Ein neues Viertel, eine neue Stadt

Dieses Viertel, in dem die japanischen Musikstudentinnen zuhause wohnen, ihre Celli und Violinen und Kontrabässe (am besten noch) nicht so weit tragen zu müssen, hatte ich vormal immer nur en passant wahrgenommen, aus dem Bus heraus oder bei gelegentlichen Durchfahrten fahrradlicherseits. Nun ist Orientierung, der Bagel-Laden in dem ich eigentlich Mittagessen kaufen wollte hat geschlossen, also an der Klosterkammer vorbei zum Bäcker. Das bringt mich hinein in die unbekannten Straßen, die Vergleichsmaschine rattert los, der Geruch des Windes wird einsortiert, klemmende Schubladen mit vergilbten Karteikarten enthalten aufgezogen, Erinnerungsmaschine. Eine Mischung aus hier und dort. Und anderswo.

Momentan und das wird so bleiben, in Zukunft, falle ich Abends um und rühre mich nicht mehr. Dieses ewige gehtzt-sein, die wichtige Sache noch schnell aufschreiben, die Fotos (von dem neuen Viertel folgen) vom Tag noch schnell, schnell, schnell noch Bier trinken, schnell noch was arbeiten, da schreib ich lieber weniger und schaue mehr Fernsehn. Ist auch eine schöne Beschäftigung. Die Musikhochschule sieht von oben aus wie ein Ohr, btw. Am Nachmittag stelle ich fest das togonesische Generalkonsulat ist gleich um die Ecke.

aufgaben

die neuen medikamente vertragen sich nicht so gut mit alkohol, wie am samstag ich festzustellen das zweifelhafte missvergnügen hatte. ich vertrage mich nicht so gut mit menschen, die sofort eine meinung haben, wie ich am freitag festzustellen das vergnügen hatte. eigentlich (das steht so nicht im) vertrag ich mich überhaupt garnicht gut mit menschen wem auch immer, von ein paar ausnahmen einmal abgesehen. die stupide aufgabe am häutigen montag: die termine bis ende des jahres von einem kalendersystem in das andere zu pastieren. ich hätte da noch anderes zu tun, jedoch. montage waren einmal schöne tage. ich bin jetzt immer so müde. es ist mir auch zu anstrengend, ich muss keine guten eindrücke machen, allerhöchstens im schnee von gestern unter meinen straßenschuhen.

Glaube, Liebe, Hoffnung…

Heute musste ich tatsächlich daran denken, wie wir im katholischen Kommunions-Vorbereitungs-Unterricht immer diese kopierten Aufgabenblätter mitbekommen haben, die wir zur nächsten Woche abarbeiten sollten. Ich habe das jeweils am Mittwoch bei meinen Großeltern erledigt, wo ich vor dem Unterricht zu Mittag aß, denn ich war in ihrer Gemeinde in Laatzen angemeldet. Manchmal sollten wir Monstranzen oder ähnliches Gedöns mit Buntstiften würdevoll ausmalen. Hier und da galt es auch, Fragen schriftlich zu beantworten. Auf die Frage „Nenne drei Dinge, die man nicht anfassen kann, und die es trotzdem gibt“ schrieb ich:

Luftröhre, Sonne, Knollenblätterpilz.

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Now playing: Extreme Noise Terror – Moral Bondage

Norbert Schliewe

hier im Interview im Provisorium gefunden (hören, bitte!) der Filmaufzeichnungs- und Wiedergabemaschinen baut, CDs als Schallplattenrohlinge zweckentfremdet und auch mal das Filmmaterial selber herstellt.

(Foto: typ.o)

Die passenden End-Consumer-Produkte dazu gewissermaßen: Vinyl Video und die Fisherprice „Pixelvision“ PXL 2000, mit der Videobilder auf Audiokassetten aufgenommen werden können.

Nachschlag zur Ars Elektronica

ich mach das immer so: ich habe diesen RSS-reader, dort schneien tagtäglich, stündlich, minütlich die neuen meldungen rein. anlesen, anklicken, niemals den ganzen text, das führte zu weit, ganz wichtig ist der knopf „keep new“.

gerade eben nun über diesen audiobeitrag zur ars elektronica gestolpert, der wohl bei meinem heimatsender lief, der mir einige interessante ansätze zu enthalten (scheint), dass nicht das „private“ bedroht ist, sondern das öffentliche. das sich das, was im internetforum verhandelt wird, insbesondere durch seine belanglosigkeit von dem eigentlichen (was ein forum ist oder sein sollte) unterscheidet. alle dürfen sagen was sie wollen, problem ist nur, sie haben nichts zu sagen.

weitere „keep news“ z. zt.: brockdorff klanglabor (MP3) (ich glaube die moderatorin is in den verknallt) # nietzsche – die fröhliche wissenschaft „268-275“ (MP3) # tor ist ein werkzeug, das…god is a concept by which… [i.o.o.a.] # die parallel-erde # scheinschlag, letzte ausgabe # wäre das auch mal gesagt danke.