[Verschiedenes]

ich gehöre jetzt zu diesen leuten, die diese anzeigen unter [verschiedenes] lesen, sobald tageszeitung. wie ich auch zu den leuten gehöre, die bäckereien mit café-ausschank, (usw.). es macht mir nichts dir nichts aus. ein fernseher, der in meiner küche vor sich hinplappert, bedeutet nur: es gibt noch viel unwichtigeres (als dein kleines leben).

eine waschmaschine, die viel lärm macht: immer wieder ein stück (zuhause), nicht wegzudenken, in einer sich selbst zerfetzenden welt, zwar, aber. und soviel dazu.

Filmwoche 2009 (5)

Dada! In Erinnerung an die Dada-Woche (wohingegen dazu die Links größtenteils in eine weite, weisse Leere weisen) der Dokumentarfilm Dada – Germany von Helmut Herbst. Zu verdanken ist die Repräsentation dieses Zeitdokuments an dieser Stelle dem großartigen Archiv bei ubu.com, einem Quell stetig wachsender Freude und dort wäre noch so viel zu entdecken!

This documentary concerns the contributions of German artists to the Dadaist movement. Created in 1916, the organizers rejected previous convention and delighted in nihilistic satire in painting, sculpture and literature. (Dan Pavlides)

Part 2 von „Dada – Germany“ findet sich hier, dort auch Downloadmöglichkeit durchaus vorhanden!

Die Cleveren und Smarten (vemutlich auch die Dicken und die Doofen) haben aber sicher auch gemerkt, dass ich im Zuge dieser Filmwoche hier nur am Wegesrand aufgelesene Brocken hinschmeisse, ohne mich groß um Konzept, Zusammenhang oder gar Hintergrundrecherche zu scheren. Gerade bei einem sochen Beitrag ist deshalb der Hinweis angebracht: Machen Sie sich gerne selber einen Reim darauf! Merci.

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(Filmwoche 2009: #1 | #2 | #3 | #4 | #5 | #6 | #7 | #8 | #9 | #10)

[bei penny am steintor]

großartiger auftritt, neulich beim penny am steintor: erst, laut, „scheisse“ rufen (aufgrund der begrünung im vorkassenraum, palmengewächse waren dort in den weg gestellt, so das sich keinerlei möglichkeit zum einpacken der einkäufe bot), dann irgendwo dazwischen die dinge halb verstaut: kommt der bus (draussen vor der tür), nochmal scheisse und mit offener umhängetasche, sowie einer bierfalsche und einer tüte traubensaft in der hand aus dem supermarkt herausstürmen und in den bus hinein (in der braunen cordjacke, der inzwischen auch seit mehr wochen der oberste knopf fehlt). ein umstand, den zu beheben ich eigentlich durchaus (mit leichtigkeit) imstande wäre, selbst an den hierfür notwendigen utensilien fehlt es nicht. jedoch. dazu fiel mir neulich auch gerade noch ein, als ich auf dem hof des conti-campus, zwischen all den geföhnten schminktäschchen, der letzten seminarsitzung entgegenstrebte, ich könnte den abkömmlichen, jedoch noch vorhandenen knopf, einem monokel gleich, zwischen daumen und zeigefinger nehmen und ihn vor die übriggebliebenen fäden halten, während ich mit den anderen (drei) fingern die jackenschläge aneinanderdrückte, diese armseeligkeit zumindest notdürftig zu kaschieren und so immerhin den anspruch auf würde aufrecht zu erhalten. ich glaube ich hab das sogar getan, so oder ähnlich. nun möchte ich aber nicht so vermessen sein, wie es große teile dieser welt nun einmal bereits sind, vielleicht manifestiert sich hier also auch eine gewisse trotzigkeit den zeitläuften gegenüber: zitat aus einer e-mail von gestern, bei welcher es um die weiterführung eines projektes ging, dem ich bereits den rücken kehrte (mit dem eisenbesen nöglicherweise): Ideen bezüglich der Einrichtung eines oder mehrer gegenwartskritischer Web-Logs: wobei sich mir gleich die frage aufdrängte, wie denn bitte gegenwartskritik man sich vorstellen solle; ob man einen zeitzustand denn überhaupt zu kritisieren imstande wäre.

habe gerade den weihnachtsbaum abgeschmückt.

klopfe 3 mal auf den postkasten, wenn ich einen wichtigen brief eingeschmissen habe. das mache ich schon immer so.

vorgestern in der u-bahn den mützentrick gemacht: mit 2 gleich gestrickten, aber verschiedenfarbigen mützen: beim einsteigen die eine abgenommen und in die rechte jackentasche gesteckt, beim aussteigen die andere aus der linken tasche aufgesetzt: allgemeine verwunderung: wie hat er das gemacht?

heute die wohnung gekündigt.

wie jedes jahr zwischen den jahren dieses wunderbare gefühl des zwischen den jahren.

das sind

nun auch orte geworden, an welchen wir verweilen und besprechen: bäckereien mit café-ausschank, in denen man an der theke belegte brötchen kauft und cappucino, dieses sodann an den platz trägt. hier können wir uns sammeln, zwischen den anderen gästen sitzend, die zu diesem ort passen, ihn sich gewählt haben. uns ist er zugeflogen. wir passen uns an: immer noch besser als. oder beispielsweise im bus, die musikstudenten, heute in der mittagspause, dreistimmig die amerikanische hymne anstimmend kurz nur zwar, zuvor der man mit dem stoffbeutel auf welchem stand: „Industrial Pakistan. The right Place. The right Time“: worte ins notizhandy geschrieben, sie später hier weiter zu verwenden: die kollegin, die so niest das sie es schafft, tatsächlich das ende jeden niesers in einem klar ausgesprochenen „tschi“ ausklingen zu lassen: dann raus in den winter in den bus (siehe oben), sodann die erkennungsmelodie von metro-goldwyn-mayer oder waren es doch warner bros.? im café im hauptbahnhof, wir treffen uns immer mittwochs dort in der mittagspause, erzähle ich wie es mir geht und erging in den letzten tagen und wochen und monaten. ich erzähle aber nicht alles. ach so ja, danach als ich einen lion-riegel kaufte fiel mir wieder ein, früher die schokoriegel, die ja alle dasselbe kosten, nach gewicht gekauft zu haben, weshalb mars und snickers eindeutig bevorzugt wurden. mehr fürs selbe geld: am abend dann: als ich die müllbeutel aus der küchenschublade herausnehme denke ich, wie gut es ist eine derartige schublade zu haben, wo schnürrsenkel, strohhalme, feuerzeuge und eine taschenlampe (beispielsweise) darin aufbewahrt werden. habe ich etwas vergessen?