Filmwoche 2009 (9)

„The Gum Thief“ von Douglas Coupland ist 1.) ein Briefroman der 2.) eine „Geschichte in der Geschichte“ beinhaltet und 3.) zumindest teilweise filmisch umgesetzt wurde. Diese Filmschnippsel hat Coupland auf seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. Das ist konsequent, schließlich geht es in seinen Büchern auch ständig um dieses ganze moderne Zeug (eigentlich geht es um etwas anderes). Chronologisch fängt die Sache rechts unten in der Ecke an und arbeitet sich dann entgegen der Leserichtung nach oben vor. Hier schneit es schon wieder.


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Filmwoche 2009 (7)

Ohne Worte: Eigentlich hatte ich für Heute etwas anderes geplant, und nun stieß ich im Dickicht des RSS-Readers (Danke an Dings!) auf diese wundervolle, poetische Liebesgeschichte „A Thousand Words“ von Ted Chung, der übrigens, da fügen sich jetzt am 7. Tag der synchronen Filmwoche endlich die Fäden zusammen, Teilnehmer des Berlinale Talent Campus ist.

Ohne Worte: Kommt diese schöne Geschichte aus, die von einem Anfang erzählt, vom Anfang einer Liebe, wohl möglich. In einem sog. Creative Writing – Seminar erzählte mir ein Professor einmal, dass das ganze Leben eine Verkettung von Möglichkeiten sei, dass die Kunst des Geschichten-Erzählens darin bestünde, bspw. aus einer Begegnung im Fahrstuhl, im Supermarkt an der Kasse, eine Geschichte zu machen, also im Alltäglichen das Besondere zu suchen. Allgemeine Blogger-Praxis, soviel wissen wir Heute.

Und gerade der kurze Spielfilm, dem es kaum, oder wenn, dann nur unter allergrößten Anstrengungen möglich ist, die ganze Geschichte (z.B.) einer großen Liebe zu erzählen, ist quasi aufgrund seiner zeitlichen Beschränktheit diesem Erforschen der Anfänge, der Zufälle die unser Leben bestimmen, fast schon verpflichtet. Alles weitere, und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage etc., bleibt hier der Imagination des Betrachters überlassen. Ein Gedicht: Ted Chung gelingt es ganz ohne Worte.


A Thousand Words from Ted Chung on Vimeo.

(Ich bin Heute über sieben Jahre mit meiner Liebsten zusammen. Ich wurde damals von meinen ehemaligen WG-Mitbewohnern überredet, doch noch mit auszugehen. Eigentlich hatte ich einen nerdigen Fernsehabend im Sinn…. Wir ziehen demnächst zusammen in eine neue Wohnung. Fortsetzung folgt.)

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Filmwoche 2009 (6)

Nun wird es doch noch ein wenig Filmfestspielmäßig hier bei der synchron(!) zur Berlinale stattfindenden Filmwoche. Der folgende Film „The Legend of the Scarecrow“ (La Leyenda del Espantapajaros) war nämlich u.a. für einen Oscar nominiert und hat auch sonst einige Lorbeerblätter gesammelt, wie hier nachzulesen ist. Vollkommen zu recht, finde ich.

Ich verstehe Spanisch nur so leidlich, kann aber trotzdem ein wenig zur Geschichte erzählen, die sich mit dem Rätsel warum die Krähen Trauer tragen (tagein tagaus) befasst: Es ist die Geschichte einer Freundschaft, vielleicht einer Liebe gar, die unter ungünstigen Sternen stand, die Geschichte einer Vogelscheuche, der wenig an ihrer Arbeit liegt und die sich durch einen Zufall mit den Krähenvögeln anfreundet. Das alles erinnert mit einem Augenzwinkern an Frankenstein und Tim Burton, biedert sich jedoch nicht an, sondern ist eher eine Hommage an die großen Vorbilder. Aber sehen Sie gerne selber…


The Legend of the Scarecrow from Carlos Lascano on Vimeo.

(Gefunden via Mythopoeia 2.0, vielen Dank dafür!)

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Filmwoche 2009 (3)

Ein leider viel zu wenig beachtetes Genre, gerade auch bei internationalen Filmfestspielen wie der Berlinale, sind die vorwiegend pädagogisch orientierten Filme. Diese gewinnen, auch im Hinblick auf eine mehr und mehr audiovisuel orientierte Gesellschaft, zunehmend an Bedeutung. In diesem Genre ist es wichtig, relativ spröde pädagogische Inhalte für ein Publikum aufzubereiten, welches grundsätzlich eher nicht literarisch vorbelastet ist.

Ein Paradebeispiel des sog. Lehrfilms liefert hier der Klassiker „Staplerfahrer Klaus“. Hier ist es beispiellos gelungen, wichtige Verhaltensregeln im Lagerbetrieb, insbesondere in Bezug auf die verantwortungsvolle Position des Gabelstaplerfahrers, witzig und pädagogisch wertvoll in Szene zu setzen.

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Filmwoche 2009 (2)

Meine Ignoranz zeigt sich auch schön darin, dass ich dachte diese Berlinale ginge nur eine Woche anstatt der tatsächlich veranschlagten 10 Tage. Vielleicht geht die Reihe Filmwoche hier also dann 10 Tage, mal schauen ob ich es schaffe entsprechendes Material zusammenzutragen. Hilfe bekomme ich dabei von den zahlreichen Beiträgen auf anderen Blogs, den heutigen Film habe ich so beispielsweise auf Text&Blog gefunden.

Eigentlich schon seit den Brüdern Lumiére, spätestens aber seit Berlin: Sinfonie der Großstadt ist die große Stadt ein Dokumentarfilm-Thema. So auch in Ostkreuz, den ich Gestern hier aufführte und ebenfalls im heutigen Beispiel, colapse times von demari.tv. Ein Film, der die Idee von der Stadt als einem lebendigen Wesen mit pulsierenden Adern mithilfe der Zeitraffer-technik sehr schön veranschaulicht…


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Filmwoche 2009 (1)

Ich wollte schon immer mal zur Berlinale. Und jedes Jahr auf’s neue schaffe ich es nicht. Aus Protest gegen meinen inneren Schweinehund und den Februar im allgemeinen mache ich hier jetzt eine Gegenveranstaltung auf, gewissermaßen. Ein Paralellprogramm. Ein was auch immer. Jeden Tag ein Film wenn’s klappt.

Den Anfang mache ich passenderweise mit einem Berlin-Film, einer kurzen, äußerst poetischen Dokumentation über den berliner Bahnhof Ostkreuz, gestern bei Tristessedeluxe gesehen:

Filmseite: www.ostkreuzfilm.de Produktion: Edition Impasto

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