22.9. Valencia (I)

(Part I II III IV V)

Plötzlich da. Reinigungsmittel Flughafentoilette. Bustour durchs Industriegebiet. Die Schwingungen der Metro die in jeder Stadt anders sind. Überall Baustellen in der Stadt, der Geruch vom spanischen Herbst aus meiner Erinnerung ist immer noch derselbe. Meinte mich zu erinnern hier schon einmal gewesen zu sein (Avenida del Cid): Anflug über den Hafen von Valencia, wieder erkannt weil es genauso aussieht.

23.9. (Gestern noch)

Im Innern des Walfisch oder direkt aus „Metropolis“ in den Untergrund gebaut, die Metrostationen, wahrgewordene Futuristenträume. Kulturschock: In der Innenstadt der Jugendstilbahnhof wo die Menschen für die Vorortzüge in langen Reihen sich anstellen um ihr Gepäck durchleuchten zu lassen. Die umliegenden Stadtviertel: Prachtbauten und Parks mit Palmen, vielstöckige Appartmenthäuser. Mit der Linie 4 dann am Campus vorbei (hier hohe sandig-bräunliche Wohnsilos vor dem blauen spanischen Herbsthimmel): Raus zum Strand. Flickenteppich – direkt hinter der Strandpromenade Abbruchhäuser, verlassene Hallen am Rand des Hafens. Am Abend gehen wir ein Stück am Hafen entlang in die andere Richtung. Ein Kuscheltier im Bauschutt. Eine magere junge Katze auf der Suche nach etwas fressbarem. Kinder die einen mit Steinen beschmeißen wollen und eine einzelne dünne Nutte vor der Einfahrt zur Zollstelle. Dann wieder, um die Ecke eine großstädtische Straße, Wohnhäuser und Geschäfte und eine Filliale der „Deutschen Bank“. Alte Menschen die spazieren gehen, alleine oder zu zweit, zu dritt, mit oder ohne kleinen Hunden. Nach einer Zeit finden wir in einer Stichstraße einen Supermercado. Beschließen auf einem anderen Weg zurückzukehren – plötzlich wieder Gettoromantik, dazwischen Väter mit Kinderkarren. Unklare Zustände. Dann eine Straße mit gelbem Laternenlicht, viel Getriebe, kleinen Imbissbuden und Bus, um die nächste Ecke Abbruchhäuser und Männer die ihre Hunde auf Brachgelände laufen lassen: Ein Kinderspielplatz in einem kleinen Park, Rentner auf Bänken direkt gegenüber. Flickenteppich.

*

Wieder am Strand, Promenade mit Palmen, ein historisches Gebäude wird renoviert. Arbeit bis in den Abend hinein. Ein Restaurant neben dem anderen, das Mittelmeer und ganz in der Ferne das Warnsignal eines Containerkrans.

[Die Geräusche hier]

Gestern am Abend gemerkt wie eine Unsicherheit einfach nur dadurch entsteht das man nicht weiß wie die Eindrücke zu deuten sind, weil Unkenntnis darüber herrscht was „normal“ ist. Sich als Tourist in Nicht-Touristen-Vierteln aufhalten.

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Nur kurz notiert: Der Discount-Flieger, der Anflug dicht über den Häusern, der Gegensatz zur zweitägigen Anreise mit dem Auto …

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