die kollegen hier. versuchen seit 10 minuten einme…

die kollegen hier. versuchen seit 10 minuten einme grafik aus ’nem powerpoint-dingens rauszupuzzeln. dann merkense irgendwann dasses ’ne ppt-grafik und keine eingefügte datei ist.

„dann macht doch einfach ’nen screenshot!“

„ja, wie geht das nochmal? umschalt und druck, ne?“

weitere 10 minuten später beschwert sich frau X dann sie würde sich beim personalrat beschweren. dann soll die chefin das doch selber machen. bratziges gesicht dabei. gegenargument vom kollegen da „sag mal, du hast auch kein interesse daran mal irgendwas neues zu lernen?“ „ja, sie sagt ja das ist so einfach!“ „ja, wenn man das kann dann ist das auch einfach.“ „ich berichte dem personalrat eh alle paar wochen über die vorfälle hier.“

[…]

„und wo finde ich das jetzt wieder, wenn das in der zwischenablage ist?“

europawahl: die offizielen entergebnisse jetzt …

europawahl: die offizielen entergebnisse

jetzt ist es klar: das „bündnis für polyphrene klingeltöne“ hat europaweit einen erdrutschweiten sieg errungen, schicke poly oma an die 87889 (€7,99/SMS). zusammen mit der partei „mir das größte stück vonner torte“ und der der „osteuropäischen allianz für archaische parteinamen“ können die jetzt das europa regieren bis der arzt kommt. weit abgeschlagen wie ertwartet die „tellerrandkucker“ und unser bundeskanzler, der sich gleich ganz verkrochen hat. besonders geschickt haben es viele der „neuen 10“ gemacht, die erst mal ja gesagt haben und jetzt dann doch lieber nicht wollen. abba was solls (=ja nich so wichiich). ähnliche prognosen gipts ja auch vür die ueropameisteraschaft.

(für die ausgewogenheitdie ergebnisse in echt).

ich erkläre diese woche für die dada-woche in synchronisierten abläufen, jawoll! (=h genau).

wie man an den urzeiten meiner beiden letzten komm…

wie man an den urzeiten meiner beiden letzten kommentare unschwer erkennen kann war es sehr spät heute früh. das lag daran das es so sehr gerauscht hat. mit inklusive beinahe was aufs maul aber dann doch noch sehr geschmeidig in die kurve gelegt, weil beide trotz des rauschens vernünftige menschen waren. und dann hätte man sich auch fast noch angefreundet und es gab literaturtipps, draussen vor der kneipentür, nachts am frühen morgen.

jedenfalls, sehr gut das wir uns dann doch noch getroffen haben, endlich mal wieder!

poesie in den strassen dieser stadt!>>> viel li…

poesie in den strassen dieser stadt!>>>

viel lieber als diese verkopfte, lebens- und libidofeindliche laberei von gestern abend hab ich ja die poesie, die die menschen dort abholt wo sie sind. die literatur die die menschen überfällt und nicht erst nach dem N.C. und sonstigen unsinn fragt.

und so mancher zaungast war dann wohl auch doch recht begeistert ob der ungeahnten gratisunterhaltung bei seinem waschgang:

irrierte blicke. eine sehr zufällige lesung eines kurzen gedichtes von einer älteren autorin, die im haus wohnt & nur aus neugierde dazugestossen war, eigentlich. die gerade ein buch veröffentlicht hat.

saunatemperaturen im wunderbaren waschsalon haben die reception getrübt, aber hey, sommer! viele gute texte wurden gelesen und sind in die welt getragen worden. und ich glaube es hat allen viel spass bereitet. literatur an ungewöhnlichen orten, auch für ein ungewöhnliches publikum..

hach ja, die kultur da lässt sich wunderlich üb…

hach ja, die kultur

da lässt sich wunderlich über alles reden. so geschehen gestern im ballhof, wo die wiener autorin marlene streeruwitz zu gast war. das radio war auch dabei, denn das ganze findet auch als sendung für wohlgebildete öhrchen statt.

der moderator machte dann auch brav sein namedropping, bauchpinselte mit der jelinek, zog den hauptmann und den horvarth an den haaren herbei und betätigte sich auch sonst recht eloquent.

der text den sie liest stammt aus dem buch „jessica, 30“. „ein schonungsloser roman“. aha. „Trivialität mit Tiefsinn. Hinter den oft belanglos wirkenden Monologen verbirgt sich die Kritik an einer Gesellschaft, die Männer und Frauen zur Überanpassung zwingt. Zum Schönsein, zum Funktionieren, zum Konsumieren. Jessica durchschaut diese Mechanismen und doch möchte sie so perfekt sein wie ein Model.“ kommt da irgendetwas bekannt vor? genau. es geht um fressattacken und magersucht und sex und geborgenheit und das es das ja nicht gibt. und schuld daran sind die mama, die männer und der papst. dann wird das eis aus dem kühlschrank irgendwann gegen sachertorte ausgetauscht, genau, erfunden von dem herrn sacher damals. dabei rotieren die gedanken, die heldin stolpert innerlich von hölzchen zu stöckchen. vorgetragen mit einer zuerst noch sehr interessanten, auf den letzten zwei dritteln dann aber eher ermüdenden weise: ohne punkt mit vielen komma, und jeder nebensatz ist ein wichtiger, ein neuer gedanke, der selbe alte gedanke und keinen drängt es hin zum punkt, zum ganzen.

das folgende ist natürlich rein fiktiv, aber als publikum waren, wie passend, rein zufällig und unter anderem erschienen: die dozentin vom germanistischen institut mit den ausrufezeichenkurzen haaren auf dem kopf und der entsprechenden bunten flagge auf dem schreibtisch; nebst ihrem gefolge von schleimenden studentinnen vor der zwischenprüfung (klar, block und stift gezückt zum angriff auf die bessere zensur). tja. zum abschluss durfte der moderator dann noch ein wenig lamentieren über das 68 alles besser war, und wir wurden in den lauen sommerabend entlassen, ungefähr so schlau wie vorher.

wer sich selbst ein bild verschaffen möchte, die lesung wirtd am 27.6. von 20:05 – 21:30 auf ndr kultur ausgestrahlt, hier ein direkter link zum audiostream für die wiener und andere ohne ndr.

das linkecho "mit den leuchtdioden fing es an…..

das linkecho

„mit den leuchtdioden fing es an… sie glimmten in der letzten stunden der nacht, die leisen balken der pegelanzeige des radios, das hektische flackern des lämpchens am modem, da wo DATA druntersteht. der phoneswitch, der der leitung erklärt was diagonal geht und was quer muß. die hieroglyphen des radioweckers, deren bedeutung zu verstehen ich mich weiterhin weigere. das standby des monitors, hinter dem die bilder weiterflackern, hinter meinen augenliedern. sie verorteten mein hier und jetzt, gaben signale von weitentferntem leben in das flackern der dämmerung.

radarpiepsen auf meinem flug nach australien, und das „linkecho“ fällt mir wieder ein – der gedanke, dass hinter jedem hyperlink das ferne rosa rauschen seiner gelinkten seite zu hören ist, und ein abgeschwächteres noch vom widerhall der dahinterliegenden schichten, bis aus dem rosa ein weiß wird, ein weiß nicht, ein weiß nicht mehr, ein weiß nicht mehr weiter. seelenmusik.“

(aus: kenny j. cruiser: „zeitsplitter“)

"ich lebe jetzt vollkommen ohne dunkelheit. ohne e…

„ich lebe jetzt vollkommen ohne dunkelheit. ohne elektrisches licht könnte ich vielleicht nicht mehr. manchmal ist es nur das rote herz auf dem und das blaue flimmern vom videokanal im fernseher, oft die ganze wohnung.

ich hatte auch schon besuch wegen plantagenverdacht, aber das einzige was verdächtig war; meine bleichen gesichtszüge“

(aus: kenny j. cruiser, „zeitsplitter“)