Die Aussicht genießen

Zu rein garnichts. Zu beweisen, dort gewesen zu sein, sind jetzt gerade einmal alle Fotos geordnet und von der Leine. So weit weg. Notizbuch lauert auch noch in einer dunklen Ecke, und an diesem Wochenende sollte gearbeitet und Heute am Abend eine Radiosendung und am Sonntag dann Mitgliederversammlung ebd. und so das Leben rollt den Berg runter. Ich gehe erstmal duschen.

gestern, heute, später

„Später googlen“ ist wie „ein bißchen schwanger“ [krumme Metapher]. Ich möchte auch nie wieder Gedichte lesen müssen von Menschen die nennen sich „Mondwölfin“, „Silberfee“ oder „Schreiberling“. Know what I mean? Jedenfalls. Ich es noch nicht erwähnt haben sollte, ich bin jetzt wieder hier. Gestern um diese Zeit noch an einem Fluss auf einer Insel. Castles made of Ampersand. Wie immer, sehr merkwürdig, diese schnellen Ortswechsel, und. Später mehr. Wohlmöglich.

Anders

Es wird wieder ganz anders sein alles. Alles. 1994 war ich das letzte mal in London (so mich die Erinnerung nicht), Kursfahrt mit meinem leider viel zu früh verstorbenem Klassen- und Englishlehrer. Ich kann mich erinnern an: 1.) Fish’n’Chips 2.) einen geplatzten Reifen/Motorschaden auf dem Hinweg mit dem Bus 3.) Wir kamen aus dem Busbahnhof an und Lowdon blieb vor einem Briefkasten stehen und erzählte eine Geschichte dazu 4.) Lowdon blieb stehen und erzählte eine Geschichte dazu 5.) Ein von gelangweilten (neuseeländischen und sich illegalerweise hier aufenthaltenden?) Slackern betriebenes Hostel in der Russel Street 6.) Eine mit einer Rüschengardine bekleideten Dame im Frühstücksraum desslb. 7.) Mehrere mit div. bunten Pillen angefüllte Filmdosen nebst Q-Tips und Wattepads, verstreut über das ganze Zimmer beim Check-In ins Hostel 8.) Das das Bier im Gass Club nur ein Pfund gekostet hat 9.)
Eine Theatervorführung in einem freien Theater (Camden*), an deren Inhalt ich keine Erinerung habe, ich weiß nur noch das die Kulisse aus einem Bild bestand welches wolken darstellte. Danach direkt nebenan 10. ) Fish’n’Chips. 11.) einen hochpreisigen Laden in einer exklusiven Strasse, in den ich, anbekleidet mit meinem geliebten Bundeswehr-Marine-Parka und an den Knieen einrissenen Jeans eintrat und einen teuren Marmelade-Löffel kaufte (11 Pound Sterling?), Auftrag der Mutter (erledigt), 12.) ein Hotel mit Blick auf den Hydepark in welchem Freunde von mir (zufälligerweise) logierten 13.) Speakers Corner (damals gab es noch kein Internet, noch keine Handys, geschweigedenn diese sog. „Blogs“) 14.) Der Punk-Club in der Hanover-Street, unten im Keller (Beer aus der Dose), der einen Monat später im „Spiegel“ stand und in welchjenigem a.) E.K. Bekanntschaft mit Poppers machte und b.) wir den DJ solange (unter Verweis auf unsere Herkunft und Chaostage und den Spiritus Loci) bearbeiteten bis das er tatsächlich „London Calling“ spielte, und danach noch die Dead Kennedys, und das alles nur für uns. War auch kaum wer anders da. 15.) Das Musical „Starlight Express“, in welches mich mein jetzt bei der Airbus angestellter Freund T. für den halben Preis (16,50 Pound Sterling) unbedingt hereinschleppen musste. Fand ich aber gut.
Und…