Nachträgliches

[14.7.]

Sommer. Aus geöffneten Fenstern riecht es nach Buletten. Auf einem Balkon stehen drei zitronengelbe Sonnenschirme. Das Knistern der Grillen, im Weizen, im Wind. Buntes Wassereis am Kiosk.

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Drei Restaurants an der Hildesheimer Straße, auf dem Weg nach Laatzen: Crystal Jade / Donaugrill / Ouzerie Griechische Botschaft.

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Bestimmt 7 Minuten auf dem Balkon gestanden und gehorcht was passiert gerade. Nebenan wurde gesägt oder ähnliches. Die Vögel. Vor dem „Berliner Eck“ werden Tische und Stühle aufgestellt. Am Ende der Straße fährt die Bahn um die Kurve. Eine Sirene. Ein Schmetterling schlägt mit den Flügeln.

[20.7.]

Als ich dort so am Herd stand, und Nudeln kochte, und der Regensommer durch das Fenster wehte, da hab ich mich gefühlt, auch mit dieser spanisch anmutenden Zweckarchitektur die Straße hinunter, zu zwei Seiten, wie in Mexiko, beispielsweise, mit diesem Verkehr und allem.

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Diese transistorische Nüchternheit gefällt mir gut.

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Science Fiction bei Lem: Diese sehr mechanische Utopie, die Ingenieure in ölfleckigen Overals, Kurzwellenfunksignale (Solaris).

[Vergl. hierzu Notizbuch #4, S. 3-7, 9, 11 + 13]

3 thoughts on “Nachträgliches

  1. Ihr Herd! Gewienert wie meiner! Wenn jetzt noch die hinteren zwei Platten kaputt wären, und sie einfach die mobile doppel-Backupplatte da draufgestellt hätten, dann würde mich ein provisorisches Glücksgefühl, respektive ein Glücksgefühl des Provisorischen durchrieseln!

  2. fabe says:

    lassen sie den endorphinen freien lauf! backofen und vordere kleine platte heile, alles andere kaputt und mangels flüssigkeit (=liquidität) entsprechend ausgebessert.

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