Unterwegs
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in hannover sind 71,43% aller studierenden chinesen. sie studieren entweder rechtswissenschaften, wirtschaftswissenschaften oder zeitschriftenlesesaal. 20% aller in hannover studierenden chinesen haben nasenbluten. ort der erhebung: aufzug der bibliothek auf dem conti-campus, schnittmenge: 7. jahreszeitenuntypisch nicht mit dem fahrrad gefahren,: transitzeit zu nutzen. in der bibliothek: die studentin, die angepisst kuckt als ich ausgerechnet in den regalgang muss, den sie sich zum telefonieren auserkoren hat. es heißt ja aber schließlich und schlussendlich nicht telephonothek.
als ich gerade die pizza in den ofen tat einen kalten kartoffelpuffer von vor zwei tagen entdeckt. ohne zu zögern reingebissen.
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„gehst du steintor?“ „steigen sie aus?“ dann die ansage der nächsten u-bahn, dass hineinklingen des unternetzes in meine wohnung, während ich mit dir telefoniere. muss an eine werbung für einen fernsehfilm denken, „abgrund: die stadt stürzt ein“ oder so. die bedrohung, allgegenwärtige. schnell noch eine kamera aufhängen an jeden baum im park. muss an das lied denken das ich neulich hörte, „sie haben die straßen auf sprengstoff gebaut„. einfach mal hier lustlos ein paar finger auf die tastatur fallen lassen, am vormittag, während sich die zugezogenen vorhänge im luftzug, um nicht wind zu sagen, des geöffneten fensters bewegen. in der u-bahn neulich so viele leute gesehen, die ihre transit-zeit dazu nutzen, fotokopierte texte durchzulesen, ich gehöre dazu. ich gehöre nicht dazu. ich wasche wäsche. ich habe ein t-shirt an, auf welchem, ein fliesenmosaik imitierend, drei segelschiffe abgebildet sind, als subscriptio der name des urlaubsortes, den ich jetzt, im hinabblicken, nur schwerlich entziffern kann und der deshalb an dieser stelle fehlt. muss ja auch nicht jeder wissen wohin die mutter in den urlaub. warum eigentlich nicht. „bevor die glut erlischt“: oder aber: „wirf dich als letztes Scheit“.
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ich gehe gleich mal ein paar sachen einkaufen. honig, olivenöl, apfelsaft.
ich hatte den ganzen tag eine diegese im kopf
nun ist sie zumindest in stichworten heraus auf virtuellem papier und tut nicht mehr weh. kreise schließen sich (noch und nöcher), es tun sich ungeahnte verbindungen auf zwischen. in all diesen jahren hat sich ein bodensatz an geheimem wissen gesammelt, gefühlt kurz über meinen augen verläuft die linie und überhaupt (=über haupt).
auf der rückfahrt vom ijk: die junge dame, ganz in schwarz gewandet, angeleint ein frettchenartiges nagetier (es könnte auch ein iltis sein) mit sich führend, welche beiden ich, als sie mich neben sich setzen, aus den augenwinkeln zwar registriere. als ich ihnen (=ihr) die möglicherweise erwartete beachtung verweigere und mich stattdessen um so mehr in meinen aufsatz vertiefe, fängt sie an mit dem kleinen marder kunststückchen zu veranstalten. wie es auf den schultern krabbeln kann und auf dem kopf. ich lese derweil: „Cluster, ein Terminus aus den Theorien moderner Musik zur Bezeichnung des Phänomens der Tontrauben, wird von Ulrich Dibelius definiert als der „Grenzpunkt zwischen Klang und Geräusch“:“: währendessen: haben die beiden jungen küken rechterseits neben mademäusele punk, ob der niedlichkeit des mitgeführten, lebendigen symbols höchstindividueller anti-bürgerlichkeit, ihrerseits ein gespräch über die niedlichkeit ihrer eigenen haustiere angefangen. als das wort „kochtopfkaninchen“ fällt erhebt sich frau frettchen wortlos von ihrem sitzplatz und kauert sich lieber mitsamt punkerdackel im türbereich auf den trittstufen hin.
Auf der Zugfahrt nach Hamburg
[flash]http://www.youtube.com/watch?v=vEEltipojJk[/flash]
letzte woche, schon wieder.
Der die
Rythmen
Die alte Frau mit dem noch älteren Dalmatiner kommt jeden Abend ca. 23 Uhren hier vorbei.
auf der fahrt
von den expo-plaza outskirts zurück, heute: der sommerliche geruch auf der eigenen, hart verhandelten haut, währenddessen (ich) ein buch lese zur philosophie des dokumentarfilmes, eine winzigkleine spinne beobachte, die unermüdlich auf den seiten zwischen all den ziffern, all den worten herumkrabbelt. hier nun ließen sich treffliche anmerkungen zur erkenntnis, code und wahrnehmung veranstalten, die ich mir verkneife. anstattdessen, jeweils beim umblättern darauf geachtet, dass ich die kleine spinne nicht unbedachterweise in der literatur zerquetschte, sie hatte dieselbe farbe wie der druck und war dann plötzlich verschwunden. währenddessen sich zwei frauen unterhielten über das grauenvolle verlies in einem österreichischen keller, über meine buchseiten hinweg höre ich ihrem gespräch zu, ein filter liegt dazwischen jedoch.
dann am nachmittag kam doch noch der angekündigte regen, später sitze ich inmitten dessen auf dem fahrrad, wie habe ich diesen geruch vermisst von von regen gesättigtem straßenstaub, und an der ecke am klagesmarkt, dort wo die junkies immer hinpinkeln: riecht es nach jasmin.

