die drei-sekunden-fernsehkritik. er schrieb in se…

die drei-sekunden-fernsehkritik.

er schrieb in sein silbermetallenes notizbuch: >>drei sekunden weil länger hab ich mir das nicht angesehen, können. da sitzen sie jetzt wieder und reden über tote dichter, der karnickel und seine stichwortgeber. karnickel erzählt das er schon in der schule alles gewusst hat, an zwei stellen an denen ich reingezappt habe, selbstgefälliger großkotz. und er erzählt das er eine wie er sagt „merkwürdige schwäche“ hat für stücke, in denen „intellektuelle“ die hauptrolle spielen, und nennt den wallenstein, den faust und hamlet. und in gedanken: sich gleich mit.

ich glaube nicht das diese vier dem sartreschen begriff vom intellektuellen standhalten. und, merkwürdig, dort eben wirklich nur kurz ein paar sekunden reingezappt, und es ist klar was diese sendung will. die wollen sich doch nur alle selbst ins hirn spritzen.<<

neulich im bus darüber nachgedacht ob man menschen im fernsehen überhaupt beleidigen kann, oder ob man dann nicht eigentlich chimären beleidigt, künstliche wesen. wann ist der punkt erreicht, an dem die künstlichkeit die überhand gewinnt? ich glaube ich bekomme eine erkältung.

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