Nur um das Wort

Ich hier testweise unterzubringen, wurde doch gedacht, es würde häufig hier vorkommen und müsse nur ein neuer Beitrag entstehen der auf dem alternden Ego Weihrauch verstreut, deshalb also nur entsteht nun dieser Beitrag zur frühen Abendstunde. Viel nachgedacht über das entstehen einer eigenen Welt in einem eigenen Kopf, viel nachgedacht über das Hineindenken der wichtigen Sachen, Dinge, in diese Projektion, wie es geschafft werden kann, die Wesen dort hineinzusetzen in eine noch zu erbauende, noch nicht fertige, Welt, wie sie dann bestenfalls (und das Bedingung) zu Leben anfangen sollten und wie es bewerkstelligt werden kann, dieses Wort dabei zu vermeiden, gänzlich (noch ist es mir nicht gelungen, wird es?). Wer sich nun bis hierhin durch den Text geschlagen hat. Heute morgen im Verkehrsmittel (das Wort hätte auch benutzt werden können), der Asiate der neben mir gesessen und die ganze Fahrt über in einem Flyer von einem China-Bringdienst gelesen hat. Ist es erlaubt, Asiate zu schreiben oder ist das schon ein Urteil, welches mir nicht zusteht, mir fiele nicht ein warum dem so sein sollte. Bald werden wir alle jeden Tag Sushi essen müssen. Die Fotos hochladen, sie sinnvoll in ein Durcheinander bringen, das alles lesen was die anderen schreiben, dazu noch Einkaufen gehen an einem oder zwei Abenden, dass Fahrrad in die Werkstatt bringen, ein Telefonat führen, letztenendes dann den Fernseher anmachen und dieses Zeug schauen, dabei einschlafen und den ganzen Tag und das ganze bisherige Jahr vergessen.

Erinnere mich an das eine Mal, da kam der Schlaf während eine Reportage lief über die Erde vor 6.000 Jahren, als die Erdplatten jeden Tag woanders anzutreffen waren und die Meere aus Lava waren, das dunkle Zimmer, der Winter vor den geschlossenen Fenstern noch dazu, die dunklen Planeten (es war nicht nur die Erde alleine, auf der die Lava pulsierte in Gesteinsspalten), die sonore Stimme des bekannten Sprechers, der die flüssige Erde erklärte, wie das alles entstand vor ungefähr 7.ooo Jahren, dies alles führte zu einem Traum inmitten der Urzeit, in einem noch viel leereren Universum, als sie heutzutage anzutreffen sind, das alles leerte auch das Herz ganz aus und alle Worte verschwanden daraus und die, da hundertjährige Haus, in dem wir wohnen, verschwand und mit ihm ich.

& um auch diesen Text einmal zu beginnen,

fange ich an, ihn zu schreiben. Darum geht es hier: Um das Schreiben von Texten, über das Schreiben von Texten, das Leben einzugravieren ins digitale oder in die Rinde alter Bäume. Manchmal, oft, es ist nicht genau auseinanderzuhalten was wozu gehört, stehen hier auch die Texte die aus diesem Prozeß heraus entstanden sind. Der Anlass ist genauso viel; Dieses stetig weiterwachsende Schriftstück ist nun seit 11 Jahren ununterbrochen im Netz, wobei ich auch die Woche mitzähle, in der ich den Stecker gezogen hatte: Auch dies gehörte dazu, auch die paar Tage (erstaunlich wenige, in Anbetracht), an denen hier abgeschlossen war von Speichervermieterseite aus, in stiller Vorfreude ob der demnächst dann doch bezahlten Rechnung. Auch die Abwesenheit der Zeichen: Sie gehört hier dazu. Es ist fortwährend Live gesendete Literatur. Die Anwesenheit der Stille. Und das laute Getöse. Ich habe in der letzten Zeit mehr und mehr das Gefühl, dass hier etwas entstanden ist, von dem ich nun weiß, was es ist und was es bedeutet — auch wenn ich es weder erklären, noch will. Zuviel gesagt wäre, das es froh macht; weniger traurig.

Leute, die eitel, extrovertiert oder verliebt sind, machen sowas, die schreiben ihre Sachen immer irgendwo hin. Als das Internet zu uns kam, schrieben wir es eben ins Internet.

mequito

Schrieb mek gestern aus Anlass seiner 10jährigen Internet-Vollschreiberei. Da ist sicher was dran. Ich für meinen Teil hab allerdings zu viel Lampenfieber, um mich auf eine Bühne hinzusetzen und meine Texte zu lesen. Auch geht es mir eher ums Schreiben als solches und darum, dass es dann halt irgendwo gelesen werden könnte. Was ich hieran besonders schätze, ist zu machen was ich will. Die Abwesenheit von Genre und ist mir egal, ich lass das jetzt so. Das es kaum jmd. gefällt, das wiederum gefällt mir. Natürlich und das musste ja so kommen. Genau heute vor 11 Jahren fing das hier an, nach einigen Vorversuchen, die nur auf einer Sicherungs-CD zu finden wären. Der erste Eintrag im November 2000, aus einer anderen Zeit. Was dort steht, ist für meinen heutigen Horizont viel zu banal und gleichzeitig privat. Alles hart codiert und in einer merkwürdig eingerahmten Gestaltung, die eine horizontale Leiste oben als Zeitleiste nutzte und neben dem Text einen Rahem als “Bühne” freihielt, um dort weitere Inhalte per Klick auf Links einzublenden. H y p e r t e x t. Auch ein wenig verspielt, so wurde z.B. erwartet das die Leser verstehen, dass sie die Rahmenbegrenzung nach rechts schieben sollen, um den Blick auf den darunterliegenden Inhakt freizumachen…

Ein Screenshot der die verspielte Gestaltung des NetLog illustriert.

Screenshot vom ersten Eintrag im Synchron-Vorgänger, 14.11.2000


Eine thematische Konstante ist, bei aller Freude an der freien Form, bereits hier zu erkennen: Die Bewegung in der Stadt und in öffentlichem Verkehrsmittel. Von A nach B der Liebe wegen, oder aus noch profaneren Gründen, ob des schnöden Mammons willen, bspw. Wobei ich die Ansicht, dass Arbeit vom Schreiben abhält, nur bedingt teilen kann. Das liegt einmal daran, dass ich das Glück habe, bei meiner Arbeit seit 10 Jahren (auch) immer Texte produzieren zu können. Das hat sich im letzten halben Jahr eher noch intensiviert, so das ich, obschon es sich natürlich oft um werbende oder anleitende Gebrauchsprosa handelt, gewiszermaßen tagaus tagein Texte prozessiere — ich bin eine Schreibmaschine. Am Abend, wenn ich mir von der Müdigkeit und dem Ruf der schwarzen Glotze dann noch ein paar Absätze abringen kann, muss ich nicht erst im Kopf einen Hebel umschalten, ich mache einfach, unter ganz anderen Vorzeichen, weiter. Nur für den in Zukunft evtl. zu schreibenden längeren Text, der die inneren Schubladen mit unsortierten Zettelwirtschaften ausfüllt, wird es schwierig. Möglicherweise.

Gestern ist unser Toaster kaputtgegangen.

***

Am Morgen beim Systembäcker an der Ecke stehen Handwerker und unterhalten sich über rücksichtslose Politiker-Konvois im Straßenverkehr, //damals, da war Albrecht noch Ministerpräsident, mit drei Limos waren die da unterwegs, als würde die Straße ihnen gehören sachichdir//.

Neuer Leitspruch oben auf dieser Seite:
Die Zeit aus den Fugen zu schreiben.

WÄREND ich sie nämlich über die Rücksichtslosigkeit der Politiker reden höre (und beim Empfang zur großen Messe wird, so ist der Einladung zu entnehmen, wie in jedem Jahr im Kongresszentrum auch ein Fahrerimbiss angeboten, dass alleine genügte schon) fällt mein Blick auf die Schlagziele der heutigen Presse: “Rambo-Raub” schreibt sie, denn in das Schaufenster des Uhrenladens, in dem ich an einem verregneten Sonntagnachmittag um ¼ vor 3 die Uhren photographierte, die hier als ein wiedererkennbares Zeichen ausgestellt sind, ist – so ist dem Foto zu entnehmen – ein VW-Bus hineingefahren, so wurde der Laden beraubt. So gelangen meine Gedanken, ohne dass ich mich weiter mit dieser Frevelei befasse, zu dem Spaziergang an diesem Sonntagnachmittag, Jahre schon entfernt, und hierhin, und zur Zeit zurück, deshalb.

A room is still a room, even if it smells funny

Als ich von der Straßenbahn-Haltestelle zur Arbeit gehe, fährt durch den Regen hindurch ein LKW die lange Brückenrampe hinunter mit Gischt, aus Helsingborg grüsst die Plane.

Und in den langen Zügen, die aus drei Wagen bestehen, fahre ich morgens zu meiner Arbeitsstelle durch die ½ Stadt und am Abend zurück. Wie eigentümlich das Grau der Tunnelwände ist, es ist kein Ruß, es sieht aus wie solcher, es könnten Gummipartikel sein oder abgelagerter Feinstaub, also doch Ruß, der durch die offenen Eingänge der Stationen von der Stadt hereinweht, zusammen mit den Tauben. Wie lange meine Augen meine Blicke nun schon über diese Wände gleiten, über die Kabelstränge, die sich parallel zu den Gleisen an ihnen entlangziehen und wie meine Augen meine Blicke an manchen Tagen auch ganz aufgerauht sind, abgerieben, vom hinausschauen in das Tunneldunkel, hier und da ein vorbeiziehender Zug in dieselbe Richtung, der sich in einer eleganten geraden Kurve nach links oben oder rechts unten verabschiedet – neulich, als wir im Theater waren, wurde mir berichtet, ich wäre von einer solchen nebenherfahrenden Bahn aus gesehen worden, die Richtung war aber nicht mehr zu erinnern, die Bewegung und die Tageszeit.

Als ich am Nachmittag

noch einmal mit dem Fahrrad zur Post fahre, an der Vahrenwalder entlang, denke ich dass es nach Schnee riecht und gleich weht der kalte Ostwind ein Filmzitat über die Bahngleise und über die Straße, leerer gelber Sack und der kalte Wind aus Osten, der Himmel ist ganz ergraut, nachdem er am Vormittag dieses Licht hatte, das weiß schimmert in der Frostluft, sind wir zum Copyshop gefahren, hier wird auch Wäsche und werden die Pakete angenommen, es riecht nach Ozon und Waschmittel, die schöne Mischung, Softcover, sind wir den Weg gefahren, sind wir danach im Café an der Lutherkirche gewesen, Wintertraum warmer Apfel Chai Latte, “Ich als Gerhard Schröder bin eine Lasagne” sitzt dort (ein Gesandter aus der Vergangenheit) und ist nach all den Jahren endlich gut eingestellt, hoch leben die forschenden Farmer, Schmeiß es hin und werde / die Verbesserung der Erde.

Am Busdepot, auf der weiten Fläche, wo noch die alten Schienen des Straßenbahnbetriebshofs (im gleißenden Abendlicht, an manchen Tagen), dort haben sich die Krähen versammelt, es sind weit über einhundert schwarze Vögel und all das kümmert sie nicht, nicht im Geringsten, unter ihnen. Das am Abend der Wind auffrischt und es noch kälter wird. Es ist möglich.

Anfänge

Nieselregen, der sich als eine feine Schicht (in der U-Bahn erst wird er in das Gewebe einsickern) auf den Wollstoff des Mantels legt, wenn man dann noch in der Tasche ein 2-Cent-Stück hat das (mit den Figerkuppen fühlt) und etwas Sand vielleicht, am Morgen, an der Bahnstation, (Das neue Jahr begrüßt mich mit Blaulicht und Trompetenschall).

Ich höre die Musik von fernen Städten (Jem’Hadar durch einen ebensolchen Schlauch in die Halsschlagader zugeführt wird, als Belohnung, als Nahrung und Überlebenselexier. Später am Tag sitzen gleich zwei Programmierer vor meinem PC und öffnen eine Shell nach der anderen. In der Mittagspause ist es ein veritabler Regen geworden, aber auch nicht einer der einen stören würde, es regnet halt, da gewöhnt man sich dran im Laufe ~. Ich gehe ein Fischbrötchen kaufen.

Der Supermarkt liegt gegenüber der alten Wülfeler Brauerei, in der noch während meiner Kindheit eine einheimische Biersorte gebraut wurde. Jetzt stehen ein Burger King und ein Lidl, neben anderen Geschäften, an Stelle derselben und man kann sich nur wundern darüber. Immerhin gibt es einen Bäcker im Supermarkt, es gibt einen Fischladen und ein Schreibwarengeschäft, im ersteren Fischbrötchen und im zweitren sogar Briefmarken. Der Supermarkt selber ist eine vollgestellte Fabrikhalle, ich entsinne mich das hier einst ein Allkauf war, dessen Café einem dieser Arbeitseinsätze als Treffpunkt diente, ich kann mich beim besten Willen nicht entsinnen, was für eine Arbeit das gewesen ist und in welchem Jahr sie war, auch die Jahreszeit weiß ich natürlich ebenfalls nicht mehr. Im Radio läuft Uberlin und wenn die Musik einmal im Supermarktradio angelangt ist, so bleibt sie dort auch für immer, da kann sie noch so wundervoll sein. Es hilft nichts. Diese Geschichte endet hier.

**

[Dienstag] Wenn der Kollege das Fenster geöffnet hat, kann man von der nahen Bahnstrecke die Güterzüge vorbeifahren hören. Niesel.

**

[Mittwoch] Abends. Niesel. Als ich aus dem Krankenhaus komme, laufe ich die Braunstraße hinunter in Richtung Glocksee und breite die Arme aus für einige Meter, den schönen Regen gebührend zu würdigen.

Das Geflecht der Oberleitungen über die Kreuzung am Café Safran. Die drei warmen Brüder werden jetzt in Violettönen angestrahlt, was ihrem Namen nur gerecht werden kann. An der Bushalte macht gerade ein Mädchen mit krausem braunen Haar mit ihrem Handy ein Foto davon, ich bleibe stehen, um ihr nicht in das Bild zu laufen, Sie können ruhig gehen sagt sie, ich ich kann aber auch kurz stehenbleiben. Dann nehme ich den Bus 100 nachhause. In dem riecht es mal ordentlich nach Gras.

**

[Dienstag darauf] Mit Sekundenkleber die Sekunden zusammengefügt für eine Stunde, entgegen dem Uhrzeigersinn, tick tack. Im Zementfrack spatzier ich die Straße entlang, mein Name sei Art Vendelay aus Hannover-Döhren, wo die Straßen gerade geführt sind in Richtung zum Fluss. Genäht ist der aus den zu langen Hosen der Kindheit, der Flickenanzug, gesäumt von den vergangenen Vonwegen. Ich schleiche um die Ecken und reibe mich gegen Vorwände aus Papier, die nassgeregnet sind. Am Morgen müdigkeitsinduziertes Fernweh, bestärkt durch das Ansehen eines Lexikon-Eintrags zum Thema Belgien. Schneé.

**

Dies sind die ersten Dinge dieses Jahres, das begann mit einer Dehydra im Rückschwung des Pendels, geschlungene Boa um den Janusköpfigen Passagier, der ich war (zusammen mit Dir). Zur Jahresendewende in der Stadt am großen Fluss, jedoch dort nur den U-Bahn-Tunnel und etwas von Eimsbüttel am Abend und am Morgen im strömenden Regen gesehen. Der Mann in dem Café im Hauptbahnhof, der plötzlich am Spielautomaten 240 € gewinnt, er freut sich, kommt sofort ins Erzählen, von den Lotterien und den verschwindend kleinen Chancen, von der Familie und der Arbeit in einer Baufirma, für die er wohl nach Deutschland kam, in einer fernen fernen Zeit, “Guten Rutsch ja Guten Rutsch und viel Glück ja Glück ja ebenso” [*] Am nächsten Morgen in der U2, die beiden kleinen Mädchen, 11 vielleicht oder jünger, mit ihren kopftuchbedeckten Müttern Tanten großen Schwestern, erzählen was sie gerne werden möchten: “Wenn ich groß bin möchte ich gerne Star werden. Oder Model. Oder Kindergärtnerin” dies kann ich tun: Unabhängig vom “Jetzt” ein Es war einmal hier entwerfen, niederschreiben, noch Tagesaktuell weil noch nicht entstanden, weil der Jahreszeiger sich immer noch ganz am Anfang befindet, die ersten zehn Minuten oder eine viertel Stunde, so viel geschehen bereits und schon wieder, siehe hier oben, siehe hier unten, siehe die Ränder dieses randlosen Textes.

An diesem 2. Januar jedenfalls, regnet es immer noch vom Himmel, ich lese in meinem schönen Buch, das im Rucksack von der Reise einen kleinen Riss im Cover bekommen hat, “The Catcher in the Rye” – (Und dann der schöne Schnee dazu. Ich habe nach Jahren, den Proust eh schon wieder beiseite, den “Fänger im Roggen” wieder einmal begonnen, weil ich mich erinnerte das mir dieses Buch immer ein gutes Gefühl gegeben hat. Ich habe die Handlung des ganzen schon wieder vollkommen vergessen, aber immerhin liegt es nun auch einmal auf englisch in der Post, seit mehreren Tagen jetzt schon,
weil die Packstation zu voll gewesen ist. Da kann ich es schlecht abholen. Die Post ist eine Behörde mit Behördenöffnungszeiten. Aber vermutlich ist auch die deutsche Fassung die, die mir dabei hilft, mich an Dinge zu Erinnern, die ich nicht selber erlebte.), so jedenfalls schrieb ich in einer Mail im Dezember schon, ich lese und mir gegenüber sitzt ein armer Mann mit einem lieben Hund, ein Rottweiler kann es sein, ich kenne mich da nicht aus, dem er fortwährend Dinge erzählt, dass sie heute mal zur Post müssten (sie auch!) und dann und dann.

**

[Freitag] Am Abend ~, nachdem ich im Schwimmbad war und aus dem Becken schön den Schneé hab fallen sehen, draußen vor dem Fenster, sich plötzlich die Nachbarschaft erweitert hat um einen ganz neuen Ort, der schon die ganze Zeit dort gewesen ist, wie aber dadurch das Viertel selbst ein anderes wird, ein wenig immerhin schon wieder (es ist im steten Wandel und bleibt sich gleich), (und wenn ich vor die Tür gehe ist dort immer schon und gleich die Stadt, die Menschen und die Straßenbahn und die Autos auf der breiten Straße und all das große Ganze, sie steigen aus der Bahn und gehen und sie rennen bei rotem Licht über die Ampel und kriegen die Bahn doch noch oder nicht mehr, sie sammeln auch Flaschen in Einkaufswagen und haben Telefone in der Hand auf die sie schauen und beinahe von der Straßenbahn), an diesem Abend trotz der arg vereisten Wege mit dem Rad nach Linden gefahren, an den Runden Tisch gesetzt, entzwei ist die Zahl der anwesenden Gefährten, wir waren einst so viele. Ich hätte das alleine schon nur machen können, so jedoch saßen wir zusätzlich zu der tollen Fahrradfahrt durch die kalte Januarnacht und so weiter dort und hörten der Musik zu und tranken Bier und erzählten uns Geschichten von dem allen. Am Samstag das erste mal auf dem Markt in diesem Jahr, Äpfel und Kartoffeln. Käse und Wurst.

**

[Eine Woche später am Abend] und ich schreibe mich hinein in die Gegenwart, dort bin ich nun endlich in diesem Jahr angekommen und ein Fuß im Text und die zwei Hände auf den Tasten, die die Welt bedeuten. Draußen ist der Winter in seiner ganzen prächtigen Kälte vorhanden und die Tage sind angefüllt mit Arbeit und guten Wünschen.

_

Die Mayonaise bei Netto bezahlt mit einer spanischen, einer französischen 50-Cent-Münze und einem italienischen 5-Cent-Stück sowie der Rest mit deutschen Eurofragmenten. Dann in der Mittagspause weiter nachhause gefahren, es gab Pommes mit Salz.