Station Marienstraße und Umgebung

Heute an der Marienstraße Ecke Berliner Allee. In der Bäckerei an der Ecke kaufe ich ein Franzbrötchen. Der Eingang der U-Bahn-Station gegenüber ist in den Krankenhauseingang hineingebaut, es sieht sehr großstädtisch aus. Direkt neben der Treppe ist ein Fahrstuhl-Eingang, der Patienten und Besucher ½ Stockwerk nach oben fährt. Die Wände des Aufgangs sind mit glattem, poliertem Granit verkleidet. Aus purer Neugierde gehe ich nach Unten in die Station, um zu sehen, ob man direkt von dort aus in den Fahrstuhl steigen, und von der U-Bahn also direkt ins Krankenhaus fahren könnte. Das hätte ich gut gefunden.

Stadtplan der Starthaltestelle Hannover Marienstraße

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S Stadtbahn U U-Bahn H Haltestelle TAXI Taxi Standplatz CarSharing

Hier verzeichnet: Die Straße, in der ich die ersten Jahre zusammen mit den Eltern lebte, eine Straße in der ich gearbeitet habe, eine Straße in der ich jetzt (jetzt gerade!) arbeite, eine Straße in der meine Freundin R. gewohnt hat, eine Straße in der meine Freundin R. jetzt wohnt, die Straße, in der mein Vater gearbeitet hat, die Straße, in der mein Vater davor gearbeitet hat, der Friedhof, auf dem der Hund Charlotte Kestner begraben ist.

Als ich (gestern) im Bus sitze

und zu diesem einen Termin fahre: Setzt sich ein Mann neben mich, auf dessen Jacke in großen Buchstaben das Wort “YIPPIE!” geschrieben steht. ### Auf dem Rückweg sehe ich einen mit einer Tarnhose und Bomberjacke bekleideten, der breitbeinig vor der Sexshop-Reklame steht und mit seinem Handy ein Foto macht. Den Rest des Tages wird er am Brunnen ein paar Meter weiter verbringen und mit seinen Freunden Bier trinken.

Da fuhr

ich dann am Gestern mit dem Fahrrad zur Arbeit und am Moltkeplatz: Ist ein Markt aufgebaut, (eine Obstverkäuferin beißt in einen Apfel hinein), neben der Leierkastenfrau sitz ein dicker, lieber Hund, zuvor die Blätter, von den Bäumen, im dunstigen Sonnenlicht, fallen, ein Kindergarten macht einen Ausflug und eine Nonne, die ist auf dem Weg ins Krankenhaus vom roten Kreuz.

Die Luft ist genau richtig kalt für den Überzieher, die Sonne blitzt hinter den Gardinen hervor. So war es.

Dann heute am Morgen: Das schwärzeste Schwarz sah ich, als ich die Espressokanne aufschraubte um den feuchten Kaffeesatz herauszuklopfen. Schwarz und schimmernd, zieht es Materie an.

An der großen Straße, das Hotel wechselt täglich seinen Namen, Hot Is oder Hotel I oder Ho Ib. Ich habe dort die Möbel hinein getragen, in jedes Zimmer: Einen Schrank und ein Bett und eine Wandverkleidung mit angebauten Nachttischen, erinner ich mich, manchmal, wenn ich nun daran vorbei fahre, wie ich auf dem Parkplatz stand und eine Zigarette geraucht habe. Manchmal denke ich, dort hinein zu gehen und mich an die Bar zu setzen, für einen Abend lang, zur Messe wohlmöglich auch noch, eine Geschichte zu erfinden.

Wenn ich eine halbe Stunde vor Schichtbeginn hier losfahre, wir produzieren dort tatsächlich in vier Schichten, die sich teilweise überschneiden, dann also habe ich noch genug Zeit, auf der Streusandkiste sitzend, ca. auf dem halben Weg von der U-Bahn dorthin, ein Gedicht zu improvisieren,

Im Moment schreibe ich auf allem was Papier ist, es ist furchtbar.

Noch sitze ich hier im Bureau im Keller

Jedenfalls ist es zur Straße hin ein Keller, nach hinten raus ebenerdig zum Hof, noch sitze ich also hier, im Bureau in der Berliner Villa, noch bin ich müde und noch warte ich, zugegeben, eigentlich nur das die Zeit tick tack. Gleich aber werde ich die Treppe nach oben gehen, die Stempelkarte abstempeln, auf mein Fahrrad steigen und dann den Engelbosteler Damm herunterfahren bis zum blauen Bahnhof um dann dahinter nach rechts abzubiegen und Freund K. zu besuchen. Das Fahrrad hat eine Acht im vorderen Laufrad und es müsste zum Fahrradmann gebracht werden, der es neu stimmen könnte damit es wieder schöner schwingt. Nächste Woche diese Woche dann vielleicht. Die Lichter sind gelöscht und das Schreibgerät wird nun hinuntergefahren, die müden Augen abgewandt vom glatten Schirm, hinaus ins Unquadratische!

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Leitmotif Doppelganger: (Das dachte ich dann auch nochmal und nochmal, nachdem ich den Film Romulus gesehen hatte, an jenem Abend, und mir erst Tags darauf in den Sinn kam, dass es ja auch noch diesen anderen Wolfsjungen gegeben hat, diesen Remus, und was eigentlich aus ihm geworden ist), durch das zum Hinterhof geöffnete Fenster höre ich jemanden Trompete spielen. Wurst und Seife müssen sein. In einer Plastiktüte, die in einer Unterbett-Plastikbox mit Rollen sich befand, war das Folgende zu finden: Whiteboardmarker, Textmarker, Batterien (neue und gebrauchte), Kerzen, Streichhölzer, Feuerzeuge, ein Bleistift, zwei Taschenlampen, eine Blechdose mit drei Knöpfen darin (Aufschrift: “Leibniz-Keks der Butter-Keks”), Gefrierbeutelverschlussclips, eine Augengelkühlbrille, eine Unterlegscheibe sowie zwei Messeraufsätze für eine Küchenmaschine die es nicht mehr gibt und eine Packung Ausstechförmchen für Weihnachtskekse, noch ungeöffnet. So findet sich eines wieder zum anderen. Sehr froh auch darüber, den Akkulader wiedergefunden zu haben. Das auch gestern K. erzählt, der zu einem Festival fährt um dort mit sich aufzutreten. Das Festival ist so geheim das man es nicht findet. Kommen auch nur Geheimagenten hin. Dort.

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Tuesdays are the evil Twins of Monday*s, don’t you think? Den Zettelkasten verwenden, um das Feuer anzufachen, nach Gutsherrenart. Das Notizbuch zur Hälfte durchgesehen am gestrigen Tag, nach Sachen die hier hin geschrieben werden können und sollen, das passiert jetzt sukzessive.  Interessiere mich auch immer mehr für Raben und Haikus, da war neulich einer im Park, mit vielen hellen Stellen im Gefieder, ein alter Rabenvater vielleicht. Der Park ist ja doch auch ganz schön, ihn gleich um die Ecke zu haben, ein bißchen ostzonal zwar. Aber in 20 Jahren sieht hier eh alles so aus wie in Russland vor 20 Jahren, ausgenommen das Alphabet, das wird gleich kreidebleich abgeschafft. Schlechte Zeiten also für Schriftgelehrte, aber das ist ja nichts Neuss. Bielefeld hingegen hat einen Ruf zu verteidigen. Heute saß einer auf dem wegweisenden Schild neben der Nienburger Straße. Und hat den grauen Himmel angekrächzt vor lauter Freude.

Tiere Essen mit Safran nennt man Paella. Da sind sogar gleich mehrere Arten enthalten. Aus dem Meer und aus dem Hühnerstall. Kaninchen sind aber zu niedlich. Soviel zum Thema kleines Rädchen und Suchmaschinen. Sie haben es sicherlich bereits bemerkt, es führt zu nichts. Kurze Sätze sind nicht immer besser.

Perseiden, Wolkenverhangen

& même les Perseides se sont caché au-dessous les Nuages, cette Anée-la. So sind die Zeiten mit den Jahren dahin gegangen, Tage und Monde Stundenuhr Sammelbestellung Kornkreise UFO-Zähmung. Ach der Text. Was sich hier zusammenfügt und sperrt gegen die Nützlichkeit, die vermaledeite; Am Morgen in der U-Bahn gesessen, Saudade, kann man dass so sagen, weil die Musik so schön war und ich in einem tausende Malen gehörten Lied plötzlich noch ganz neue Dinge hören konnte, Gitarre, Bass, all die traurigen Lieder, sie haben mir das Leben gerettet, in den ganzen Nächten. Auf dem Weg Nachhause dann am Abend hätt’ ich beinahe lachen müssen, weil mir die Onkeltante von Oma Emil gegenübersaß. So kann’s gehen.