Ein neues Viertel, eine neue Stadt

Dieses Viertel, in dem die japanischen Musikstudentinnen zuhause wohnen, ihre Celli und Violinen und Kontrabässe (am besten noch) nicht so weit tragen zu müssen, hatte ich vormal immer nur en passant wahrgenommen, aus dem Bus heraus oder bei gelegentlichen Durchfahrten fahrradlicherseits. Nun ist Orientierung, der Bagel-Laden in dem ich eigentlich Mittagessen kaufen wollte hat geschlossen, also an der Klosterkammer vorbei zum Bäcker. Das bringt mich hinein in die unbekannten Straßen, die Vergleichsmaschine rattert los, der Geruch des Windes wird einsortiert, klemmende Schubladen mit vergilbten Karteikarten enthalten aufgezogen, Erinnerungsmaschine. Eine Mischung aus hier und dort. Und anderswo.

Momentan und das wird so bleiben, in Zukunft, falle ich Abends um und rühre mich nicht mehr. Dieses ewige gehtzt-sein, die wichtige Sache noch schnell aufschreiben, die Fotos (von dem neuen Viertel folgen) vom Tag noch schnell, schnell, schnell noch Bier trinken, schnell noch was arbeiten, da schreib ich lieber weniger und schaue mehr Fernsehn. Ist auch eine schöne Beschäftigung. Die Musikhochschule sieht von oben aus wie ein Ohr, btw. Am Nachmittag stelle ich fest das togonesische Generalkonsulat ist gleich um die Ecke.

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