Sagrada Familia I-III (26.9.2016)

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Diese Aufnahmen entstanden vergangenen Herbst während einer Barcelona-Reise mit unserer nicht ganz so heiligen Familie, der erste Urlaub mit meinen Eltern nach einer langen Pause. Nachdem wir schon sehr oft in der Stadt gewesen sind, war dies das erste Mal, dass wir dort eine Kirche besichtigt haben. Ich finde es ganz großartig, wie die Geräusche der andauernden Bauarbeiten das sakrale Gebäude mit Klang erfüllen. Seit weit über 100 Jahren wird an dem Bauwerk gearbeitet, die Fertigstellung ist für das Jahr 2026 angedeutet. Wie groß Ideen werden können und wie weit sie das Menschenleben selber überdauern können. Wie unwichtig Zeit sein kann.

Die Audiodatei kann hier heruntergeladen werden.

Dora Emon, el Gato cósmico

Die Neuentdeckung dieser Woche ist Dora Emon, el Gato cósmico. Wie dem Netz zu entnehmen ist, läuft diese Serie bereits seit 20 Jahren. Dora, die außerirdische Katze, hilft ihren Freunden dabei, sich den Herausforderungen des Alltags zu stellen. Dabei passiert es anscheinend oft, dass die Alien-Technologie nicht so ganz die richtige Lösung ist, jedenfalls nicht wenn sie zu oft, bzw. ohne vorher über die Konsequenzen nachzudenken, angewandt wird.

 

Diese Situation ist ja aus vielen Serien mit einem ähnlichen Plott bekannt. Siehe „Bezaubernde Jeanie“, „Sabrina“ und so weiter. Die Kapitel werden oft durch Zwischenbilder mit japanischen Schriftzeichen eingeleitet. Neben der wundervoll gezeichneten, hellblauen Katze ist es ganz toll zu sehen, wie für el Gato cósmico das Glas tendenziell immer eher halb voll ist und dann überschwappt. In einem Comicladen am Passeig de Sant Joan habe ich mir eine Tasse gekauft. Die T-Shirts gab es leider nur in Kindergrößen.

Freigeschrieben

Gestern am späten Nachmittag dann freigeschrieben, was noch nachzutragen gewesen ist, zum Reisetagebuch. Es war etwas, was erledigt werden musste, bevor ich hier wieder alltägliches in ein leeres weißes hineinschreiben kann. Da ich dieses mal sehr undiszipliniert war, was die abendlichen Aufzeichnungen in das Notitbuch anbetrifft, mussten noch 12 Seiten hinterdran geschrieben werden. Handschriftlich, weil dies die Reihgenfolge bei dieser Art von Text ist, der zunächst zusammengeschrieben wird wie der Finger gerade wächst, um dann, wenn alles möglichst fest gehalten wurde in einer Chronologie, daraus einen anderen Text zu machen, der nicht größer ist, nicht besser als das, was schon dort steht, aber bereits einen Schritt weiter noch zurückgetretenn ist hinter den vergangenen Erlebnissen und sie vielleicht auch in einen noch größeren Zusammenhang setzen kann. Aber was ist schon größer als die Welt.

Und wie schnell alles verschwindet, wie schnell. Saß ich dann hier und habe anhand der nun einmal in Reihenfolge aus der Maschine kommenden Fotografien die Tage wieder zusammengesetzt, in einen Modus geratend, der die Erinnerung am laufen hält und in dem sich die Bruchstücke rekonstruierend wieder zusammenfügen. Zwischendurch dann mit dem Landkartendienst und den Straßenbildern Buslinien recherchiert, die en passant gefahren worden sind, weil sie zum Strand oder in Richtung des Hotels führten, das ist überhaupt auch mit das beste, in einer anderen Stadt im Bus zu fahren, noch einmal Straßenläufte angesehen, so begann hier bereits die zweite Reise, mit dem Finger auf der Landkarte, einmal dort entlangzulaufen, einmal mit dieser Linie zu fahren. Und die Traurigkeit und das Staunen darüber, wie unwirklich die entfernten Orte so schnell wieder werden, wie schwer es ist, sich ihre Existenz vorzustellen zum jetztigen Zeitpunkt: Das jetzt in diesem Moment Menschen dort sitzen sollen, wo wir saßen, und den Weg am Meer entlanggehen und in dieser Bar sitzen oder auch nur, das genügt ja schon, im Supermarkt an der Ecke eine Flasche Wasser kaufen und fünf abgepackte Donuts. Das ist unglaublich.

Es muss ja aber doch so sein.

mach dir nichts drauß,

google versteht meine texte auch nicht – nach der rückkehr aus dem fremden land, nachdem wir also glücklich wieder vom himmel gefallen sind, durch erkältung in ein graues rauschen gesunken, in dem auch die fertigschreibung des reisetagebuches versandete. die erinnerung ist nunmehr bereits ganz erinnerung, schon kann es sich niemand mehr vorstellen, besonders ich nicht, dass dieser ort, an dem wir doch waren, tatsächlich existiert. später aber mehr dazu, es wird an dem text gearbeitet, in den freien minuten (stunden).

Palau de Justicia, Barcelona

zumindest ist mich die gemeinschaft der heiligen nun endlich losgeworden, nach himmelfahrt und noch vor pfingsten, ein bürokratischer halbakt, szsgn. gestern etwas zeitmanipulation betrieben und die zeitstempel der tonaufnahmen einigermaßen korrekt gesetzt, die eingebaute uhr des rekorders geht zwei jahre nach (was für eine zeit es war), ist ihr hinterher, so wie die ich-maschine: Copy [nameoffile] /B + ,, /Y.