Das sehr dumme Wort „Fahrradautobahn“

Während ich heute dies und das in der Küche und in der Wohnung erledigte, die ganze Zeit über Radio gehört, eine schöne Sendung, in der eine französische Journalistin eingeladen war, etwas über die Wahl am kommenden Sonntag zu erzählen, außerdem erfuhr ich etwas über diese Sache mit den Gedankenlesehelmen, die der Zuckerberg herausposaunt entwickeln zu wollen. Der Professor sagte es käme wenn dann in 10 oder 20 Jahren, aber es wäre noch lange nicht klar, ob es überhaupt so einfach gemacht werden könne, ohne Verkabelung usw, und dies würde ja ansatzweise jetzt bereits funktionieren. Schöne Spitzen gesetzt gegen den Geheimdienst und das Nicht-Verhalten großer Teile der deutschen Politik zu der Massenbespitzelung durch die NSA, usw. Es wurden auch neue Platten vorgestellt, eine CD nur mit Trauermusik, etwa. Dann im Länderreport ausführliche Berichterstattung zur nachhaltig und ganzheitlich danebengegangenen Wohnungsbaupolitik in Hamburg, wobei ich mich zwischendrin durchaus über das sehr dumme Wort „Fahrradautobahn“ aufregte, tief im Innern. Während ich also mit Kartoffeln usw. beschäftigt gewesen bin habe ich nebenbei sehr viel und umfassend erfahren über verschiedene Dinge, was ich sehr gut fand. Dann noch Bärlauch-Petersilien-Pesto gemacht, mit dem Mörser sowie Meersalz, Sonnenblumenkernen und Parmesan. Verhältnis Bärlauch zu Petersilie war vielleicht so 3 zu 1, Parmesan und Sonnenblumenkerne vielleicht auch jeweils 1, im Mörser kleinstampfen natürlich. Die Mengen muss man aus dem Handgelenk machen, kann ich nicht viel zu sagen. Gestern Quartalsbericht in der Kneipe.

Eine Vereinbarung mit sich selbst

Gestern Nachmittag „Manchester by the Sea“. Eine große, traurige Geschichte ohne Tamtam erzählt – lediglich die Filmmusik war mir an ein, zwei Stellen ein wenig zu vorrausschaubar. Schön, wie gezeigt wird, das die kleinen Dinge trotz der Tragödie schiefgehen. Nach dem Kino ins Café T.

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Tour zum Emmichplatz mit dem Rad heute am Vormittag. Hellgrüne Eilenriede.

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Nach langer Zeit dann wieder mal Treffen mit A. am Hauptbahnhof. Ich bin ein wenig zu früh dran und schaue auf’s Handy, ob es etwas Neues gibt. Als ich ein Rezept für Waffeln, welches die Mutter in das WhatsApp schrieb, in eine Mail kopieren möchte um es zuhause einfacher ablegen zu können, verschicke ich aus Versehen eine Tonaufnahme vom Bahnhof.

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Als wir in das Franchise-Café gehen, kommt uns im Eingang ein Mensch entgegen, der einen großen Schritt über den Fußabtreter macht. Er hat eine Vereinbarung mit sich selbst, keine Fußabtreter zu betreten, oder nichts mit Streifen-Struktur, oder nichts mit Borsten. Jedenfalls war es wichtig, den Abtreter nicht zu betreten. Verweigerung der Zweckmäßigkeit.

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Eine Stunde in der Sonne.

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Ein Streetmarketing-Team baut einen Stand auf. Auf einem im Tarnlook angemalten Laster steht nextlevel.jobs und der Slogan „What’s your next challenge?“ o.ä.. Eine Recherche ergibt, dass Lidl Digital mit der billigen Bootcamp-Metapher offenbar Jobbewerber rekrutieren möchte. Ich fühle mich extrem nicht-angesprochen, steige auf’s Rad und fahre fort.

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Am späteren Nachmittag geht die britische Polizei von einem Terrorakt aus.

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Am Abend schickt der Vater ein Foto von dem frisch eingepflanzten Zierapfel im Vorgarten rum.

nach oldenburg (oldenburg)

im zug nach oldenburg RE 4418 stehe ich gerade in bremen da werde ich nachher vielleicht wieder stehen, also sitzen, während aber der zug steht oder zumindest anhält, innerhalb dieser langen pendelbewegung die ich heute beschreibe. phantom-anfahrt wenn ich denke der zug fährt ganz langsam an dabei bin ich es nur, der sich ein stück zurück bewegte gedanken verloren neben den gleisen. die lärmschutzwände die häuser neben den bahnschienen jetzt die ansagen im bahnhof. der ewige standard-ton bei eintreffender textnachricht die fahlen geäste der gebüsche am 1. Februar. pferde gehöfte sehr viele häuser die die menschen wohl schön finden müssen die in ihnen wohnen. die kleinen städte. die einfahrt nach bremen, hier eine lange reihe wohnhäuser ohne schallschutzmauer die ja nur den blick auf die gleise versperren würde, aus den fenstern und von den balkonen aus. weiter gehts gleich über die weser. leider nicht nach norddeich für mich wie schön es wäre.

hinter bremen stehen schwarze rinder auf einer wiese, es ist noch eis in einem kanal. das wintergrün. ein kind lernt kostbar sprechen auf dem viererplatz nebenan es zeigt aus dem fenster und macht jeweils dengleichen laut, in etwa. in delmenhorst gibt es ein linoleumwerk.

[Aufgeschrieben auf dem Smartphone während der Zugfahrt, ein paar Tippfehler korrigiert]

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Als ich nach dem Gespräch das Haus verlasse, ist es schon Dunkel. Ich muss mit dem Bus 321 zurück zum Hauptbahnhof, wo ich vorhabe, mir ein belegtes Brötchen und eine Flasche Bier zu kaufen, um dann den Regionalexpress zurück nach Hannover zu nehmen. An der Bushaltestelle, die vor dem Parkplatz eines Shopping-Centers mit real,-Markt liegt, steht eine Frau, vielleicht 25, mit ihren Einkaufstüten und dampft E-Zigarette Geschmacksrichtung Banane. Am Abend erschließt sich mir die Stadt rechts und links der Buslinie ein wenig besser, ich sehe gemütlich beleuchtete Kneipen etc., sehe, wo mehr oder weniger los ist, einfach daran, wieviele Menschen unterwegs sind. Eine Straße heißt „Ewigkeit“, eine Straße heißt „Nikolausstraße“, dass ist bevor es über einen Kanal geht, was ich schon von der Hinfahrt weiß. Erinnere mich eigentlich garnicht an die Stadt, die ich Mitte/Ende der 90er Jahre einmal kurz für einen Tag besucht habe, eigentlich nicht die Stadt, sondern einen Freund, den es zum Zwecke seines Musikstudiums hierher verschlagen hatte. Den Tag verbrachten wir dann garnicht einmal in Oldenburg in Oldenburg, sondern in Dangast, wo wir, dass aber weiß ich noch, Rhabarberkuchen aßen, weil zu der Zeit ein unglaubliches Getue um den Rhabarberkuchen in diesem Café in Dangast veranstaltet wurde. Ganze Motorradgangs reisten hier am Wochenende an, nur um den Rhabarberkuchen zu essen, Kaffee zu trinken und selbstgedrehte Zigaretten zu rauchen. Danach spazierten sie am Strand einmal bis zum Riesenpenis undzurück. Wir taten genau das, und abends waren wir zurück in der Stadt in einer Kneipe an diesem großen Kreisel, den der Bus auch durchfährt auf dem Weg zurück. Die Legende geht, dass die Kaninchen, die die Grünfläche im Kreiselinnenraum besiedeln, niemals nach außerhalb des Kreisels gelangen und es auch garnicht wollen. Es ist dunkel draußen, so das ich mich ganz auf die mitgebrachten Lektüre bzw. den Textfunk konzentrieren kann. Ein ungleiches Paar, eine Zufalls-Zweckgemeinschaft, sie, vielleicht 28, fährt bei ihm, vielleicht 55, auf der Fahrkarte 20 Minuten lang mit bis zum nächsten Umsteigebahnhof (Hude? Bremen?), wo sich ihre Wege wieder trennen werden. Sie studiert vielleicht in Oldenburg, er war zu Besuch, als sie aussteigen, hat er ihr bereits sehr viel aus seinem Leben erzählt, wie lange er mit der Frau zusammen war, die er gerade Besucht hat, aktueller Beziehungsstatus (fährt er jetzt wieder hin), wie das alles gewesen ist usw., sie ist zögerlicher, aber erzählt ihm doch ein paar Dinge, waren immer zufälligerweise in getrennten Städten, aber jetzt sind es doch bereits sechs Jahre, vielleicht wäre es ja doch mal ganz schön. Dann gibt man sich die Hand und sagt lebewohl.

[Gesten] [2]

Der Vogel singt heute oben auf dem Stahlträger.

Ich sitze ganz vorne und kann aus dem Frontfenster der Fahrerkabine auf die Schienen schauen. In der scharfen Kurve zwischen Feldbuschwende und Brabeckstraße, in welcher die Waggons immer ein wenig ins Schaukeln geraten, sehe ich den Fahrer, er streicht bedächtig mit Zeigefinger und Daumen den Kinnbart, wieder, wieder, wieder.

Am Vahrenwalder Platz, ein dicker Mann, dessen Anorak auf halb acht über die Schultern hängt, führt den Zeigefinger zielstrebig an das untere Licht der Fahrradampel und berührt es mit Nachdruck. Glückliches Lächeln. Das wäre dann erledigt. Eine Frau fährt vorbei mit einem Kind auf dem Rücksitz des Rades, es spielt mit einer leeren Brötchentüte.

[10.3.2016]

Ereignet sich auch dies in der Pendelbewegung

des tgl. hin-und wieder zurückfahren von der Stadtmitte an den Stadtrand, das hier ausführlicst beschrieben steht, über das hier Fotos und Filme gezeigt sind und auf manchen von ihnen sind Geister zu sehen, und auf manchen von Ihnen sind Geister zusehen, doch das ist was bleibt vom Tag, oft nur die Menschen die ich in der Bahn sehe, die ich manchmal zulasse und oft ausblende, weißes Rauschen oder die Musik, wenn ich mit dem geheimen Buch, sie müssen denken es wäre geheim, oft ist nur schwer auszumachen sie dächten überhaupt etwas, jemals, es ist eingeschlagen (wie eine Bombe) in Packpapier und ist doch keine Bombenbauanleitung (Ach die schönen Blumen!), jedenfalls habe ich es noch nicht herausgefunden, die Sache mit dem Fahrstuhl, obschon ich erst gestern wieder dort im Krankenhaus war, denn es befindet sich ein Geldautomat der Evangelischen Bank ebd., wobei die Konfession der Bank mir herzlich egal, jedenfalls. Worte Schreibmaschine. In der Besuchertoilette ist UV-Licht gehängt, damit die Substanzenthusiasten es sich dort nicht gemütlich machen für ihren Rückfall von der Methadonpraxis ein paar Häuser weiter. Die kurze Strecke Marieenstraße Kreuzung Sallstraße Hamburger Allee hin zum Aegiist mir sehr bekannt geworden, wieder einmal, die schönen Wohnungsfenster mit den anderen Leben dahinter, veröffentlichen.

In etwa Gravitationswellen

Ich stelle mir das so vor: Wenn irgendwo ein schweres Ding war und es dann wegbewegt wurde, warum auch immer, es hatte etwas Besseres zu tun, dann ist die Schwere noch nicht gleich ganz weg. Die Schwere hallt nach. Je schwerer, desto mehr Nachklang. Minus zwei Grad in der Lüneburger Heide. Ich wäre ja schon froh, wenn ich das mit den Radiowellen bzw. Elektromagnetismus mal vollständig verstehen würde und dann kommt Ihr mir mit sowas! In der Küche klingelt die Eieruhr. Die ist eine Hühnerfigur aus Plastik und funktioniert mechanisch. Kinetische Energie sagt man dazu glaub ich. Das ist etwas, was ich verstehe. In etwa.

Über was sich die Männer unterhalten

Aus dem Augenwinkel Werbung für das „Amerikanische Detektivinstitut“ gesehen. An der einen Ecke war ich nicht so genau mit dem Einbinden und habe mit Malerkrepp ausgebessert, mit dem der Umschlag aus Packpapier, den ich dem Buch gemacht habe, auch innen an den Laschen zusammengehalten ist. So werden „Die unglaublichen Ticks des Herrn Hval“ nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen, was auch ein merkwürdiges Wort ist. Jedenfalls begonnen, es zu lesen, jetzt auf Seite 10 und es lässt sich ganz vielversprechend an. M.A. hatte es uns allen ans Herz gelegt. Wenn mich die Leute zu sehr beim Lesen stören, dann stecke ich die Stöpsel in die Ohren und mache mit Musik an. An der Kerstingstraße weht eine leere Dose Monster Energydrink sanft im Wind hin und her. Über was sich die Männer unterhalten: Fußball und Computerspiele. Einer hält dagegen, am Telefon:

„Ja war so mittelprächtig heute“
„…“
„Wieso? Schau doch mal auf die Börse Deutsche Bank steht bei 14!!“
„…“
„Das Endspiel hat begonnen“

Später noch, ein Weiterer:

„Der hat durch mich hat der 1.000 Euro verloren“
„…“
„Damals da hat er der durch mich 1.000 Euro gewonnen!!“
„…“
„Der kommt jetzt an und meint dabei hab ich ihm das gesagt damals da hat er durch mich 1.000 Euro verdient“
„…“

Wo die Krähen, jedenfalls, jeden Morgen in den Ästen sitzen, da werden sie wohl auch von wem gefüttert. Ein Wohnwagen parkt ebenfalls dort, gehört aber nicht den Panzerknackern, dazu ist er zu wenig versteckt.

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Dann, heute Abend:

„Was ist denn das Assistant Manager kannste da so richtig Leute rumkommandieren?“
„…“
„Das wird dann aber nach AT bezahlt ja?“
„…“
„Achso verstehe, das ist Deine Taktik!“
„…“
„Ja hätt ja sein könn dasses da eine Bonuszahlung …“
„…“
„Da ist aber bestimmt schwer den Exit zu kriegen in Berlin oder?“
„…“

Da hier gerade wieder einmal metabene die Metaebene vermessen wird, vermessenerweise

und das reflexhafte Reflektieren über das eigene Schreiben sich ja notwendigerweise immer nur am fremden Schreiben (wie genau lässt es sich unterscheiden?) orientieren kann. Und weil man keinen Satz mit und beginnt ohne besonderen Grund und ich immer nicht dazu komme, mich einmal dazu zu äußern: sei hier gesagt: Ich lese gerade wieder einmal fast von vorne bis hinten die EDIT 68, wobei mich die schwedischen Übertragungen und das Berliner Journal nicht berühren, was nicht bedeutet, dass sie falsch sind. Letzteres schon deshalb nicht, weil Freund K., den ich übermorgen treffen werde, mit Jan Brandt in derselben Klasse war, wenn ich es richtig verstanden habe, vielleicht nehme ich die Zeitschrift dann einfach mal mit, leg‘ sie in den Rucksack zu den fünf Flaschen Bier und frag mich dann wo war ich stehengeblieben?

Wie so oft war ich bei den Schreibungen zuerst skeptisch und sah mich vorsichtig um. Die Gedichte von Levin Westermann fand ich großartig. Er ist an verschiedenen Stellen im Netz zu finden, also Spiegelpartikel von ihm: Hier das Gedicht [im flur], [let A equal acceleration] und hier ein PDF mit einer Reihe von Gedichten. Alle ungelesen verlinkt, so viel Vertrauen hab ich jetzt schon! Dann zum Thema im Netz zu finden, der Text, bei dem ich mir tatsächlich nicht ganz sicher bin, ob er eine Reportage ist oder eine Fiktion, wahrscheinlich eine Mischung aus beidem und er spielt ja auch ganz bewusst damit — es geht um jemanden, der sich eine falsche Identität erbaut, beruhend auf einem früh verstorbenen Menschen, dessen ungelebtes Leben nun als glaubhafte Grundlage für dieses Experiment herhalten muss. Sehr interessant geschrieben von Andrew O’Hagan, geht es hier um Neben- und Scheinidentitäten. Ich selber bezeichne dieses Blog ja etwa als Fiktion und mich selber auch als erfundenen Menschen. Aber das ist eine harmlose Spielerei und ich bin mir im Klaren darüber, dass wir alle viele sind und es deshalb nichts besonderes ist, wohlmöglich waren wir alle schon immer viele und sind jetzt nur noch mehr geworden, weil sich unsere Wunschvorstellungen im Digitalen leichter verbreiten lassen. Das Lesen des Textes „Die zwei Leben Ronald Pinns“ ist noch nicht beendet. Ich bin auf so merkwürdige Dinge wie Weavrs gestoßen und fand mich auch an die Figur der von Lynn Hershman Leeson zum Leben erweckten Roberta Breitmore erinnert, die ich im Herbst letzten Jahres in einer Ausstellung kennengelernt habe. Schon 1974 ersann die Künstlerin mit Roberta eine fiktive Existenz, die sich jedoch unerkannt in der sog. realen Welt bewegte und hier etwa einen Psychologen besuchte, welcher auch ein Gutachten über ihre Persönlichkeitsstruktur schrieb, ohne das Spiel aufzudecken. Ebenfalls von ihr ersonnen ist die KI Agent Ruby, die sich allerdings von Weavrs so unterscheidet, dass sie zum einen nicht selber das Netz crawlt, um zu lernen und auch keine fremden Inhalte postet bzw. auf sie verweist, um etwas vorzutäuschen. Der Text korrespondiert ganz toll mit „Nach den Spionen“ von Sascha Macht. Überhaupt habe ich wieder einmal den Eindruck, das es sich bei der Ausgabe um eine durchdachte Kompilation von Texten handelt, bei denen der eine zum nächsten in Bezug steht, so etwa die in Marie Gamillschegs „Wenn sie kommen“ beschriebenen jungen Menschen aus der Stadt, die erstaunt auf eine ihnen fremde Welt schauen, mit dem subjektiven Blick, der in den nachfolgenden und wie schon gesagt ganz tollen Gedichten von Levin Westermann beschrieben wird.

Das dialogische zwischen den Texten ist mir bereits in der Ausgabe 66 aufgefallen, dazu liegt auch ein Entwurf hier bereits bereit, der allerdings vermessenerweise mit einer Reisereportage in Verbindung gebracht werden soll, die einfach noch nicht fertig ist. Dies einfach aus dem Grund der subjektiven Wahrnehmung, dass nämlich das auf der Reise Erlebte ganz erstaunlich und synchron zu dem Gelesenen sich hinzufügte. Aber wenn Zeit eine Rolle spielen würde in diesem Blog, gäbe es es nicht mehr.

Kann Teile von Text enthalten

In der Silvesternacht war der Bus plötzlich voll mit einer Horde stinkender, richtungslos berauschter junger Menschen. Eine von ihnen kotzte an einer Haltestelle aus der Tür des  haltenden Busses. Ein anderer, der an der falschen Station ausgestiegen war, stieg mit dem Kopf vorran wieder ein und bekam beide Flügel der sich schließenden Tür gleichzeitig gegen den Kopf gehauen. Die weise Tür (zu seinem Glück) öffnete sich, erschrocken vor der besoffenen Torheit, sofort wieder.

Der Mann auf dem Fahrrad, der über die verschneite Plaza fährt und in jeden Mülleimer schaut. Bilder von großer Einsamkeit.

Heute saß neben mir in der Bahn eine Frau, die sich sehr genau die Todesanzeigen in der Hannoverschen Allgemeinen anschaute, auf ihrem Tablet.

Die Elster, die Krähe, der Schnee. Die verlorene Papiertüte mit dem Pausenbrötchen.