Bansky bei Woody

In dem Woody Allen Film den ich gerade gesehen habe, „Match Point“ (2005), en Passant ein kleines Stencil gesehen, ein Mädchen mit einem roten Luftballon, gleich gedacht das ist doch von diesem Bansky. Außerdem notiert: ein Eigenzitat (auf dem Tennisplatz, Menschen die sich dort kennenlernen) aus einem seiner früheren Filme, ich komme nun halt gerade nicht auf den Titel. Ganz ähnliche Thematik, ganz ähnliche Einstellungen, was vielleicht auch nicht weiter der Erwähnung. Ansonsten war der Film so La, zwei mal den neuen Mini Cooper in rot im Bild gehabt, das wäre noch sowas, würde man das weiter untersuchen wollen, was ich aber nicht und wird hier auch nicht weiter besprochen. Und, ach, London, wo wir auch (fast) überall waren. Habe ich erwähnt? Am Freitag einen Fahrradcomputer (Vulgo: Tachometer) gekauft. Durchnittsgeschindigkeit 16,6 KM/h bei bisher gefahrenen 10,480 KM.

TV heute Nacht:

Arte macht mal wieder ein Fass mit altem Wein auf: Mit dem Mini-Themen-Abend „Der absolute Film“ werden sechs experimentelle Filme des frühen Kinos präsentiert. „Im Mai 1925 veranstaltete die „Novembergruppe“, ein Zusammenschluss progressiver Künstler aus dem Bereich der Literatur, Musik und Bildenden Kunst, in Berlin eine Matinee-Veranstaltung mit dem Titel „Der absolute Film“. Dieses Filmprogramm zählt inzwischen zum Kanon der klassischen Filmavantgarde und kann dank der Restaurierungsarbeiten der internationalen Filmarchive erstmals gezeigt werden.“ Mit dabei sind Werke von Ludwig Hirschfeld-Mack, Hans Richter, René Clairs Entr’Acte (mit Musik von Erik Satie) und Walter Ruttmanns „Opus II, III + IV“ sowie weitere. Heute auf Arte, 23:55 – 1:10h.

In Opus kann hier auf Youtube reinschauen, wobei aber das digitale Format in dieser Komprimierung nicht wirklich geeignet ist, da es Kästchen macht wo keine sind.

[flash]http://www.youtube.com/watch?v=WSG5eHExlrY[/flash]

Ruttmanns bekanntester Film „Berlin: Sinfonie der Großstadt“ lässt sich in akzeptabler Auflösung bei archive.org herunterladen.

auf der fahrt

von den expo-plaza outskirts zurück, heute: der sommerliche geruch auf der eigenen, hart verhandelten haut, währenddessen (ich) ein buch lese zur philosophie des dokumentarfilmes, eine winzigkleine spinne beobachte, die unermüdlich auf den seiten zwischen all den ziffern, all den worten herumkrabbelt. hier nun ließen sich treffliche anmerkungen zur erkenntnis, code und wahrnehmung veranstalten, die ich mir verkneife. anstattdessen, jeweils beim umblättern darauf geachtet, dass ich die kleine spinne nicht unbedachterweise in der literatur zerquetschte, sie hatte dieselbe farbe wie der druck und war dann plötzlich verschwunden. währenddessen sich zwei frauen unterhielten über das grauenvolle verlies in einem österreichischen keller, über meine buchseiten hinweg höre ich ihrem gespräch zu, ein filter liegt dazwischen jedoch.

dann am nachmittag kam doch noch der angekündigte regen, später sitze ich inmitten dessen auf dem fahrrad, wie habe ich diesen geruch vermisst von von regen gesättigtem straßenstaub, und an der ecke am klagesmarkt, dort wo die junkies immer hinpinkeln: riecht es nach jasmin.

Div.

[10.4.] Auf dem Fahrrad regenbedingt der Rückwärtsgang. Schnell in den Bus trockenen Fußes. Bodenwelle erzeugt Schluckauf bei der Stationsansageanlage: „Emmichplatz / Musikhochsch-sch-ule“. Cellistin mit einem in Ortsschild-Optik gehaltenen Herz auf dem Hardcase des Instrumentenkoffers: „Herten“. Ausgerechnet, denke ich, und wie um dies zu bestätigen fällt mein Blick auf das am Griff baumelnde Schlüsselanhänger-Kuscheltier. // & 2 im Auge, 2 Im Sinn, 2 Rechts 2 Links 2 fallen lassen. // [11.04.] Die Flagge hängt Lump vor dem spanischen Konsulat. Der Supermarkt, in dem ich 2 Bananen, Ovomaltine, eine Flasche Wasser, Babybel sowie 25 Beutel Darjeeling-Tee einkaufe, gibt sich traditionsbewusst mit Postergroßen Schwarz/Weiss-Fotos des Ladengeschäftes „Aus der guten alten Zeit“ und drei Sorten Kakao im Regal, dessen Packungsdesign zuletzt in den 1970ern oder noch weiter zurückliegend „relauncht“ worden ist. // Menschen überqueren die Straße großstädtisch bei roter Fußgängerampel, um den Bus noch zu bekommen // Im Aufzug, der mich vom Erdgeschoss zum Parkplatz ½ Etage nach Unten fährt, ein Duft der mich an eine schöne Zeit erinnert, ich weiß nicht mehr wann und ich weiß nicht mehr wo und schon garnicht mit wem // [14.4.] Im Gegensatz zu François Jost denke ich schon, bin fast überzeugt, das jeder Zug eine Geschichte erzählt. Eine? Mehr als er Fahrgäste enthält, und Personal und Käferwanzen. Das beklemmte Aufzugschweigen, voll von Möglichkeiten, angefüllt mit stehenden Geschichten // Die stillen Übereinkünfte // Ich wollte schon immer einmal auf „Le Monde“ linken, aus dem stillen Kämmerlein // t.b.c. // um noch einen weiteren Teil zur Verwirrung der Welt (neben allen bisherigen) beizutragen könnte ich dazu übergehen, Blogeinträge nach eine Weile weiterzuschreiben, a.a.O. // Gerade einen Schluc´kauf gehabt, meine Oma sagte immer, dann denkt jemand an mich // Wer mag das wohl sein? // t.b.c.

das = das

ehrlich, als ich dies hier wusste ich davon nichts. der könnte sich aber auch mal melden. nur am rande des schwimmbassin. ich bin befasst mit klugsprach zur zeit, thema intermedialität in der digitalen literatur. oder so ähnlich. dabei aber wieder in wien auf dem karlsplatz gelandet, und wenn’s auch jahre her ist, well done!. komm dann zu nichts. daher. und meinetwegen. der traum den ich hatte: da war ich angestellt in einer boutique der innenstadt, kosmetik etc und mode, warum auch immer, ich weiß auch wo das war, da wo benetton drin ist, ich konnte das erstaunlichst, kundengespräch, immer adrett und geschniegelt, das mir. freund t. kam in den laden, ich stieß einen werbeaufsteller (so heißt das doch) um der fiel auf ihn stabile seitenlage. [vorgestern trug ich das hemd eines verstorbenen, direkt aus der reinigung zwar, aber es hatte noch seinen geruch, eine ganz sehr merkwürdige sache, aber soll man diese sachen deshalb wegschmeissen] [am abend war das hemd dann meines] dann musste ich mit dem aufzug in den keller fahren, dieser war eine besondere anfertigung: nicht nur: das er definitiv um die ecke fuhr, der lift, sondern auch war der schacht ein solcher der sich, nach unten hin, verjüngte: auf grund dessen: bewegten sich die wände auf mich, den passagieren, zu: liebes unterbewußtsein, ich bitte um etwas mehr subtilität (= ich bin doch nicht blöd!). im keller eine typische hinter den kulissen-situation, nichts von bedeutung. neonbestrahltes gerümpel. da wäre dann noch die 1. etage, ein raum ohne nutzen, erstaunlich für ein geschäftshaus, der boden belegt mit diesem holzimitat – gescante maserungen auf hochstrapazierfähigem kunststoff aufgebracht. und das gibt es wirklich. ende traum.

dachte heute über schattenlose räume, umgebungen, nach. beim schwimmen verlieren wir unsere schatten, sie sinken unter unseren körpern auf den grund, in einer stillen rochade. der virtuelle raum auf dem bildschirm ist ein ursprünglich schattenloser, sie sind hier dekoration und gestaltungselement, etwas das von der eigentlich doch wunderschönen künstlichkeit dieser translucenten welt ablenken soll. schatten bewegen sich nicht exakt synchron zu den bewegungen unserer körper, ihre negative reflektion ist genau um die zeitspanne ~versetzt, die das licht braucht, um eben gerade nicht auf diesen teil der erde zu fallen, der von uns verdeckt wird. eine schöne physik-aufgabe: wie schnell muss lucky luke ziehen, um schneller zu sein als sein. lichtgeschwindigkeit +x, soviel steht fest. theoretisch möglich. berechne x.

# schatten werfen keine schatten: eine behauptung, die, so behaupte ich, die quantenphysiker werden klären müssen. und zwar dringend. alles andere muss warten.

# Die Schattenlosigkeit der Eiskunstläuferin.

Kirschblütenzeit

ist ja jetzt wohl, obwohl dieses japanische Fest, vielleicht ist dort länger Winter, was ich nicht glaube, ja erst am 30. Mai ist, also fast schon im Sommer, und die Blüten blüten ja jetzt, auch wenn es vielleicht garkeine sind, die da so kirschblütig blühen zur Zeit. Wie man sich immer in den Worten verheddern kann und es dann ein regelrechtes auseinanderbiegen von Gestrüpp ist, den Satz zu einem zumindest noch annähernd halbwegs passablem Ende zu bekommen. Das sich immer alle treffen wollen, die Bookcrosser und die alle, was soll das, man entreißt den Büchern ja ihre Magie, wenn man um ihre Vorgeschichte weiß, dass macht für mich diesen Reiz aus, etwas in die Welt zu lassen und nicht wissen können an wen es gelangt und dann nach Zeiten eine Mail zu bekommen, dass jmd. das Buch gefunden hat und sich bequemte Nachricht zu geben darüber, in Nagasaki also oder in der Nordstadt. (Flaschenpost). Aber sie müssen sich treffen zum Brunch in so einer !Franchise-Gastronomie. Ich weiß nicht wieso ich Euch so hasse, bzw., oder auch diese Leute die am Sonntag wieder in diesem Café Konditorei dort nähe Sedanstraße waren, diese bessere Gesellschaft, für Künstler halten die sich und sie trinken die Bionade, das offizielle Getränk, richtig schlechte Laune kann man da bekommen bei diesen Leuten. Jedenfalls.

[flash]http://de.sevenload.com/videos/KTmQt7l/Kirschbluetenzeit[/flash]

Wie der in den Text eingebundene Film allerdings, so wie ich finde, neben diesem zweidimensionalen Geschehen auf dem Schirm, in gewisser Weise den Raum vertikal nach hinten zu erweitern scheint, einen Tunnel gräbt aus Bildern, der sich, auf der Oberfläche anfangend, nach hinten ins Unendliche zu erstrecken beginnt. Wahrnehmungsdingsbums. Schön der folgende Satz: „Bewusstsein als eine Art Oszillation des Großhirns im 40-Herz-Rhytmus“ Aufgrund: Der schönen Verwechslung des menschlichen Organs ♥ mit dem Physiker, nach welchem die Schwingungsmesseinheit Hertz benannt. Aber dieses ist Korinthen vor die Perlen zu setzen jedenfalls: Wie allerdings das Gehirn tatsächlich funktioniert, dazu vorhin ein paar Anregungen gefunden in einem bis dato unbekannten Geblogge, hier der Text, aus welchem og. Zitat,: „Dream Machine – kleine Theorie der künstlichen Intelligenz durch Web 2.0“: Dortselbst ein weiterer Bildertunnel, ein Videovortrag von Jeff Hawkins bei den wunderbaren TED-Talks. Töne, im Übrigen, erweitern den Bildschirm Kugelförmig und sich, vom Ort des Geschehens aus in den Raum erstreckend, den Kopf des Betrachters umfangend, sie enden meißtens notwendigerweise an den Wänden und der Zimmerdecke. Schweben aber ca. ½ Meter über dem Boden. Dieser Link wiederum via Tristessedeluxe dem zu danken ist dafür. Fühlte ich mich erinnert an was ich schrieb:,

„As I said, es ist schön so mit offenen Augen, und die Gegend dazu. Es fehlen immerzu die Worte, zu solchen Gelegenheiten. Hätte ich gerne kleine Videokameras in die Linsen implantiert, kleine haptische Empfindungsmesser, [Erfindungsmesser], die wie ein Film über die Haut gelegt wurden, gefühlsecht, von der wundervollen kalten Luft und all diesen Gerüchen , um davon mal garnicht zu sprechen.“

(Dies übrigens, als Nachsatz, ist das wissenschaftliche Nachdenken wie ich es mir wünsche, abseits von diesem ewigen um-den-heißen-Brei-zitieren, diesem „Mit Quellen belegen“, wiss. Diskurs, als wenn man selbst nicht selber denken könnte, alles immer nur noch lauwarm vorgekaut, und dabei immer auf die Grammatik, und die Kommasetzung achten, Klammerzu Doppelpunkt Komma (ein Monster-Smiley)):, und dann mal gute Nacht.

Das Tool* macht einen Warnton

, wenn die Texterkennung einen Buchstaben lernen möchte, der klingt wie mein Handy klingelt, was mich zunächst sehr irritierte, sehr irritierte. Eine merkwürdige Abstraktion, wenn die Untertitel von einer DVD rausgezogen werden, und ich nur den blanken Text vor mir vorbeiziehen sehe, insbesondere bei dem Film, den ich nun zum 4ten oder 5ten Male sehe. Das Handy klingelt, wir sind nun im mexikanischen Spanisch und es geht um die é, ó und ú – Buchstaben, sie erscheinen im roten Kasten, der Text nun vollständig seiner Sinnhaftigkeit beraubt, allein der Akzent verweist noch sehr grob auf den Sprachraum, der Rauch und das Feuer dazugehörig. So ist es gelernt. Wenn die Textfragmente erscheinen, in dieser technischen Umgebung, ohne die Gesichter dazu, ohne die dazugehörigen Bilder, die der Film so schön vermittelt, der Timecode gibt einen weiteren Anhaltspunkt wo wir uns befinden in der Filmzeit, in der erzählten Zeit. Bombay oder Mexico City, Moskau oder New York.

Und dazu, soll dies jetzt mein Leben sein, nach den Tagen mit der Arbeit, oder zumindest nach dem Sitzen vor dem Schirm, sich noch aufzuraffen am Abend und zur Mindesthaltbarkeit noch zwei Stunden hinzuzuarbeiten, mich in den Dschungel, das Dickicht der Bedeutungen von Allem noch einmal hineinzuwagen, wenn ich vielleicht doch. Besser? Wäre es besser? Allerdings erwacht auch dieses Gestrüpp am Abend erst zu wildem Leben, wenn das Licht zur Ausnahme und ergebenem Gastgeber der Schatten wird. Es ist nun wohl mein Leben, z. Zt.

Entschuldigen Sie bitte, ich hatte einen Weißclown zum Abendessen. Mit gebratenem Reis anbei zur Dekoration. *Und keine Eier.

Alles alles

Wann werde ich die Zeit finden, die keep news aus dem RSS-Reader abzuarbeiten, z.Zt. habe ich ja nicht einmal dies. für die groß/kleinschreibung. bin angefüllt mit texten, und möchte eigentlich so viel, viel zu vieles vermutlich, mal wieder. gestern nach einer langen zeit wieder einmal ein referat gehalten in der akademie, trotz aller kritik, ich bin ein ganz klein wenig wieder versöhnt mit dem allen dort. dieser merkwürdige zustand, in den ich verfalle, sobald ich so etwas mache, trance, ich höre mich selber reden, habe mich aber dabei innerlich zurückgezogen ca. 10 centimeter hinter meine augen, höre mich selber reden, automatisch, so das ich beim besten willen nicht danach sagen kann, ob es gut war. meine schüchternheit wird mir oft als arroganz gedeutet, dieses ist mir aber egal, in der zwischenzeit. lass die leute denken. schreiben ist um ein vielfaches einfacher. ein dann doch relativ erfolgreiches semester abgeliefert, ich, der ewige student, aber ich habe gute gründe, die hier nur angedeutet, aber mit brief und siegel versehen sind. nun muss ich noch zwei hausarbeiten schreiben, dann ist die germanistik endlich scheinfrei und ich kann mich, wenn auch nicht voll und ganz, so aber doch in der zeit die mir neben den jobs bleibt, meiner supertollen magisterarbeit widmen. aus welcher ich freilich auch mutwillig excerptieren werde, zumindest was den einen abzuliefernden text anbetrifft.

auf dem nachhauseweg, station steintor, gerade vorhin, eine fröhliche zusammenkunft crackrauchender junkies auf den oberen stufen des treppenaufgangs. sie hatten sogar eine grosse thermoskanne glühwein auf dem geländer stehen. kann auch sein das es nur shit war.

zuvor einen vortrag, wenn man so will, zu markers „sans soleil“ gehört, der leider das, was ich mir gestern während des anschauens notierte, um keine erkenntnis zu bereichern vermochte. arroganz? ja bitte, in diesem fall, gerne. ich bin da ja eh der alte übriggebliebene mit dem bart und der cordjacke vom aldimarkt, also.

beim heute wiederholten ansehen dieses schönen dokumentarfilms(!), währenddessen leider der gitarrenverstärker, welchjeniger für den ton zuständig(!), ein bis zweimal aufgab, über eine der ersten szenen gestolpert, in welcher ein betrunkener koreanischer exilant auf einer kreuzung in den suburbs von tokyo den verkehr zu regeln sich anschickt,

und gleich an das krakeelen gestern denken müssen, um acht uhr am abend, hier vom balkon herunter, spielte sich ähnliches ab.

habe übrigens meine geschichte innenohr bei der berliner (in berlin erscheinenden) literaturzeitschrift katze untergebracht.

im schluss von „sans soleil“ heißt es:

„Eines Tages wird die Poesie von allen gemacht werden“