Das Blühen, von dem ja eigentlich garnicht mehr die Rede sein kann

Als ich gestern Abend durch den kleinen Park laufe und meine Runden drehe, da ist der süße Duft der letzten Sommeraromen, die die Pflanzen jetzt noch absondern, aber es ist schon bemerkbar, wie die Anstrengung dabei überwiegt, wie jetzt eine Müdigkeit ist, die Wärme und das Blühen, von dem ja eigentlich garnicht mehr die Rede sein kann, anbetreffend. Wie jetzt das Jahr müde geworden ist und sich den grauen Herbst herbeiwünscht, anstattdessen.

Ich gehe Joggen, wo Alkoholiker ihre Kampfhunde Gassi führen. Auf dem Weg zu den Laufrunden überhole ich einen Mann in Jacket und Schottenrock. Auf den Steinstufen am Rande des Parks sitzten drei bekopftuchte Frauen und dampfen zwei Shishas weg.

Am Morgen sind in den Grasbüscheln auf der sumpfigen Wiese, die jetzt als Gewerbegebiet ausgeschrieben ist, ganz viele von Tau bedeckte Spinnennetze zu sehen.

Aber das Jahr jedenfalls ist müde und neigt sich auf unsicheren, fast schon trunkenen Beinen, dem sicheren Ende entgegen.