heute weggeschmissen zwei alte monitore ein alter fernseher mit einem aufkleber tocotronic vorne darauf ein drucker ein staubsauger ein faxgerät noch mit papierrolle dabei das hab ich mal von dir bekommen mein gefallener engel ein kaputter telefunken receiver ein kaputter videorecorder alles vorherige natürlich auch kaputt so die sirenen singen keller jetzt wieder frei und

so nun werde ich einmal

die woche organisieren das heisst was will oder soll ich wann machen wen wann anrufen und wen besser nicht der steinmetz und das theater und der montagmorgen ist mir der allerliebste dann ist die woche noch unverbraucht und es haben sich noch keine neuen schichten an staub auf den knochen und der seele abgelagert abgemagert ist der sommer zwar nun schon jedoch

Made in Germany (2)

Made in Germany war eine sehr ambitionierte Ausstellung mit Werken in Deutschland lebender Künstler der gegenwärtigen Gegenwart, die ich mit der Liebsten am letzten Samstag zum letztmöglichen Termin besucht habe. Vieles vieles hat mir gut gefallen, hier eine kleine Retrospektive, gewissermaszen, die vermutlich noch erweitert wird.

Gut gefallen ist besser als schlecht gestürzt:

Björn Dahlem mit Black Hole (siehe Foto) # Thomas Zipp mit seinem Feuerwehrauto, Klee Opa Trah und den 7 Hühner # Der Kronleuchter über der Straße vorm Künstlerhaus # Die Holzkamerafront von Oliver van den Berg # Dieses merkwürdige Interieur von Haegue Yang # Der bereits genannte (Video) schriftliche Wasserfall von Julius Popp # Die in einer Endlosschleife laufenden und an einem Punkt der Spirale durch einen Filmprojektor (vergrössert!) sichtbar gemachten Filmstreifen von Simon Starling und Wilhelm Noack # Das Mobile (2) (In dem man sich so schön selbstreflektieren konnte) von Jeppe Hein # Die Video-Installation „King. A Portrait of Michael Jackson“ von Candice Breitz # Und eine weitere Video-Arbeit: Julian Rosefeldts synchron/asynchrone Geschichte Stunned Man“ # Dann noch: Michael Sailstorfer: Zeit ist keine Autobahn. Danke für den Hinweis.


Bestürzt:

hat mich, das die Installation/Skulptur „Zeit ist keine Autobahn„, ausgestellt in der Kestner Gesellschaft, zugunsten des Pianisten mit den Jazz-Standards & Classics, welcher dem Finnisage-Publikum (hier keine weiteren Erleuterungen, jeder sein eigens Bild) versprochen ward, abgestellt wurde. Und das ausgerechnet von jenem äußerst kunstbeflissenen dunkelhaarigen Lockenkopf, der sein schöngeistiges Gesicht in jede Kamera gehalten hat, im Dienste der schönen Künste. Mittelfinger Dankeschön.

Außerdem die Verlorenheit, die sich mir im Sprengelmuseum zeigte. Neben einigen geisterbahnhaften, effekthascherischen Installationen, die abgesehen vom wallacemäßigen Gegrusel nicht viel zu bieten hatten, blieb mir nur das paranoide Personal der Kunstinstitution in Erinnerung, deren Direktor Krempel (er heißt wirklich so!) eigentlich als Häuptling von „Made in Germany“, aber lassen wir das. Jedenfalls sperrten seine Kunst-Untertanen, mit den Augen überall, als wir ankamen mal eben einen Gang mit zwei „Siebenern“ vom Jacobsen ab, schöne Stühle, aber eigentlich zum Sitzen gemacht. Am Eingang zum großen Ausstellungraum im Sprengelmuseum stand auf einem Podest ein junger Mann, der Visitenkartengroße Papierschnippsel, versehen mit einem Zitat aus einem U2-Song an jeden Besucher verteilte.


Made in Germany: EINS ZWEI

Die Frau, der die Zeit verlorenging. Immer treffe ich sie im Park. Die Geschehnisse, sie dringen in Höchstgeschwindigkeit um sie herum, während sie, nicht anders kann, und einfach dort steht. Heute hatte sie einen Regenschirm dabei, immerhin. Ich hoffe ich kann dem Drang, sie anzusprechen, und sie wohlmöglich damit unnötig zu erschrecken, weiterhin wiederstehen.

Alle dort versammelt,

im Artikel über Literatur auf Myspace:

„Insbesondere die Rampensäue unter den Sprachfricklern sind auf MySpace zu finden. Jan Egge Sedelies, Costa Carlos Alexander und Matias Hans Oepen treten zusammen als »Beatpoeten« auf. Auf ihrem MySpace-Profil lassen sich ihre Sprach-Baet-Stücke anhören. Ein Tourplan nennt ihre aktuellen Live-Autritte. Irgendwann kommen wir auch zu Dir!, ist dort zu lesen.“