Im Bus (*)

Den ich aufgrund der Witterungsbedingung (denn es ist nur eine, der liegende Schnee nämlich) anstatt des Rades nehme mache ich mir einen Spaß daraus, kleine Haikus über die Mitreisenden auszudenken:

die blöden kühe
glatt widerkäuend auf eis
rutschen graziös aus

(*) Finde ich ist auch eine gute Überschrift für den ersten Eintrag im neuen Jahr, ein Artikel der sich einreiht in eine lange Tradition von Beiträgen, die sich mit dem öffentlichen Nahverkehr befassen und suchen sie doch einfach selbst bei Interesse. Natürlich (paradoxerweise) ärgere ich mich auch über die Mehr-Leute die anstatt mit dem Auto zu fahren den Omnibus für ihre Zwecke entdecken, anstattdessen sie ihn uns Radfahrern überlassen (auf der Arbeit allerdings war bereits einer der Kollegen vor mir anwesend und saß in Schal und Jacke ganz verloren im noch jungen Jahr an seinem Arbeitstische sinnierend; Wir sprachen einige Worte, aus denen hervorging das auch er (wie auch ich) heute mit den Gefährten der Überlandwerke und Straßenbahn AG vorlieb nehmen musste, weshalb mein Groll sich nicht nur gegen Ihn sondern auch gegen mich zu richten hätte, so denke ich jetzt, denn schließlich verstopften offenbar die Radfahrer genauso die Passagierräume wie alle anderen auch, ich bin jedoch grundsätzlich eher kein Freund des Menschen, ich glaube das hier und da bereits sachte angedeutet zu haben. Deshalb. Und wie schön der Schnee doch ist und der blaue Himmel, der zumindest zu großen Teilen noch unbevölkert geblieben und nur hier und dort von Aluminiumprojektilen beflogen wird, besetzt mit (in Zukunft zuvor nackt gescannten). Aber ich schweife ab und muss in der Mittagspause unbedingt (einen Kalender kaufen sowie) ein Stück die Allee hinabspazieren, die zu den Barockgärten (dem Großen Garten) in Herrenhausen führt und entlang derer sich übrigens seit 1893, beginnend am Königsworther Platz, die erste hannoversche Straßenbahnlinie erstreckte.#LakVers1 #LakVers Lakonische Verse

eine schöne kalte winternacht,

ist es, der graue schneehimmel und seine wolken hängen über der stadt. hier ist es warm. spontan den kühlschrank vom strom (der zeit) getrennt und nun stehen alle meine kühlbedürftigen vorräte auf dem balkon und frieren. am morgen mit dem bus, jedoch ohne handy weder noch kamera zur einen arbeitsstelle gefahren, nach einer woche in der alles abgesagt wurde. :die schönen, verschneiten bäume, überall in der großen stadt. der dicke mann, der im jogginganzug vor dem schaufenster von plus steht, die angebote studierend. die frau mit den wenigen zähnen, die sich 1.) über den unentschlossenen jungen und 2.) über meine wechselgeld-konfusion freut, in der bäckerei an der ecke. niemand weiß den trubel, den ich sah. das ich vorgestern einen eintrag hier löschte hatte ausschließlicht mit der mangelnden literarischen qualität zu tun, die bei näherer betrachtung usw., wo ist meine sprache geblieben, das alles? ich sollte, ich sollte, ich sollte, ich finde mich oft in gedanken, in der vergangenheit befangen, wie ich sie ansehe, als einen anderen, einen besseren ort, vielleicht, zwar. so eine nacht wie sie heute eine ist hätte ich mir mal im sommer gewünscht, hätte aber auch nicht gedacht, dass es noch einmal so kalt wird auf dieser welt, wo doch überall das eis taut (und alles explodiert). von hoffnung zu sprechen wäre allerdings zu viel verlangt. und während ich das hier schreibe läuft bereits die ganze zeit über, ohne das ich dort hinsähe, „der prozeß“ von kafka von orson welles. der graue schneehimmel, der hängt über der stadt, eine schöne, kalte winternacht, von hoffnung zu sprechen wäre allerdings zu viel verlangt, wie ich mir das gewünscht habe, hätte wünschen können,

sehr bunte träume wieder z. zt. und ich ganz hin- und hergeworfen zwischen dem was aufwachen ist und dem, was dieses zuende zu bringen bedeuten würde. grundsätzlich bin ich aber eher müde.