[bei penny am steintor]

großartiger auftritt, neulich beim penny am steintor: erst, laut,  „scheisse“ rufen (aufgrund der begrünung im vorkassenraum, palmengewächse waren dort in den weg gestellt, so das sich keinerlei möglichkeit zum einpacken der einkäufe bot), dann irgendwo dazwischen die dinge halb verstaut: kommt der bus (draussen vor der tür), nochmal scheisse und mit offener umhängetasche, sowie einer bierfalsche und einer tüte traubensaft in der hand aus dem supermarkt herausstürmen und in den bus hinein (in der braunen cordjacke, der inzwischen auch seit mehr wochen der oberste knopf fehlt). ein umstand, den zu beheben ich eigentlich durchaus (mit leichtigkeit) imstande wäre, selbst an den hierfür notwendigen utensilien fehlt es nicht. jedoch. dazu fiel mir neulich auch gerade noch ein, als ich auf dem hof des conti-campus, zwischen all den geföhnten schminktäschchen, der letzten seminarsitzung entgegenstrebte, ich könnte den abkömmlichen, jedoch noch vorhandenen knopf, einem monokel gleich, zwischen daumen und zeigefinger nehmen und ihn vor die übriggebliebenen fäden halten, während ich mit den anderen (drei) fingern die jackenschläge aneinanderdrückte, diese armseeligkeit zumindest notdürftig zu kaschieren und so immerhin den anspruch auf würde aufrecht zu erhalten. ich glaube ich hab das sogar getan, so oder ähnlich. nun möchte ich aber nicht so vermessen sein, wie es große teile dieser welt nun einmal bereits sind, vielleicht manifestiert sich hier also auch eine gewisse trotzigkeit den zeitläuften gegenüber: zitat aus einer e-mail von gestern, bei welcher es um die weiterführung eines projektes ging, dem ich bereits den rücken kehrte (mit dem eisenbesen nöglicherweise): Ideen bezüglich der Einrichtung eines oder mehrer  gegenwartskritischer Web-Logs: wobei sich mir gleich die frage aufdrängte, wie denn bitte gegenwartskritik man sich vorstellen solle; ob man einen zeitzustand denn überhaupt zu kritisieren imstande wäre.

habe gerade den weihnachtsbaum abgeschmückt.

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