[Nordsee-Tsunami]

In der letzten Nacht von einem Nordsee-Tsunami geträumt. Wie alle fliehen, weg von der außer sich geratenen See. Versuche über das Telephon meine Familie zu informieren, die eben noch mit mir waren. Die Eltern wetteiferten mit Onkel und Tante, wer den schöneren Schrebergarten zum günstigeren Preis in Aussicht habe, als ich den merkwürdigen Strudel im schwarzgrünen Wasser bemerkte und wie der Boden anfing, sich zu bewegen. Statt eines Anrufes oder einer Textnachricht kann ich nur eine Botschaft verschicken, die aus merkwürdigen Bildern besteht. Das Telephonnetz ist natürlich überlastet, weil alle versuchen, sich zu melden und noch Menschen zu warnen. Ich weiß aber, ich und alle, die mit mir waren, sind in Sicherheit und setze den Weg recht unaufgeregt fort.

In der aufsteigenden Heizungsluft

bewegen sich die Blätter der kleinen Palme auf der Fensterbank | Gleich die Schuhe anziehen und zur Bahnstation | 11:01 | Dort wird der Maschpark sein | Im Museum könnte eine interessante Ausstellung sein | Ich habe ein Plakat gesehen | Irgendwo in der Stadt | Es zeigt die Fotografie eines gelben Kubus | Kuhbus | Haha | Das eine Bild ist fertig und auch das von dem Frosch | Das Kleine | Ist eingerahmt und eingeschlagen in die Zeitung „Hallo Hannoversches Wochenblatt“ | K. die Postkarte „Helle Aufregung 780 Khz“ geschickt | Rubbellose aus dem Discounter | Ich zieh mal schon mal die Schuhe an | T.b.c. | ? |

frosch010

letzte nacht von der sprechenden katze

 geträumt, die ich fütterte, weizenfeldern rechts und links des mittellandkanals. heute nach dem ortstermin ausgedehntes, mehrere sekunden währendes déja vu. station kröpcke – die abfahrende bahn zieht das traumbild hinter sich mit in den tunnel hinein. die tauben pflücken diese letzten unbekannten bilder aus der luft. vögel, die unter der erde fliegen. [6.1.2015]