ein nashorn im herbst

ich habe gerade 2070 mal F2 und dann ENTER gedrückt. datenbankpflege nennt sich so etwas. das kann ich mir jetzt in meinen lebenslauf hineinschreiben. bringen wird es auch nichts. zwischendurch stand ich im druckerraum, um eine zigarette zu rauchen. auf der fensterbank lag so ein nasenklemmer, ein samen von einem ahornbaum. man konnte die aufklappen, und die zwei kurzen klebrigen enden auf die nase kleben, dann war man ein nashorn im herbst. da propellern die nämlich von den bäumen herunter, und der ahornbaum hat denen flügel wachsen lassen, damit sie nicht in seinem schatten wachsen. natürlich radikalisiert man. oder ich mich, vielleicht. wenn einem so etwas schon einmal passiert ist. wenn das system nicht hält, was es verspricht, und sich alles nur als lüge und hütchenspiel des kapitals herausstellt. wenn sich leistung eben nicht lohnt, auch nach jahren immer noch nicht, und die preise immer noch zusammengerechnet werden müssen, beim einkaufen im billig-discounter. mein handy begrüsst mich morgens mit den worten „ok. feuer frei!“, und so ist es auch. manchmal wünsche ich mir, ein ahornbaum zu sein.

 

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