Das Telefon

meint seit Donnerstag nachmittag es wäre Döhren 11° sonnig. Die Grenzen des Machbaren, so sehen sie aus. Um sechs Uhren soll der Regen über das Land geweht sein, der Wind dann mit 4 Beaufort. Wir werden sehen und Sturm ernten. Im Merzen der Bauer. Manchmal in der Mittagspause fahre ich mit dem Bus über die Brücke fuhr, fast noch weiter bis hin nach Bemerode und nicht nur die eine Station zum hin verlassenen Wohnwagen am verlassenen Hotel, der Buddha grüßt von der Ferne im Industriegebiet, hinter der Tischlerei, zu den großen Parkplätzen hin die nun immer leerer sind zur Messezeiten, die Dohlen umkreisen bereits das Kongresszentrum und suchen die Nistplätze, die Bäume werden angeflogen kommen und auf den Dächern der Messehalle der Wald, wenn hier dann die Tribes wohnen werden, in der parallelen Zeit oder der nahen Zukunft bereits, nicht nur die eine Station, sondern bis zum Rathausplatz, dorthin wo der Penny war, von früher der Penny, ob der noch dort ist, dann weiter vielleicht noch oder aussteigen und eine Wurst zu essen an der Bude wo die große Pommestüte sich selber lecker findet und die Lippen leckt, ein keckes Häubchen Mayonaise auf den blonden Kartoffelfritten, der Wachbeton die eingelassenen Kieselsteine der Kindheit, ist hier eine Bank gewesen, war hier ein Restaurant, es war hier einmal ein zwischen Fall, ich weiß es dunkel. Sich treiben lassen in den Tag hinein (den lieben langen) den viel zu kurzen Tag und dann immer weiter fort, einmal solange noch wir dort, mit dem Bus den umständlicheren Heimweg nehme ich dann und wann.

Ende der Durchsage.

Fragmentarisch

Gestern in der Mittagspause einen Mäusebussard gesehen und einen Storch. Am Abend lief ein Eichhörnchen über die Straße, auf der ich mit dem Fahrrad nachhause fuhr. Gestern eine Aufnahme gemacht von den Zügen, die hier vorbeifahren, denen ich tagaustagein zuhören könnte, zwei Häuserzeilen hinter der Firma die

Den Dienstag am Emmichplatz gewesen, dann mit einer der besten Buslinien, 200, zum Moltkeplatz gefahren. Verschiedene Gerüche von Zitronenseife. Am Treibhaus vorbeigefahren, in Gedanken, die nicht wiederkehren. Dann zu einem Supermarkt gelaufen, es ist warm und vor der Tür liegt ein Hund platt auf dem Boden. Ein Mann kommt aus dem Laden, sagt „Dir ist ja warm, ne?“ zu dem Hund, der ihn nur mit den Augen ansieht, von unten. Fotos gemacht von diesem Hund, Plakaten für politische Vorträge und (unpolitische) Malkurse, einer Schuttrutsche.

Den Mittwoch beinahe in der Maschine eingeschlafen, nur noch die Beine schauen hinaus in die weite Welt.

Den Donnerstag, der Mann in der Bahn, mit seiner Frau als Begleitung, beständig den Kopf schüttelnd, darauf eine Mütze mit Marine-Emblemen.

Die große Hitze scheint vorüber, gut überstanden all das, kleine Ventilatoren am Abend in den Fenstern, der Sturm hat am Kanal eine Weide umgeworfen, als wir den Freitag dort waren, da war sie abgesägt und die Sonne schien mir auf den Nacken zur Seite. Kleine Schwäne am Ufer, die Jungen kommen und vertreiben sie, oder es ist weil an der Brücke gefüttert wird, sie schwimmen dort hin. Dann angelt ein Junge, es wird nicht so recht, zu ungeduldig ist er noch und die Leine verheddert sich in der Uferböschung Gestrupp. Später springen sie von dort aus wo sie sind in das Kanalwasser. Eine Abgrenzung der kleinen Entenbuchtung, die dort ist, ganz von Wasser bedeckt, so sieht es ein wenig aus als würden sie über das Wasser laufen können. Sie sind vom Sommer ganz braungebrannt und den ganzen Tag draußen, dass man froh darüber sein kann. Sehr heiß ist dieser Freitag gewesen, aber es ist eine so trockene Hitze, dass wir es gut draußen aushalten. Vom Freiband kommt die Durchsage das nun geschlossen wird, am Abend um Acht.

Der Samstag auf dem Markt, Stachelbeeren Blaubeeren Johannisbeeren.

Nachher vielleicht einmal die Ton-Aufnahmen von den kürzlich unternommenen Reisen anhören. Es eilt alles nicht so sehr. Es verdichtet sich zuweilen etwas, auch herrscht ein Mangel an Gelegenheit, die Erlebnisse rechtzeitig zu notieren, so gerät vieles in die Vergessenheit. Bunte Träume: Ich bin ein Taucher und soll etwas aus einem versunkenen Frachtkahn bergen, der in der Gracht liegt. Es wird erzählt, dass die Leute noch eine Woche lang dort eingeschlossen waren, aber in einem Raum sich aufhielten, in dem kein Wasser eingedrungen war. Das Dach des Schiffes befindet sich einen Meter unter der Wasseroberfläche. Ich tauche kurz dort hinein und schwimme durch ein Fenster ins Innere, wo ich ein kleines Mädchen treffe, das eine Schatzkiste in den Händen trägt. Sie erzählt mir, dass sie den Sauerstoff, den sie zum Überleben braucht, aus den Geldscheinen bekommt, die in der Kiste sind und hällt sich einen Geldschein vor den Mund, dann bin ich in einem Zug, wir sind in einem Zug, wer auch immer wir jetzt sind, an einem Bahnhofskiosk kaufe ich eine Packung „Chewing Gum“, ich kaufe es auf Französisch, ich nehme also an, wir sind in Frankreich unterwegs und ich sage auch „Schuuing Gomme“, natürlich, mit kaum hörbaren E.

Zuletzt geändert von fabe am 7. Juli 2013 um 10:05

gestern als wir zum kanal fuhren mit dem rad, als wir gerade an der tankstelle waren und den statistik-professor bei seinem aushilfsjob als tankstellenhausmeister ertappt hatten, kam der 121er um die ecke am niedersachsenring und ich dachte gleich; //wie schön, da ist der 121er bus//.

als wir am abend, als das licht schon aus war und das schlafzimmerfenster offen, ,die sekunden zählten, die das gewitter noch entfernt war, erzählst du es wäre schön in einer wohnung zu wohnen, in der man die straßenbahn vorbeifahren hört.