ich hole meine fehlstunden der letzten 2-3 monate auf, indem ich im bureau sitze und alle im tiefkühlfach rss-reader frisch gehaltenen artikel lese, wobei mir gerade skrupel kamen, als ich dachte „du kannst jetzt doch nicht die gebr. goncourt mit mequito mischen, wo soll denn das hin führen!“ und deshalb schön brav erst das eine büchlein zuende bringen, dann das nächste zur hand nehmen. bei den frères verstehe ich wieder mal nur die hälfte jedoch.

… … … gerade eben (gestern)

ein neues buch angelesen(!): dabei ist mir jetzt gerade ein wenig unheimlich, wie sehr ich (sofort wieder einmal) gleich auf der ersten seite mit auster einverstanden bin:

„These are the last things. A house is there one day, and the next day it is gone. A street you walked down yesterday is no longer there today. Even the weather is in constant flux.“

Paul Auster: „In the Country of last things“,
Faber and Faber ltd., London 1988., Seite 1.

(und dann noch: diese haptik des sauren papiers, die diese billige paperback-ausgabe mitbringt, diese dicken, holzigen seiten: dieses jetzt gerettet sein,)

angelesen/ausgelesen/abgelesen

da ich im oppisiton üben nun so geübt bin wie nichts (gutes), eine weitere etüde auf diesem weithin unbekannten instrument; anstatt des in jüngerer zeit influential grassierenden „ich lese ein neues buch und schreib eben kurz darüber“ (no offense @isabo!) befasse ich mich zum stichwort „abgelesen“ mit büchern, die ich zuende zu bringen mich nicht imstande sah. zumindest für heute:

„schlafes bruder“ ist so ein erstaunlicherweise von der breiten kritikerschaft und dem literaten publikum hochgelobtes buch, bei welchem mir schon auf der ersten seite der manierismus so sehr entgegenschwappte,. diese ganze köhlerhafte und nebulöse kulisse ist so sehr auf den ersten blick konstruiert, dass es einfach viel zu offensichtlich ist, das der autor robert schneider im sinne hatte man möge ihm auf die schliche kommen. ach ja, die sprache, wie kunstvoll, wie eigen sie doch ist. wie wenig empathisch sie dadurch wird. wie distanziert der leser dadurch sofort ist.

für mich ganz klar ein buch für beginnende germanistinnen, die […].

Filmwoche 2009 (5)

Dada! In Erinnerung an die Dada-Woche (wohingegen dazu die Links größtenteils in eine weite, weisse Leere weisen) der Dokumentarfilm Dada – Germany von Helmut Herbst. Zu verdanken ist die Repräsentation dieses Zeitdokuments an dieser Stelle dem großartigen Archiv bei ubu.com, einem Quell stetig wachsender Freude und dort wäre noch so viel zu entdecken!

This documentary concerns the contributions of German artists to the Dadaist movement. Created in 1916, the organizers rejected previous convention and delighted in nihilistic satire in painting, sculpture and literature. (Dan Pavlides)

Part 2 von „Dada – Germany“ findet sich hier, dort auch Downloadmöglichkeit durchaus vorhanden!

Die Cleveren und Smarten (vemutlich auch die Dicken und die Doofen) haben aber sicher auch gemerkt, dass ich im Zuge dieser Filmwoche hier nur am Wegesrand aufgelesene Brocken hinschmeisse, ohne mich groß um Konzept, Zusammenhang oder gar Hintergrundrecherche zu scheren. Gerade bei einem sochen Beitrag ist deshalb der Hinweis angebracht: Machen Sie sich gerne selber einen Reim darauf! Merci.

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Filmwoche 2009 (4)

Heute mal etwas anderes. Ziemlich anders. Ein Animationsfilm. er heißt „Miniscule – Der Luftballon“, produziert von Phillipe Delarue / Futurikon und sieht irgendwie ein wenig nach „A Bugs Live“ und „Antz“ aus. Bittesehr.

[flash]http://en.sevenload.com/videos/cL6Hd8Q-Minuscule-Der-Luftbalon[/flash]

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Filmwoche 2009 (3)

Ein leider viel zu wenig beachtetes Genre, gerade auch bei internationalen Filmfestspielen wie der Berlinale, sind die vorwiegend pädagogisch orientierten Filme. Diese gewinnen, auch im Hinblick auf eine mehr und mehr audiovisuel orientierte Gesellschaft, zunehmend an Bedeutung. In diesem Genre ist es wichtig, relativ spröde pädagogische Inhalte für ein Publikum aufzubereiten, welches grundsätzlich eher nicht literarisch vorbelastet ist.

Ein Paradebeispiel des sog. Lehrfilms liefert hier der Klassiker „Staplerfahrer Klaus“. Hier ist es beispiellos gelungen, wichtige Verhaltensregeln im Lagerbetrieb, insbesondere in Bezug auf die verantwortungsvolle Position des Gabelstaplerfahrers, witzig und pädagogisch wertvoll in Szene zu setzen.

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Filmwoche 2009 (2)

Meine Ignoranz zeigt sich auch schön darin, dass ich dachte diese Berlinale ginge nur eine Woche anstatt der tatsächlich veranschlagten 10 Tage. Vielleicht geht die Reihe Filmwoche hier also dann 10 Tage, mal schauen ob ich es schaffe entsprechendes Material zusammenzutragen. Hilfe bekomme ich dabei von den zahlreichen Beiträgen auf anderen Blogs, den heutigen Film habe ich so beispielsweise auf Text&Blog gefunden.

Eigentlich schon seit den Brüdern Lumiére, spätestens aber seit Berlin: Sinfonie der Großstadt ist die große Stadt ein Dokumentarfilm-Thema. So auch in Ostkreuz, den ich Gestern hier aufführte und ebenfalls im heutigen Beispiel, colapse times von demari.tv. Ein Film, der die Idee von der Stadt als einem lebendigen Wesen mit pulsierenden Adern mithilfe der Zeitraffer-technik sehr schön veranschaulicht…


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