shutterheart eyes

zäh verkehr türkiser regenschirm Postbote auf dem dreirad
ein junge schlurft über den splitt an der haltestelle in
drei minuten kommt die bahn die regentropfen
verfolgen sich am fenster, außen, diagonal
dem vorhergegangenen tropfen folgend
so ziehen sie ihre bahn dem fahrtwind
folgend shutterheart eyes denkend
die bleichen säulen im tunnel
dicht an dicht gestellt die
von den stumpfen
blicken gummiab
rieb genutzte
wand
;

auf dem verteilerkasten lag ein zettel mit den worten Koordinierungsstelle

schwimmunterricht und aquasport. telefonnummern. eine chinesin

mit dem herrenhäuser pilsener leinenbeutel es ist nochmal

kälter und das alles. aus dem aufzug an der marienstr die alte

frau mit dem in folie eingeschweißten wäscheständer. und dann

und dann. meine worte die gegen mauern rennen meine worte die auf hindernisse stoßen

die sie selber sind die sich selber einzureißen versucht sind. schreibmaschine

schreibmaschine. die sich selber über drahtseil winden müssen schreibmaschine

drahtseilakt mit entblößtem herzen stehen die ersten tulpen auf dem küchentisch,

Aufgescheucht geht’s dann in den neuen grauen Tag, fast noch das Gefieder der Nacht in Gedanken.

An der Feldbuschwende fängt es eigentlich an mit der Steppe am Stadtrand, durch die ich am Morgen des 29. fuhr, ich dachte , ich könnte jetzt noch stundenlang durch dieses Messeparkplatz/Industriegebiets-Ödland fahren,

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während die Füße ein wenig kalt sind, weil ich schon Sneakers anhatte, fahren und aus dem Fenster schauen.

SEV

Belegen mit Brief & Siegel, Wolkendunst
Zeilen im halben Schlafen verloren im Licht
des grellen Morgentau ziehen die Vögel
fort die Silberstreifen die Wertgeschätzten
————-———————————–
Am Abend Schienenersatzverkehr vom Endpunkt der Linie 6 aus, was auch so ein deutsches Wort ist wie es leider viel zu viele gibt und man sie doch irgendwie gerne haben muss mit Ihrer tölpelhaften preussischen Korrektheit, die Sicherheit und Autorität vermitteln soll aber doch nur ein Gehampel ist. Schienenersatzverkehr (SEV) also, dreisprachig auf der Anzeigetafel angezeigt tatsächlich, am Bahnsteig, die Menschen stehen daher in Trauben oder einzeln im gefrorenen Schnee am Rande des leicht abschüssigen Wendekreises, an dem sonst die Linie 341 sich dreht zur Pause. Unzwar bleiben sie stehen, gehen statt dessen, als der Ersatzbus ankommt, über den gefrorenen Platz und steigen ein. Der Bus fährt sich daraufhin fest, als er die Schleife macht und zwei Schritte vor, einen zurück, als er um den davor stehenden 341er herumzufahren versucht, 10 Minuten geht das so und verschiedene spontane Freundschaften werden geschlossen, unter der dünnen Decke der Zivilisation, neben mir hingegen zückt jemand sein Notizbuch und schreibt mit schwarzem Stift die Worte auf. Ich kontere das elegant mit hundert Jahren Einsamkeit in der Taschenbuchausgabe. Dann fährt der volle Bus doch los und drei Stationen weit (Stockholmer Allee, Krügerskamp, Kronsberg wo alle aussteigen) und wieder in die Bahn hinein die auch gleich kommt und zwar vom Endpunkt der Linie 6.

Als es letzten Samstag wieder zu schneien

anfing und die Stadt den Kragen hochschlug während der Besorgungen für das Wochenende usw. usf.

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Heute allerdings in der Mittagspause meiner Arbeit in der Aktiengesellschaft über die verschneite Plaza gestapft und im Schneelicht gebadet, so dass es mir garnicht kalt wurde an den Fingern die die Kamera und das Handy hielten. Die anderen Fotos sind auf Film und der ist noch nicht voll.

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Am Abend trafen wir uns, um in das Möbelhaus zu fahren und Frieden zu finden. Die Expo-Brache hinter der Plaza verwandelte sich zusehends in einen Kaurismäki-Film mit einem blauen, violetten Sonnenuntergang und ganz merkwürdigen Gebäuden um uns herum (keine Fotos davon, es war auch bereits zu dunkel) und dann das blaue Licht durch die großen Fenster, der Blick in die Abenddämmerung. Der Rundgang durch die feilgebotenen Utopien, Köttbullar im Restaurant, einer hockt, meterweit von seiner Familie, in einer der Wohnkulissen und sieht einsam aus. Er könnte eine der Buchatrappen aus dem Regal nehmen und sie aufschlagen, nur um festzustellen, die Seiten sind noch alle leer.

Im Bus, den wir zurück nehmen, sitzt ein Mann mit Down-Syndrom in der letzten Reihe. Er trägt eine blau-rot gestreifte Pudelmütze und steht bei den Stationsansagen immer auf und hält das Handy mit dem ganz hell leuchtenden Display an den Lautsprecher, wohl um eine Aufnahme der Ansage zu machen.

Chicago Lane
Boulevard de Montréal
Messe-Ost, Expo Plaza

Zwischen den Aufnahmen hält er das Display ganz dicht vor seine Augen, vielleicht sieht er nicht gut. Wir steigen aus.

der mann

stieg in die bahn dort wo die vielen kleingärten sind. das gesicht ganz rot von der arbeit an der luft. geruch von schwarzem tabak. schwere schwarze arbeitsschuhe. zwischen den füßen ein leinenbeutel, der war prall gefüllt mit äpfeln. auf dem kopf eine blaue mütze von den new york yankees.

Langsam schleicht der Alltag zurück ins

Leben, schlurft sich rein in die freien Tage, die nach der Reise übrig bleiben, um die ich sehr froh bin. Wenn ich unterwegs gewesen bin, sind die Gedanken noch in einer Zwischenzeit, alles bleibt ein wenig verhangen. Heute die Filme zum Drogeriemarkt gebracht, zwei Schwarzweiß-Filme und zwei Farbfilme. Vorher auf dem Mittwochsmarkt gewesen, auf den wir sonst aufgrund Arbeit nie gehen, trubeliger als der kleine Bauernmarkt am Samstag, weil wir uns hier nicht so richtig auskannten eine schöne andere Sicht auf den wohlbekannten Platz bekommen. Paniertes Schollenfilet mit Kartoffelsalat vom Fischstand gegessen. Die digitalen Fotos befinden sich in der Organisation, werden über diverse Geräte und angemietete Zimmer im Wolkenkuckucksheim verschoben und versammelt bis eines neben dem anderen liegt und ganz ausgebreitet ist. Dabei erstaunliche Funde auf unterschiedlichen Speicherkarten gemacht, es ist alles so schön ungeordnet im digitalen, in den Zwischenräumen.

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Von Kantschen Indianern, träumenden Chinesen und schwarzen Bären

Die Kant’schen Indianer sagen: „Denken: die Sprache im Bauch“. Über 100 Jahre später, hier in der Stadt, treffen sich die „Kröpcke-Indianer“, unter ihnen auch Theodor Lessing, nachdem der Asta einmal die Uni nennen wollte: „Zu den Kröpcke-Indianern gehörten beispielsweise Alexander Dorner, der das Kabinett moderner Kunst im damaligen Provinzialmuseum einrichtete, die Maler Ernst Thoms, Carl Buchheister und natürlich Kurt Schwitters, der sich im Kröpcke aus Aschenbechern und Abfalleimern die Zutaten zu seinen Collagen herausangelte“, so ist’s geschrieben und wird behauptet. Das Eishockeyteam Hannover Indians hat jedoch nichts damit zu tun —  das Bauchgefühl in die Gedankenwelt zu tragen. Wortklauberei zu betreiben. Gestern sah ich beim Essen in der Mensa einen mit einer Basecap auf dem Kopf, darauf stand „Pray“ und in der Bahn saß einer, auf dessen Mütze stand „Killer Loop“. Zeichen des Untergangs. Die Zähne mit Heizkörperlack geweißt. So sind die Tage und das alles, wenn das verdammte Abendland nun endlich einmal mit Mann und Maus und Haut und Haar, aber nichts dergleichen. So bleibt nur, genau alles aufzuschreiben und sich um mangelnde Exaktheit zu bemühen, den verstiegenen Gedanken noch eine Halbleiter unter den Schemel zu stellen, neben das Licht der Sonne.

Morgens sah ich in der Bahn einen schlafenden Chinesen, der seinen Rucksack auf dem Schoß stehen hatte, locker mit beiden Händen umfasst, der fährt zur Messe mit all den anderen, eine andere Gruppe fotografiert sich selber, jeder einzelln, die fremde U-Bahn, die fremde Stadt, die fremden Zeichen auf den Bildschirmen, die von der Decke baumeln. So denke ich mir an diesem lichtgefluteten Tagesanfang, wie der halbe Traum des Chinesen jetzt ist, wie sich sein Kopf die (mir fremden) Worte vorhersagt, während der halbe Schlaf noch vor dem Fenster hockt, noch blitzen die Krähen in den Büschen, ich schließe selbst die Augen und dann ist es rot, die Schatten der vereinzellten Häuser ziehen schnell über die geschlossenen Lieder, das Rattern der Räder und die kleinen Äderchen in den Augenliedern, die sich abzeichnen im flackernden Sonnenlicht, Verästellungen, jetzt atmet der Morgen — ich überlege, wie ein Film gemacht werden könnte, der dieses nachzeichnet, dann fallen mir die chinesischen Worte wieder ein die ich auf der Kurzwelle gehört habe, ein paar Tage her, sie legen sich gleich über das Bild dieses Frühlingsmorgens, wie es fortwährend geht, immerzu immerzu kommt etwas neues dazu und stellt sich daneben, zu dem anderen allen. Nun muss also auch das notiert werden. Wie Karl May, von dem ich zugegebenermaßen nie etwas gelesen habe, bezog Kant sein wissen über die Indianer (die bei ihm tatsächlich Indien zu verorten sind, ungefähr), aus der Literatur und nicht durch eigenes Ansehen. Wie die Welt aus Worten zusammengesetzt werden kann. Es fällt mir das Kinderlied ein mit dem Bären, der sich die Haare kämmt, es wurde an eine Tafel geschrieben in einer Fernsehserie, die sich um sechs Freunde drehte, die (schon wieder in New York) in mehreren WGs wohnen und über mehrere Staffeln die Weichen Richtung Vorstadtfamilie stellen, dass es einem ganz übel werden kann. Dort standen die Worte:

Have you ever seen a bear
combing his hair?

Have you ever seen a goose
kissing a moose?

Aus dem Lied „Down by the Bay“ — Schon als ich es das erste mal sah, musste ich an den Kammbär denken — ein unpassender Name für einen Käse. Die Bauchsprache; so in etwa funktionierten die Worte (sie tun es insgeheim ja immer noch so): Ausgehend vom bekannten wurde das Unbekannte hingenommen und zunächst in einen, der allgemeinen Meinung nach falschen, Bezug gesetzt zum bereits bestehenden und manifesten System der Irrtümer. Kopfsteinpflaster: Etwas allgegenwärtiges auf den Stadtstraßen meiner Kindheit, jedoch etwas, dass ich nur dann als vorhanden und unterschieden zu den anderen Straßen erlebte, wenn das Auto über das Kopfsteinpflaster fuhr und alles zu vibrieren begann, die ganze Welt zur Vibration wurde. Das kommt vom Kopfsteinpflaster. Nun besteht dieses Wort, welches also in Verbindung stand mit einem sensationellen, erschütternden Ereignis, aus den drei Worten Kopf und Stein und Pflaster. So hatte das Wort Kopfsteinpflaster meine ganze Kindheit hindurch und eigentlich bis heute einen dunklen, wunden Beiklang, eine Beule am Kopf, vom Stein mit Pflaster. Andere Bären waren Brauner Bär, das Eis auf dessen Verpackung bekanntermaßen ein reitender Indianerhäuptling abgebildet war, der Pfeil und Bogen schussbereit in der Hand hielt und der, ich erinner dunkel die schwache Erklärung dazu, offenbar „Brauner Bär“ hieß, weil die Indianer sich angeblich nach Tieren nannten, und der Schwarze Bär, ein Platz in der Stadt, den wir manchmal mit dem Auto überquerten auf dem Weg zur Schule, den ich in Verbindung brachte also mit erstens dem Braunen Bären (er war gewissermaßen nach dessen Bruder benannt) und zweitens wunderte ich mich, warum ein Platz in Hannover wie ein Indianer heißen sollte, wo doch alle anderen Plätze Kalle hießen oder Stephansplatz, z.B. — tatsächlich ist der Schwarze Bär, wie auch das Kröpcke, nach einem Gastronomiebetrieb, (hier einem Wirtshaus), benannt. Das wusste natürlich lange Zeit niemand, so dass ich großen Respekt vor dem Schwarzen Bären hatte, den ich mir riesenhaft und dunkel vorstellte. Er trägt den Namen noch heute, während die Brücke, die direkt auf den Platz führt, früher nur schlicht „Ihmebrücke“, jetzt Benno-Ohnesorg-Brücke heißt. Auch andere Orte bekamen neue Namen, wie etwa der von meinem Freund T. und mir nur „Kalle“ genannte Carl-Peters-Platz, (Jetzt Bertha-von-Suthner-Platz), weil man offenbar übersehen hatte, dass Carl Peters ein Rassist erster Güteklasse gewesen ist. Bisher hat die CDU noch nicht geäußert, dass sie den Platz gerne wieder umbenennen möchte. Ich erinner mich dunkel an das übliche Hickhack mit der bekannten „Ich sag weiter Negerkuss“– Rhetorik. Indianer jedoch heißen hierzulande immer noch Indianer, in Kanada hingegen Native Americans. In meinem Zimmer hängt ein Bild von einem Indianer, das einst meiner Großmutter gehörte und das Backcover der Zeitschrift Arizona Highways gewesen ist.

Außerdem die Pappe eines Pfeil & Bogen — Spielzeugs und eine indianische Rabenzeichnung, welche die Schwester aus Vancouver mitgebracht hat. Als ich 1992 für drei Wochen in Chilliwack, ganz in der Nähe, war, haben wir in direkter Nachbarschaft zu einem kleineren Reservat gewohnt. Ich glaube, ich habe irgendwo noch ein Foto, auf dem ein Tipi zu sehen ist, über den Gartenzaun fotografiert. Vielleicht finde ich es, dann stelle ich es hier hinein und verweise darauf. Es ist aus derselben Serie wie das, auf welches ich oben beim Ortsnamen verlinke. Gefühlt habe ich damals aufgehört, Fotos zu machen, ich weiß wirklich nicht mehr warum. Vermutlich ist die Kamera kaputtgegangen. Die Bilder, die Jahre später entstanden sind, mit einer Plastikkamera aufgenommen, sind nicht der Rede wert und die sogenannte Liebe hat auch nicht länger gehalten als der Fotoapparat. Jetzt auf dem Umweg über das digitale auch zum analogen Film wiedergefunden, endlich keine Gedanken mehr daran, dass die Bilder größtmögliche Kunstwerke sein sollten. Oder das sie nur mit einer Spiegelreflex aufgenommen überhaupt die Möglichkeit dazu hätten. Das alles ist jetzt egal und ich mache mit allem etwas, was in die wackeligen Hände kommt. Old Shatterhand und das Halbblut Tamagotchi — auch die Verfilmungen der Karl May – Bücher sind an mir vorbeigegangen, was an der technophoben Reformpädagogik gelegen haben wird, die mir zuteil wurde, u.a., a.a.O. — aber dann Seelandschaft mit Pocahontas, vom großen Karl May – Verehrer Schmidt. Rechts neben dem Indianerbild über dem Schreibtisch hängt die Krähe oder der Rabe, der z.Zt. auf meinem Twitter-Profilfoto im Hintergrund zu sehen ist. Links daneben eine eingerahmte 7/Eleven-Tüte, die ist aus Stockholm, wo diese Läden an jeder 3. Straßenecke zu finden sind, wenn mich meine Erinnerung täuscht. Ich glaube es war Douglas Coupland, der gesagt hatte, 7/Eleven’s riechen überall auf der Welt gleich, aber wenn das so ist, dann müssten sie überall auf der Welt nach Zimt riechen, denn so ist das in der Stadt zwischen den Steinen und den Wassern. Unter dem vollkommen hintergedankenlos in einem IKEA-Holzrahmen gefassten Souvenir hängt ein Farbausdruck eines Katalogfotos einer Ölkanne. Das ist eine andere Geschichte. Daneben hängt eine Zufälligkeit, bei der der fehlerhafte Ausdruck den Inhalt hervorragend ergänzt. beobachter02

Darunter dann endlich ein kleines Bild der außerirdischen Katze Dora Emon, welches einmal Teil eines Tassenkartons gewesen ist. Auf Recycling wird verzichtet, es wird einfach alles immerzu aufgehoben. Auch im Kopfe, wo ich nächtens, wie mir in letzter Zeit mehr auffällt, mit den Jahren einige Orte erbaut habe, an die ich zurückkehre wieder und wieder. Natürlich ändern sie ihre Gestalt, wie im Traum alles immerzu unsicher und gestaltwandlerisch sich verhält, aber das architektonische Grundsetting, die Umgebung und oft auch die Atmosphäre, bleiben sich recht gleich. Dort ist die Endhaltestelle einer Straßenbahnlinie, die Bahn fährt hier einmal im Kreis, um sodann die Rückreise anzutreten ans andere Ende der Stadt. Hier gibt es einen kleinen Laden oder einen Kiosk, einmal hatte ich eine Wohnung in diesem Geschäft. Die Rückkehr zu vergangenen Wohnungen ist ein wiederkehrendes Motiv, irgendwo findet sich noch ein Schlüssel und die neuen Mieter sind Jahre später auch noch nicht eingezogen. Mit oder ohne Übernachtungsmöglichkeit — die Haltestelle ist häufig ganz in der Nähe (von was?) gelegen und es lohnt sich oft nicht, dort hinzugehen, weil man auch genauso gut zu Fuß laufen könnte. Ich meine, dass sich am selben Ort auch eine Bushaltestelle befindet. Der zweite Ort, der mir jetzt gerade einfällt, sind in einen Berg oder Hügel hineingebaute Gebäude, die von einem kleinen Wald umgeben sind, der manchmal auch über sie hinwächst. Hier kann man sich sehr leicht verlaufen und landet dann unversehens etwa in der Feuerwache. Auch ist hier oft etwas versteckt, hier finden Veranstaltungen statt oder es ist eine Kneipe oder in der art dort im Inneren der Örtlichkeit. Solche Orte existieren noch mehrere, bestimmt vielleicht 2 oder 3. An den einen Raum erinnere ich mich leider gerade nicht. Die Architekten sollen sich aber deshalb nicht einbilden, ihnen gehörte die Stadt. Dann schon eher den Vögeln, am Ende. Den Himmel eroberten sie bereits zurück von den Dampfflugzeugen! Jetzt möchten die Menschen simulierte Uhren kaufen

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Dampfflugzeug (schematische Darstellung)

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Tiger (maßstabsgetreue Abbildung in 3D) © Ribäck van Bergen

die nur noch weitere Abhängigkeit produzieren, die Kontrolle der Zeit auslagern an ein angebissenes Stück Obst. Die ihnen doch nur ein anderes, weitaus glamouröseres Leben vorgaukeln, mit dem imitierten Herzschlag, ein weiterer Versuch, von dem schwarzen Loch abzulenken, welches uns umtost: Es ist unmöglich, etwas von einem schwarzen Loch abzulenken, es sei denn. Als ich heute morgen aufhörte, im großen Buch über das Radio zu lesen, fiel mir dieser Song von Blümchen ein, eine Coverversion, Herz an Herz, hörst Du mich, SOS ich liebe Dich… weil ich erstens an Heinrich Hertz dachte und dann an Funk und die Titanic und S.O.S. und weil zweitens das Gehirn so funktioniert, was mich zum nächsten dicken Buch bringt, welches auf dem Stapel liegt, bereit zum auslaufen und ich neulich zumindest schon das Vorwort gelesen habe: Gehirn und Dickicht. So ist nicht der Titel, aber darauf steuert es dann hin, soviel steht vermutlich schon fest. Montags geschlossen (außer Feiertage).

[jetzt bereits nachgetragen]

[gestern während der bahnfahrt geschrieben]: am freitag im bahnhof gewesen. presse: wirtschaft und philosophie. hirnforschung. nationalismus (das übliche blut-und-boden gesabber, dem jetzt wieder alle hinterherrennen). die lettre wieder nicht gekauft, edit (toll) und bellatriste (enttäuscht) sind bereits lange gelesen. jinglejangle die münzen in der manteltasche, aber niemand will sie haben. 2001. refugee camp. auf der meile im elysėe, hören die u-bahn unter dem haus fahren.

als ich am 5.1. zur station komme ist das neue jahr schon auf hochtouren, die uhren allerdings um 6 vor 1 stehen still. die ellenbogen noch kuschelweich von den feiertagen — die ersten drei stationen lang. der automat verweigert die herausgabe sowie vorab zahlung. im kröpcke funktioniert.

3 Sekunden

 

 

Zusammengeklaubt aus von Hölzchen auf Stöckchen errichteten Laubhütten, die stehen im tiefen, dunklen Wald. Wenn man denn noch davonsprechen kann, vielleicht bei den Geisterbären, wo sie der Erde das Öl erpressen.

Heute für ungefähr 3 Sekunden war alles gut. So lange dauert es im Durchschnitt: 3 Sekunden. Kaum mal länger, aber auch nicht weniger: Einundzwanzig. Zweiundzwanzig. Dreiundzwanzig. Schlägt Blitz in Holz.

Die Enden der Wurst sind die interessanten Gegenden der Welt. Wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Der Stumme Diener scheint. Mond dort mit dem Auto über die Brücke Nachhause fährt. Hierzulande Wasser Luft.

Aufgegangen mitgefangen. Das ist aber komisches Zeug was Du da wieder redest. Mach doch eine Weile aus dem blauen Himmel und häng sie Dir ins Haus. Pass nur auf das sie nicht so lange tropft. Aufblüht der Regenschirm.

 

 

 

 

 

 

[Anfänge]

Szenen, die ein Anfang sein könnten: Gestern in der U-Bahn, die Frau mit den kurzen Haaren und diversen Zeichenmappen sowie einem Rucksack, die an der Station Kröpcke hnaus möchte, es zu spät bemerkt und dann stehen auch noch Leute im Weg. Der Mann neben ihr versucht, ihr zu helfen, doch vor beider Augen schließt sich die Tür und geht nicht mehr auf, sie sagt zu ihm dann müsse sie halt an der nächsten Station aussteigen, beide setzen sich nebeneinander- Schweigen. Dann die Station Hauptbahnhof, diesmal öffnen sich beim Aufstehen eine oder zwei der Zeichenmappen, großformatige Bleistiftzeichnungen drohen herauszufallen, der junge Mann ist wieder zur Stelle, hilft ihr, alles zusammen zu halten und bietet auch an, kurz auszusteigen, sie sagt es würde schon gehen und dann ist sie auch schon draußen und die Türen schließen sich.