über die vorteile einer braunen cordjacke

nacher werde ich in den baumarkt gehen und eine unterlegscheibe kaufen für mein fahrrad, denn die sache ist diese, das ventil ist ein wenig in die felge eingesunken und deshalb (so hoffe ich) kann ich das hintere rad nicht mehr vernünftigerweise aufpumpen was insbesondere dann von nachteil ist, man denke nur daran mit einem sechserträger mineralwasser (á 1,5 liter, die flasche, macht summasummarum 9 kilogramm) hinten auf dem gebäckträger und kopfsteinpflaster, diese unterlegscheibe werde ich zwischen ventilhalterung und felge platzieren und so so ist zu hoffen. der baumarkt wird mir gut gefallen, wie der baumarkt mir immer gut gefällt, es wird nach holz riechen und es wird diese dinge zu kaufen geben die es nur dort und nirgendwo sonst zu kaufen geben wird, noch nicht einmal bei kaufland bspw., und ich werde möglicherweise nur die unterlegscheibe für meine fahrradfelge (hinterrad) kaufen aber es mir nicht nehmen lassen noch einmal durch die gänge zu schlendern, sämtliche überwachungskameras auf mich gerichtet, weil ich mich so verdächtige und das ist ja jetzt nicht mehr erlaubt, möglicherweise werde ich dabei sogar das lied „the baumarkt nation“ von dbzwovier hören.

wenn man so berühmt ist wie ich ist es gewiszermaszen unumgänglich sich eine entsprechende tarnung zu überlegen möchte man bspw. unbehelligt mit dem bus zur arbeit fahren und in meinem fall handelt es sich bei der tarnung um eine braune cordjacke, die mir nun bereits seit längerem gute dienste leistet. sie sieht so unscheinbar aus das mir niemand glaubt das ich so berühmt bin, selbst nicht wenn ich den leuten meinen personalausweis zeige mit meinem foto drin glauben sie alle es ist eine fälschung und haben mich sogar einmal fast ins gefängnis gesteckt deswegen betruges. ich ziehe es dennoch vor inkognito zu bleiben im bus auf dem weg zur arbeit beispielsweise. auf der arbeit selber weis auch keiner das ich so sehr berühmt bin, weil ich meine jacke niemals ausziehe, selbst am schönsten sommertage niemals.

nachher werde ich mich in der akademie langweilen bei einem vermutlich wieder einmal schlecht vorbereiteten vortrage über emblematik, es wäre jedoch vermutbar als unverschämt anzusehen würde ich mir stattdessen kopfhörer aufsetzen und bspw. das lied „die akademie“ von dbzwovier hören. denn auch hier kennt mich keiner. warum eigentlich schmeckt der käse auf meinem pausenbrot nach zitrone?

Froher, jetzt wieder

 

unter anderem darüber: das ich mir neulich, in schwarzrotgoldenem fussballmotivierten design zwar, diesen schülerfüller von schneider um runde 3 euro beim supermarkt kaufte, derjenige welcher mir nun ermöglicht, im „hungrigen chinesen“ ((den ich mir in seiner ganzen zehnseitigen länglichkeit) ausdruckte) herumzuschreiben und mir literatenmäßige anmerkungen an den rand und in den text hinein zu schreiben. ich sehe jetzt, dank der füllfeder, potential in dem text und habe lust darauf, den weiter zu schreiben, ja sogar einen plot zu entwickeln, an den werde ich mich gleich noch setzen. denn die sprache ist umständlich und scherrt sich über keinen kamm, schon garnicht den jedes gramm der atik auf die goldwaage legenden, ist aber (hoffentlich) so gemacht, dass man sich nach 3-5 seiten „eingelesen“ hat, sich darauf einlassen kann, denn es ist nicht von ungefähr, die verdrehung macht sinn (hier und da).

„Der Chauffeur, die Heizung aufdrehend, ebbt. Steht und wartet, Herrschaftszeiten. Der Salon zu Klunkersheim, feine Gesellschaft im Grunewald vor lauter Bäumen. Sich auf. Wartet er dorrt. Baron Neuschwanstein hat geladen, die Batterie der Flaschen. Im Radio ein Meer von Geigen, stürmisch. Die Klabanden der Nacht, um die Häuser sie ziehen. Ein bitteres Los. Nachtkoncert auf trüben Tassen gespielt. Die Zeitung liest der Chauffeur, in dem grauäugigen Anzug, die Mütze neben sich auf den Sitzen gelegt. Die Politik, das Zeitgeschehen. Die Konferenz zu Upsala, das Kaffeekränzchen in Ankara. In der Villa die Damen aufgereiht die Perlen, Pyramidol der Renner bei den Herren, stärkt Herz und Geist.“

und so weiter mange tak.

Der Mindernde

gelb schwarz und rot sind doch auch schöne farben. belgisch. ich esse jetzt einmal einen der äpfel, die ich am samstag auf dem markt einkaufte. alert heisst die sorte glaube ich. das wird vermutlich französisch ausgesprochen, oder flämisch (besser noch, in diesem fall) kleine äpfel. plötzlich allerorten geplapper. das unmögliche versuchen worte wie plötzlich sowie unmöglich zu vermeiden. morgen kommt der sensenmann. wer hat an der uhr gedreht. gestern am abend noch einmal den film gesehen. wir erfahren nicht welchen. nachher wieder in die akademie. germanistik.

kann ich gut verstehen das manche leute die abschaffen wollen. wie dem auch sei, kathargo steht noch und erfreut sich bester gesundheit danke der nachfrage die liebe frau gattin. ich schreib demnächst ein bildgedicht in der form von new york. thema: sommer in der finnischen seenplatte.

[gestern]

nach ungefähr 5½ und gefühlten 20 jahren wieder in der uni gewesen. ein seminar. übelkeit und angst. da sitzt dieses brötchenmampfende, neonlesende, vor-sich-hinquasselnde, und rechnet sich die bachelor-punkte zusammen. intermedialität: brötchen, neon, taschenrechner. trotz eingetrocknetem mund melde ich mich irgendwann um noch etwas senf. da stellt sich heraus: viele dieser leute sind noch nicht einmal fähig, einen gedanken neben einen anderen zu stellen, werten eine überlegung als meinungsäußerung (und beginnen natürlich im weiteren verlauf sofort mit der verteidigung ihres standpunktes). leererer, inhaltsloser ausdruck.

Glaube, Liebe, Hoffnung…

Heute musste ich tatsächlich daran denken, wie wir im katholischen Kommunions-Vorbereitungs-Unterricht immer diese kopierten Aufgabenblätter mitbekommen haben, die wir zur nächsten Woche abarbeiten sollten. Ich habe das jeweils am Mittwoch bei meinen Großeltern erledigt, wo ich vor dem Unterricht zu Mittag aß, denn ich war in ihrer Gemeinde in Laatzen angemeldet. Manchmal sollten wir Monstranzen oder ähnliches Gedöns mit Buntstiften würdevoll ausmalen. Hier und da galt es auch, Fragen schriftlich zu beantworten. Auf die Frage „Nenne drei Dinge, die man nicht anfassen kann, und die es trotzdem gibt“ schrieb ich:

Luftröhre, Sonne, Knollenblätterpilz.

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Now playing: Extreme Noise Terror – Moral Bondage

[…]

dann doch noch *** wahrheiten und einflößungen, physischer art *** danach, in der nacht, oskar hätte gesagt „I just couldnt’t stop inventing the whole night“ *** exzerpt: zwei fieldrecoring-performances, live aufzuführen die möglichkeit *** gedanken über die nebenniere *** siebzehn jahr, blondes haar *** hölzchen und stöckchen *** das sich selbst vorzusingende einschlaf-mantra, teilweise dreispurig *** dann, aufgrund -kommender erkältung und niessen entsprechend, gegen sechs uhr in die küche gesetzt, damit du weiter schlafen kannst *** fröstelnd, banane essend, ein taschentuch auf dem küchentisch *** die umsiedler vom schmidt *** auf dem klappstuhl, eine strickjacke und ein langes handtuch um die hühnerbeine *** überhaupt dieses ganze kurze buch, seelandschaft mit pocahontas, die umsiedler (jeder satz ein zitat!!) unter merkwürdigen umständen gelesen *** in den bussen und bahnen zu und weg von den, in verschiedenen eklen gelben gestrichenen, wartezimmern *** gelb überhaupt die lieblingsfarbe der ärzteschaft, scheint es, von eiter bis ocker. *** warum nicht mal ein helles blau? *** wenn dann flieder, sonst erschrecken sich die depressiven.

[…]

gestern *** zwischen haustür und bustür die post erledigt *** meine bank bietet mir einen kredit an *** nein danke kann ich mir nicht leisten *** eine reise ins innere des magneten *** die merkwürdigen töne *** auf dem rückweg tropfene euphorie *** an der haltestelle sehe ich den sushi-meister vom letzten donnerstag *** am abend der junkie, der im strömenden regen, noch bevor die bahn nachhause einfährt, sich, quasi im gehen, einen schuss setzen muss *** seine freundin ist sauer, „kannst es wieder mal nicht abwarten wa?“, hält aber trotzdem die tür der bahn auf *** zitat des tages: „meine oma, die schlampe“ *** wir tragen deinen alten kühlschrank an die strasse *** firma „ex & hopp“ *** es riecht wieder nach kaminfeuer *** heute umsonst ohne ergebnis früh auf *** warten auf den anruf *** so hat es sich zugetragen, das ist die wahrheit.