rückweg dann, dem obigen Reisebericht eigentlich direkt angeschlossen, der Kioskbesitzer ist sehr guter Laune und nennt mich Monsieur, „ein schönes Wochenende noch, Monsieur!“, freut sich weiter für seine Mannschaft, die türkische. Dies ist einer der besten Stadtteile der Stadt.
***
neulich, als ich auf der expo-plaza war und ein stechen in den augen, verspürte, dachte ich von ungefähr an london und die parks und london-platanen, und wie viel kleiner diese hier doch sind, vor dem deutschen pavillon, stehend, unkraut gewiszermaszen auf den schultern von riesen. die sich das abzukratzen zu versuchen versucht sind.
***
und dann, als mir so schwer ums herz gewesen, ward: „Die Platanen im Jardin du Champ de Mars in Montpellier“, allein das auszusprechen, sich das ausgesprochen zu denken: wie die worte klingen, wie die worte dann tatsächlich nicht zeichen sind, sondern für etwas anderes dort als buch staben geschrieben stehen, was (auch dort!) über sie hinausweist.
***
40% of German soldiers too fat.
***
und direkt danach dieses, wo ich, den text ausseracht lassend, im RSS-Reader nur runterscrollte, und diese traurigen, hoffnungsvollen bilder sah, in einem von zwei augenwinkeln festgehalten: paris in schwarz/weissen bildern, paris im regen. paris in graustufen. paris als ein ort, den es nicht mehr gibt, ich habe den text bis heute nicht gelesen, paris wie es einmal hätte sein können. welch tragischer verlust. eine junge frau in einem regenmantel; wie die stehenden bilder, die eigentlich nur zeichen sein können, nur index, über ihr fotographisches sein hinaus: mehr sind. der eine augenblick, der auf die zeit an sich gerichtet ist; wie auch die ortsbezeichnungen in stadtplänen mit bedeutung aufgeladen sind für denjenigen, der einmal dort gewesen ist, und