Die Zumutungen der virtualisierten Stadtbilder

Wie aus Trümmern einer implodierten Realität wieder zurück ins Leben geholt, plustern sich die doch so bekannten Straßenzüge und Häuser und Bäume auf dem Bildschirm wieder auf. Es sind Zombie-Häuser, Zombie-Bäume und Zombie-Straßen, die Menschen haben alle ihr Gesicht verloren.

zumutung1.jpg (Bild mit Google Streetview erstellt)

Nur scheinbar ist auch die Zeit stehengeblieben für sie. tatsächlich liegen ja zwischen jedem Sprungpunkt, der mit Maus oder Tastatur angewählt werden kann, zumindest ein paar Sekunden. Der Stillstand selber ist also eine Konstruktion und eine Täuschung.

zumutung2.jpg (Bild mit Google Streetview erstellt)

Der Himmel liegt als klaffender Spalt auf der Straße, bevor sich die Asphaltdecke über ihm schließt. Die Bäume, schlecht gerenderten Felsformationen gleich; auch könnten sie bedeckt sein mit Plastikplane oder es sind fremde Wesen, die nach dir greifen wollen und dich verschlingen, am Himmel ein U.F.O.

Auskristalisierungen

Die Formulare der Steuererklärung gehören zu den reinsten Auskristalisierungen des Staates, die wir kennen. Sie sind die verschlossenen Türen eines geheimen Wesens, dass sich hermetisch gegen seine Ernährer abzugrenzen sucht. Es ist nicht alles schlecht, aber dass diese Papiere in einer Geheimsprache verfasst sind, ist faul und stinkt. Worte wie Spendenvortrag, Verlustrücktrag, Opfergrenzenberechnung sind spitze Stacheln des Drahtes, der um das Gebilde aus Obrigkeitshörigkeit und Bürokratie geschlungen ist.

 

Wenn die in allen Gesellschaften nötige „Administration des menschlichen Lebens“ (Stonebridge) in so etwas wie bürokratische Prozesshörigkeit umschlägt, wo das Einhalten des Prozesses über dem individuellen menschlichen Leben steht, dann haben Institutionen das Denken der administrierenden Menschen ausgeschaltet.

Die Bierwerbung im Fernsehen, in der zwei gleich aussehende Gläser mit gezapftem Bier nebeneinander stehen und als abschließende Geste eines der Gläser mit einer sicheren, akurat ausgeführten Bewegung so positioniert wird, dass schlussendlich beide Embleme genau auf 90 Grad ausgerichtet sind und dem Zuschauer in einer perfekten Symetrie präsentiert werden.

Wenn eine Angelegenheit sehr lange erwogen worden ist, kann es, auch ohne daß die Erwägungen schon beendet wären, geschehen, daß plötzlich blitzartig an einer unvorhergesehenen und auch später nicht mehr auffindbaren Stelle eine Erledigung hervorkommt, welche die Angelegenheit, wenn auch meistens sehr richtig, so doch immerhin willkürlich abschließt. Es ist, als hätte der behördliche Apparat die Spannung, die jahrelange Aufreizung durch die gleiche, vielleicht an sich geringfügige Angelegenheit nicht mehr ertragen und aus sich selbst heraus, ohne Mithilfe der Beamten, die Entscheidung getroffen.

Als ich am letzten Donnerstag eine vergessene Regenjacke in die Nordstadt fuhr: Die Menschen im warmen Regen wurden plötzlich zu Gestalten ihrer eigenen Poesie, auf Fahrrädern, oder zu Fuß, im weißen T-Shirt oder in der Regenjacke, mit Regenschirm oder auch ohne, manche mit ganz nassem Haar. Vielleicht wie in einem Film, in dem es auch um Mairegen ginge.

Ich weiß ja noch nicht einmal, wie ein alternativer Nameserver eingestellt wird

Ein Blog muss immer „live“ sein, dass kann niemand planen. EIn Blog kann von allem und von garnichts handeln, von Fesselstricken oder Brieftauben oder beidem zu gleichen Teilen oder nichts von alledem. Es ist gut, mehrere Blogs zu haben, gerne auch ein geheimes Blog, dass man niemandem verrät, schon garnicht den Menschen, die seit Jahren eines der anderen Blogs lesen. Ich habe sowas. Dort kann ich Sachen reinschreiben, die ich hier nicht reinschreiben kann, weil mein echter Name auf diese Seite hier zeigt, jedenfalls kann man es sich zusammenreimen. „Gibt es eigentlich Blogs im Darknet?“ Eine reizvolle Vorstellung. Wie  mietet man Webspace im Darknet? Neulich, in der EDIT, war dieseGeschichte von dem Assange-Ghostwriter, wie er sich eine alternative Identität aufgebaut hat, basierend auf der Geschichte eines früh verstorbenen Menschen. Meine persönliche Erfahrung mit Ghostwritern ist eher katastrophal. Im Endeffekt habe ich große Teile des Buches dann nochmal geschrieben. Mein Name steht dort nicht drauf, was gut ist.

Ich weiß ja noch nicht einmal, wie ein alternativer Nameserver eingestellt wird. Jetzt klatsche ich den „Meta“-Tag an diesen Beitrag und dann nimmt das seinen Lauf.

Lieber K.

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Auf dem Balkon sprießt schon die neue Zwiebel in den unvernünftigen Himmel und Aller Orten wird der Geburtstag von Big Dada gefeiert, als hätten die Herren eines Morgens in den Spiegel geschaut und gesagt „Heute machen wir’s!“. Das erinnert mich natürlich an die schöne Gelegenheit, einen Video2000-Rekorder in die Akademie zu tragen um einen Film zeigen zu können. Ich setze bald wieder meinen Hut auf und wünsche viel Erholung und was auch immer Du suchst in Panama. Ich hoffe diese Karte erreicht Dich vor der Abreise! Liebe Grüße, F.

20160205_174829六字大明咒,这么做可保安康!分享佛法,等于抄经一万次的功德
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丽芸

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Om Mani Padme Hung, so können das Wohlbefinden zu schützen! Teilen Dharma, gleich zehntausend Mal wurde Verdienst kopiert

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Lai Yun

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,ndo Zurück!

Gerade gestern noch, als ich Gaze-Flicken auf ein paar Bilder leimte mit Tapetenkleister. Wie schön es ist etwas zu machen ohne vorher zu wissen, was das Ergebnis sein wird. Wie frei es das Gerümpel im Kopf neu anstreicht in den schillernden Farben der großen Straße!

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我没有冯小兵面子大,算了,以后绝交,再也不要和我联系。

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Ich habe nicht groß Feng Xiaobing Gesicht, na ja, nach der Pause ein, niemals an mich wenden.

Aus den Briefen — 5 —

(Diese Sache mit dem tgl Schreiben) funktioniert recht gut, auch wenn tatsächlich Texte von sehr unterschiedlicher Güte dabei herausspringen, ganz subjektiv gesprochen. Vielleicht werde ich auch noch den einen oder anderen löschen obwohl. Hier und da geht es auf die Meta-Ebene, wie jetzt hier auch. Ich hatte noch Fragmente bei Pastie deponiert, aber der Dienst ist seit ca. 36 Stunden offline und ich erreiche meine Notizen nicht. Auch das ist ein Resultat der fragmentierten Textarbeit, die winzige Pausen nutzen muss um Notizen schnell irgendwo hin zu schreiben. Auf Bons von der Mensa bspw. oder in einen digitalen Aufbewahrungsort für schnell zur Verfügung zu stellende Textteile. Häufig auch von sog. Programmierern oder für Wegweiser ins Darknet genutzt. In der nächsten Runde werde ich aber vom tgl. Veröffentlichen und ausschließlichem Ins-Blog-Schreiben Abstand nehmen, um mich auch mal den längeren Texten widmen zu können.

seidenpapier2

Der Drucker ist vom Seidenpapier befreit, mittlerweile. Hier bin ich dann auf dieses Projekt gestoßen, bei dem ich vielleicht ebenfalls einfach mal mitmache. Unbekannterweise. Aber ein Grund mehr, die klammen Finger über die Tasten Stolpern zu lassen, immer gerne Gründe. Das müsste auch alles einmal gelesen werden. Ein Freund von mir schrieb neulich in einer Postkarte,: //Insgesamt aber wird zuviel geschrieben und zu wenig gelesen. Vielleicht sollte jeder Mensch nur ein Buch schreiben dürfen//. Besonder schön, dass er das „S“ in seiner sehr kleinen Druckschrift, in der er möglichst viel Text auf den dafür vorgesehenen Teil der Postkarte presst, auch wie ein B aussehen könnte. So steht dort, wahlweise: Leben/Lesen.

lesenleben

Ich muss auch noch antworten, bald, wir sind schon eine Postkarte und mehrere Reisevorbereitungen weiter und ich möchte K. noch einmal erreichen. Hier sind mögliche Postkarten:

Zischen der Zeilen

Zischen der Zeilen

Helle Aufregung 780 KHz

Helle Aufregung 780 KHz

Die so peu à peu fabriziert werden.