Der unsichtbare (Elephant)

Wochenlang wusste ich nichts so recht mit dem unfertigen Bild anzufangen. Oben war zu wenig, war es nicht so wie es sein sollte, aber ich konnte weder die weiße Fläche füllen, noch den Bereich übermalen, ohne die große Gefahr, dass sonst sehr schöne Bild (meine Meinung) zu zerstören. Da kenn ich ja aber auch nichts, wenn ein Bild nicht mehr zu retten ist, dann ist es Altpapier oder vielmehr Müll, wegen der ganzen Farbe.

Wie um an das Innere einer Vanilleschote zu gelangen, hatte ich von oben das Stück Kabel, welches beim Lampenaufhängen übrig blieb. der Länge nach aufgeschnitten. Ganz vergessen, wie widerspenstig der dünne Kupferdraht doch ist und wie schnell er zun einem unentwirrbaren Knotennetz gerinnt, wenn man versucht, den Strang aus dem Kabel herauszulösen. So war die Ausbeute dann recht gering, aber brauchbar. Ich fädelte einzelne Kupferdrahtstücke in eine Nähnadel ein und nähte so fünf Kupferdrahtnähte oben auf die Leinwand in die rote Sonne hinein. Dabei bewegte ich mich dann an der Grenze zum Unsichtbaren, in heller Aufregung alles. Zunächst dran gedacht, weil ein Elephant musste es werden, das Bild nach dem Musikstück „Big Elephant Drinks“ zu benennen, aber während die Drahtenden vor den müden Augen vibrierend erschienen und im Licht wieder verschwanden, kam es zu dem jetztigen Titel.

Den Bildausschnitt aus dem Handgelenk genau auf 1208×906 Pixel zugeschnitten. Neulich auf dem Markt auch schon einen Job angeboten bekommen, als ich der Verkäuferin zimelich genau das Kilo Roter Beete anreichte. Die Eltern hatten gestern angekündigt, heute auf die Demo gehen zu wollen, ob dieses Vorhaben nun dem anhaltenden Regen zum Opfer fiel, kann ich noch nicht sagen.

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