der merkwürdige freitag.

letzte nacht mit offenem fenster geschlafen, schöne luft die hereinkommt, am morgen ist es anders ohne das schnauffen des 128ers (STREIK!) hier an der ecke, dass jaulen des motors, alle 10 minuten in eine andere richtung. wollte das fahrrad dann reparieren und habe bemerkt, dass ich garkeine luftpumpe habe, da konnte ich dann gleich den ganzen tag am besten garnichts machen ausser eine e-mail-adresse einzurichten. aber nicht einmal für mich, obwohl, da sind auch ausreichend vorhanden. es fühlte sich an als könnte ich tatsächlich nichts machen (zu tun wäre wohl genug). auch hier. jedenfalls. und zum mittagessen gab es gebratene wirsingblätter mit couscous, getreu dem motto des jahres. eben dann doch noch einmal, eigentlich warte ich auf einen anruf, wobei ich werde wohl selbst gleich mal, im getränkemarkt gewesen und 2 flaschen wasser vom vulkan gekauft und ausnahmsweise eine cola, die ich sonst eigentlich selten trinke, zu süß. bier ist mein bevorzugter softdrink. auf dem weg nach zurück die neue katze aus dem briefkasten gefischt, der hausobmann bekam noch geld von mir, kurzes gespräch über die mitbewohner die nicht das machen was er wartet, er bietet an mir eine luftpumpe, wenn er sie noch finden sollte, dann im keller gewesen mit einer funzeligen taschenlampe, dort stehen auch noch fahrräder, eines das bräuchte nur neuen schmuck, eine kette für den anfang, und hier um die ecke, am schönen bonifatiusplatz, ist ja diese werkstatt wo die jugendlichen schweißen lernen. feste vornahme fahrräder vordermann. wie ich aber doch das schnauffen vermisse, ich bin ja ständigst in diesen schaukelnden dieselkutschen unterwegs, die neueste generation fährt ja nun schon mit erdgas und hat den motor hochkantig eingebaut hinten im heck. an der neuen arbeitsstelle kreuzen sich mehrere linien, es ist eine freude, alle 5 minuten wieder. es fühlt sich an, denn es fühlt sich ja tatsächlich an, so ein streckennetz, so ein dieselklopfen, erdgasschnauffen, kurvenschaukeln. außer den fahrrädern und den restauflagen befindet sich im keller auch noch ein fernseher, der zumindest als er dort hereingestellt wurde noch funktionierte, selbiges gilt für ein bondwell-laptop mit zwei diskettenlaufwerken (keine festplatte!) und einen alten PC von vergessen mit grandioser 20-MB-HD. auf dem ZDF läuft eine serie mit dialekt, förstern und pfaffen. fehlt nur noch der schimpanse, aber ein schwein spielt eine rolle ersatzweise, ausser krimis können die sonst nichts offenbar. die sehr leichte muse, so leicht ist sie fast magersüchtig. die zeitschriften wiegen 1120 gramm. wir lieben lebensmittel. die küche des hausobmann, was ich sah vom eingang aus, resopal, funktional, arbeiterklasse. ein stuhl wie man sie auf dem sperrmüll findet denn diese mag niemand mehr haben, steht vor einem tisch mit einer kunststoffbeschichteten platte, diese mit dem kaum sichtbaren, hellgrau angedeuteten rautenmuster auf der fläche. das konnte ich nicht sehen von der eingangstür aus, aber erahnen, es ist die wahrheit. und die zikorie sieht das sonnenlicht ja auch erst bei der ernte, schließlich. vielleicht gehe ich gleich noch zum freund k., zu fuß.

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