Let it ~, let it ~, let it ~.

[13.12.2012]Die neue Schrift die wir jetzt haben, hält viele Zeichen bereit, um die Leerstellen nzu markieren, die sich gebildet haben, den ehemaligen Aufenthalt der verschwundenen Geister und Erinnerungen an sie, an all das. Erinnerungen auch an ehemalige Möglichkeiten.

Als ich zur Station gehe, zersägen Arbeiter eine Litfaßsäule und aus der gerade ankommenden Bahn steigt ein Mann mit Langlaufski. Der Friedhof ist wunderschön im Schnee [~] auf dem Rückweg machen die Bäume der Allee zum großen Garten den Shutter, als ich in der Bahn sitze und aus dem Fenster sehe. Fünf Wochen ist es her, am 5.11. schrieb ich in das Notizbuch, wie einer vor der Eisentür steht, im ganz dunklen Treppenhaus, und weiß vor der Tür das Dämmerlicht [und der Wind des Nordens im November, kurz bevor die Bäume auch noch die Schatten der Blätter nicht mehr festhalten können]. In der Zwischenzeit die Ewigkeit.

Auch die Dinge und Verhalte, die wir nicht aussprechen, zerbrechen würden sie in dem Augenblick, nur diskrete Zeichen lassen sie erahnen. Wie der Schnee noch liegenbleibt, nachdem es schon lange schon viel zu warm ist, und wir ihn nur anschauen dürfen, denn eigentlich ist er schon wieder Wasser, wie das meiste von uns.

Trackbacks & Pings

  1. & um auch diesen Text einmal zu beginnen, - coderwelsh/synchron./ am 30 Mrz 2013 um 10:12 am

    [...] aus, in stiller Vorfreude ob der demnächst dann doch bezahlten Rechnung. Auch die Abwesenheit der Zeichen: Sie gehört hier dazu. Es ist fortwährend Live gesendete Literatur. Die Anwesenheit der Stille. [...]

  2. Das war ein Winter - coderwelsh/synchron./ am 30 Mrz 2013 um 5:32 pm

    [...] schneit ja immer noch! Und da stößt die Flexibilität der kapitalistischen Plansollerfüllung an ihre [...]

Kommentar schreiben

Sie müssen sich anmelden, um ein Kommentar schreiben zu können.