In der Bahn liest die Blonde Marke Pferdezucht in der posthum geschriebenen Enke-Autobiografie, ich kontere mit „Wäre ich unsterblich“. Brötchenkauf im Hauptbahnhof, wie sehr die offene Verkaufstheke mich gerade an Viehfütterung erinnert, an all das. Über den Kassen hängt ein Screen, auf dem laufen zur Zerstreuung der auf ihre Abfertigung Wartenden Musikvideos, eine Softjazz-Version eines bekannten Beatles-Hits — „And i love her“ — Saxophon-Schmalz.

„und ich dächte an Fette, die sich hinter
dem Lauf der Geschichte befänden, und
daß von allem immer etwas übrig bliebe
für eine geringe Zeit,“

Paulus Böhmer

(Wie mich alles anfasst, gerade jetzt, die Verse sind lang, sie kommen nur fragmentarisch an im Kopf, ich lese sie in der U-Bahn, drei Stationen hindurch unter der Erde, während zwei Vierschröter über den Stahl reden, den China einkauft, eine Katastrophe ist das sagt der eine, Georgier vermute ich, in den Versen geht es um das Gewimmel unter der Haut, und wie die Haut abgezogen ist, die Angst, vielleicht ist es (un)angemessen, sie so zu lesen, you can count me out (in)).

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