ist 12 Uhr auch nicht gerade die Zeit, zu der man Würmer fängt. Der Bus zur Arbeit. Die Wartenden, die auf den verspäteten Bus. (Auf der Bank die trinken Bier. Die warten nicht (auf den Bus zumindest). Sitzen dort, den lieben langen Tag.) Weiter hinten, an der Rolltreppe, die haben noch andere Interessen. Neben dem [...]
Eben fing ich an, hier etwas hineinzuschreiben, von dem Text, dem losgelassenen, in die Welt gelassenen Text, der sein eigenes Leben, anfängt, zu Leben, der damit zurechtkommen muss, missverstanden zu werden, als etwas angesehen zu werden, was der Text nicht ist. Was ist der Text? Wieso und zu welchem Zweck, denn den muss es, schlussendlich, [...]
Eben draußen gewesen und den Herbst gerochen, der tatsächlich schon in der Luft liegt. Das Licht schimnmert auch bereits so – einen Monat noch, dann sind die ersten Blätter gelb.
Von der Liebsten aus Prag mitgebracht. Original von Lena Latynova.
Nun sind sie alle (wirklich alle?) eingesperrt in die entsprechenden Käfige. Manche fauchen noch etwas hinter den Gittern. Husch husch ins Körbchen. Außerdem: (was noch dazu kommt) wacker ein paar Wackersteine ins Rollen gebracht, um mal tapfer bei der Metapher zu bleiben. Ein wenig Schwierigkeiten, sie auf DIN A4 zurechtzumeißeln, sie in Standard-Fensterumschläge zu verladen. [...]
Die Müdigkeit des Nachmittags im neonbestrahlten Büro. Von oben. Im Keller. Jetzt ist der Herbst, das bewahrt vor Enttäuschung. Telefonieren im Dachstübchen, mit Blick auf die Kreuzung im Regen Verkehr. Weiterhin Nachts wirres Träumen (heute beispielsweise von diesen Schwebedingern, die mit Gedankenkraft sich hoch und runter vorwärts rückwärts und so weiter, dann den gänzlich zerschundenen [...]
Fischblume, Elephantenfußpilz, schrieb ich neulich unter ein Krickelkrackel, dem Papiertiger den Stall ausmisten, noch dazu, bin ich auf der Suche nach dem Gelb, diesem einen Gelb, dem ganz gelb Gelb, einer Wandfarbe die für etwas steht, stichig, ölig und im Licht, glänzend, was ich selber nicht benennen kann. Ein wenig schmutzig, hell, Ocker und Ei [...]
Der sog. “Blaue Bahnhof”, Hannover Nordstadt/Hainholz
Zwischen Hemmingen und Pattensen liegt ein sehr kurzer Abschnitt der Strecke, der zur rechten und linken Straßenseite den Blick freigibt auf eine merkwürdig wild erscheinende Sumpf- Wald- oder Auenlandschaft, von der Göttinger Landstrasse in zwei Hälften geteilt. Dann der Ortsausgang Arnum, Richtung Pattensen, man sieht die Einfamilienhaussiedlung die sich, einem Krebsgeschwür gleich, immer weiter in [...]
Der Teerfleck auf der Kreuzung, den ich, von Oben, vom Balkon aus betrachtet, aus dem Augenwinkel, immer wieder für einen Igel, oder ein Frettchen halte. Bitumen. Erde Öl, alles ist beleuchtet. Auster neuen Welt. Die Wahrheit, in zwei Hälften geteilt. Die verlorenen, Zusammenhänge, Südlage, holzige Note, Wohlklang, Zeder und Mordio, fruchtig im Abgang, Orkus, Kakophonie, [...]