heute ein wundervollstes postkartenfotografierwetter leierkastenmann am platz der weltausstellung und karten für den circus gekauft sowie ein grüngelbes haus fotografiert the city’s ever changing makeup
Musik
Dead Man / Amerika
Neulich einmal wieder den Film „Dead Man“ angesehen, mit dieser großen Musik von Neil Young, der, Gerüchten zufolge, sich mit der Gitarre vor die Leinwand gestellt hat und im Licht des Rohschnitts improvisierte. Auch wunderbar bspw. Iggy Pop als Trapper-Transe und natürlich Johnny Depp, eigentlich alles. Was mir auffiel, dass ist diese Nähe zu Kafkas Geschichten und Bildern; Die Stadt, die „Machine“ heißt, das groteske Vorsprechen beim Direktor, der Heizer im Zug. Werde dann demnächst mal da reinlesen, ich denke da an „Amerika„, erscheint logisch.
It is preferrable not to travel with a dead man. (Henri Michaux)
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Ich stehe unter der Markise von dem Dönerladen am Steintor, an der Bushaltestelle, um dem Sommer Regen (den paar Tropfen) auszuweichen. Warmer würziger Dönerduft umschwebt mich ringsum, mit der einen Hand halte ich den heissen Togo-Becher, seines Deckels entledigt, während ich mit der anderen Hand, unter zuhilfenahme der Zähne, dass kleine Päckchen mit dem braunen Zucker aufreisse. Gerade möchte ich den auf dem Milchschaum gelandeten Zuckerhaufen in den Kaffee rühren, kommt der Bus, ich mit geöffnetem Becher, den Deckel unschlüssig darob platziert, fummel mir mit der anderen Hand das Portemonnaie aus der Tasche, öffne es, versuche dabei dem Togo-Becher ein möglichst sicheres (die Sitzpolster anbetreffend) Aussehen zu geben, ernte dennoch einen kritischen Blick des Fahrers, dem ich mein Studententicket herzeige, vielleicht aber auch wg. dieser Kaffeekonstruktion, auf den Kopfhörern „Autobahn“ von Kraftwerk, die lange Version.
Die Musik wird durch das Schreien eines kleinen Jungen übertönt, der mit seinem Vater unterwegs ist, der Vater zeigt auf ein an der Scheibe angebrachtes Zirkusplakat, ein Clown darauf, und macht zwei Töne, da lacht der Junge.
"Es sei denn, du bist Snake Plisken."
Nachdem ich nun 3 Jahre wohne, in dieser lauten Wohnung, in dieser lauten Staße, jedoch aber in einem sehr schönen Stadtteil, habe ich Gestern endlich den Badezimmerspiegel an die Wand gehängt. Freue mich bereits jetzt auf Sonntag, wenn ich mich zum ersten mal in aufrechter Haltung werde rasieren können.
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“Think the end of the world coming?”…“ the preacher man says it’s the end of time, says that Americas rivers are going dry, the interest is up, the stock market is down.”
“But do you think the end of the world is coming?”
“nah, so says the preacher man, but I don’t go by what he says.” (via)
(Godspeed! You Black Emperor: Providence)
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Und der erste Kreis der Hölle; war gleich nebenan.
Während
ich beim verspäteten Frühstück vor dem Internet sitze, eben mal Sound Borb installiert. Nun plätschert hier die See, Intensity und Happiness auf Anschlag, ich aber muss los, der Schwester streichen helfen. (via).
Ufftata! (Die Synchronstimme #122)
Das größte Schützenfest der Welt, eine Sache auf die man hier gefälligst stolz zu sein hat (Ufftata!) macht Krach in meiner Straße. Jawohl. Ufftata!
Genial
bei den maifestspielen von den neubauten: dieser einstieg mit den summenden hummeln, und dann, in der ersten strophe, sofort der verweis auf das organische, die jahresringe der bäume, inmitten meiner kreise, dann passiert, lange zeit, und dann kommen die sirenen und der wiederhall der strassenschlacht, und
Spring is my love.
Wie konntest Du das vergessen.