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Das Leben ist ein zähes Wesen. Neulich, als wir auf unserer Bank am Kanal saßen, mein Herz und ich selbst, sah ich das kleine Vogeltier (sie sind schwarz gefiederte Enten mit einer roten Schnäbelung) mit dem verletzten Fuß auf 1½ Beinen auf dem kleinen Wellensteg herumhüpfen. Das hat mich sehr gefreut und uns beide, nach dem langen Winter, denn ein paar Wochen vorher hatte ich ein Video angefertigt durch Zufall, wie das kleine Vogeltier auf dem Eis der gefrorenen Wasserstraße um sein Leben zitterte. Und damals dachte ich, ganz für mich im Stillen, vielleicht schafft es der Vogel ja doch, und vielleicht sogar sehe ich ihn im Frühjahr wieder, das wäre dann doch immerhin etwas, aber daran geglaubt habe ich nicht, es war eine dieser schönen Ideen, die die Hilflosigkeit ertragbar machen in der dunklen Zeit.

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