Wann ist das passiert,

Wann ist das passiert, dass dieses andere Wesen, dieser andere Mensch, der jetzt ganz Du geworden ist, in Dich hineingekrochen ist und dann, von Innen heraus, in Deinen Körper hineinwuchs? Und mit Deiner Zunge spricht und mit Deinen Händen die Dinge berührt und die Menschen, mit Deinem Kopf denkt, während Du nur noch ganz wenig Raum hast, in Dir selbst.

Wann genau war das in der Zeit, in der wir uns noch kannten und bis wir uns mal wieder getroffen haben. Die bange Frage dabei, ob es Dir mit mir genauso gehen könnte.

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Die wertvolle Domain duschsitz.org

Die wertvolle Domain duschsitz.org kann gemietet werden. Deine Kollegen sehen aus wie Zombies? Dann liegt das evtl. an deiner Präsentation (oder weil sie Zombies sind.)

Gestern der leise Schnee der auf den Stein rieselt und dort nicht ankommt, am Abend den Weg von der Lister Meile zum Bahnhof gegangen, dort ist auch noch das Flüchtlingscamp, es ist kalt und ein Teil der Bewohner (vermute ich) ist gerade im Foyer des renovierten Pavillon. Sie stehen in kleinen Gruppen bis zu drei Menschen zusammen und unterhalten sich, gut möglich auch, dass es eine Art von Versammlung gab, oder geben soll. Ich war dort schon oft jetzt, (nie ein Foto gemacht), bin also dort vorbei gelaufen, weil der Friseur mit der Diskokugel, zu dem ich gehe, gleich da ist und der Plattenladen nebenan und die Buchhandlung ein paar Schritte weiter noch, das Café mit den französischen Kuchen und der U-Bahn, die unter ihm hindurchfährt und der Milchschaum auf dem Capuccino vibriert und die U-Bahn kann man sogar hören.

 Mit geblümtem Papier
ausgeschlagene Schublade
Küchentischs. Gummibänder,
Flaschenöffner, Schulhefte
vollgeschrieben mit
vergossener
Milch

Heizungsentlüfter, Strohhalme
mit einem Knick wie das Ofenrohr
bevor es in den Schornstein ragt.

a deep

deep fried in the
hinterland of your best
wishes, safe harbour
everyone, left alone.
gallopping fragments of
time. take a deep.

 

Nun schreibe ich Gedichte auch auf English, nachdem vor Jahren/Zehnten bereits ein paar Songtexte entstanden, die hier nicht weiter behandelt werden werden. Warum das gemacht wird ist, dass es diese neue Anwendung für das Smartphone namens plague gibt, auf welcher z.Zt. noch hauptsächlich international getextet wird. Nun handelt es sich leider um die üblichen Bonmots und Albert Einsteins, die man gleich nach unten wischt, nicht etwa weil sie unwahr wären, sondern weil sie zu einfach sind und ganz abgenutzt. Hier Poesie in die Welt zu schicken bedeutet, den Raum des Scheiterns der eigenen Kunst ungeahnt vergrößern zu können. Auch sind die Einschränkungen, die das Medium sich auferlegt hat (140 Zeichen, keine harten Zeilenumbrüche, keine Absätze) eine schöne Formvorgabe. Das Gedicht oben ist eines davon. Eines ist leider schon im digitalen Vergessen verlorengegangen. Das war die englische 140-Z. Version dieses Textes:

 

die butterdose, verkleidete tasse
hinterm haus kaninchen
von der farbe

brauner nasser strandsand
auf der kahlen grünen wiese
dahinter der deich, dahinter
die schöne graue wolke
des ganzen tages

Der an einem Morgen der Winterreise vor Weihnachten entstanden ist.

Weitere poetische Praxis ist es ja bereits seit eine Weile, das Tool Pastie zu nutzen um unverhoffte Texte zu deplatzieren. Hier was ich gerade dazu gefunden habe:

 


Novemberhitze

Lass die Katzentür blos offen
das bärtige Herz
klebt Dir Prilblumen
an die Therme

Oder dieses Haiku o.ä.:



train in the distance
dog barking in the moonlight
bark copyright by dog

Die sind entweder privat markiert und nur über den Link zu verbreiten, oder sie erscheinen auch in der Timeline zwischen all den Codefragmenten und Wegweisern zu den Hintertüren und ins Darknet. So gelangt das Blog an dieser Stelle auch wieder ein wenig zurück zu der Namensgebenden Idee, die genau auf diese Schnittmengen von Sprache und Code anspielte. Das hiermit, also mit dieser Seite coderwelsh.de, einmal etwas ganz anderes und doch recht betrachtet ziemlich ähnliches geplant war. Dazu schreib ich vielleicht, wenn mir also danach sein sollte und ich die Zeit dazu finde in einem Schuhkarton unten im Regal,

Was allerdings mit dem Haufen Disketten, der hier liegt, noch passieren wird, weiß ich heute noch nicht zu sagen. Dies alles sind Versuche, auch die Sache mit den Disketten, die der “Verhinderten Kunst” zuzuordnen sein könnten. Was das genau ist weiß ich auch noch nicht, es ist nun erstmal ein ausgedachtes Wort. Dinge, die zu vervollständigen wären, die zuende gedacht werden müssten, was aber nicht gelingen kann, weil die neue bescheuerte Idee schon an der nächsten Straßenecke auf der Lauer liegt und die Zähne fletscht. Weil die Zeit wie immer in Mangelhaft sitzt, neben der Chinesischen Wäscherei. Weil der Alltag zersetzt wird durch die Lohnarbeit für den Hypercommerce, ihm die ganze Rechenleistung zuzuschlagen. So könnte also ein noch zu beschreibender, zu verortender Ausweg gefunden werden und die Hoffnung stirbt zuletzt. 2015 ist übrigens garkein Schaltjahr.

Auf der Arbeit

 höre ich Deutschlandfunk über das Handy. Jemand hat ein irres Smiley auf den Verteilerkasten vor der Mensa gemalt, in Feuerwehrrot, was mich sehr freut. Ich höre so gerne Radio, was erzählt wird, Nachrichten und Reportagen auch. Am Montag schaltet Der NDR die Mittelwellensender ab, wie schade [*]. Auf dem Nachhauseweg lässt sich der Bahnfahrer in der Station Hauptbahnhof Zeit, die Türstörung zu beheben: Jetzt können Sie gleich alle wieder aussteigen … hab erst um ein uhr fümmenzwanzich feieramd mir ist egal wie lang wir hier stehen … muss da ja erstmal rankommen dann fahren wir gleich garnicht weiter weil die tür nicht zugeht … umdie störung zu beheben …. Am Vahrenwalder Platz aussteigen, tritt nicht in die weiße Junkiekotze da vor der Sparkasse, bei Rossmann liegen Fotos für mich.

Eine der schönsten Aufnahmen, gleich die erste auf dem Film, ist ein Foto vom Strand, vom Meer, schwarz-weiß, jedoch ein Fussel auf der Linse, der auch sehr gut zu sehen ist.

[*] Dies markiert eine Stelle, an die vielleicht später noch etwas hinzugefügt werden kann, darüber das wir dann ja jetzt die Mittelwelle kapern können, wenn niemand sie mehr braucht und darüber, dass es gefährlich sein könnte, sich nur auf ein Medium zu verlassen, denn das Internet muss auch nicht immer da sein, das Internet kann durchaus auch für längere Zeit ausfallen, so wie die Dinge stehen, usw.

letzte nacht von der sprechenden katze

 geträumt, die ich fütterte, weizenfeldern rechts und links des mittellandkanals. heute nach dem ortstermin ausgedehntes, mehrere sekunden währendes déja vu. station kröpcke – die abfahrende bahn zieht das traumbild hinter sich mit in den tunnel hinein. die tauben pflücken diese letzten unbekannten bilder aus der luft. vögel, die unter der erde fliegen. [6.1.2015]

[jetzt bereits nachgetragen]

[gestern während der bahnfahrt geschrieben]: am freitag im bahnhof gewesen. presse: wirtschaft und philosophie. hirnforschung. nationalismus (das übliche blut-und-boden gesabber, dem jetzt wieder alle hinterherrennen). die lettre wieder nicht gekauft, edit (toll) und bellatriste (enttäuscht) sind bereits lange gelesen. jinglejangle die münzen in der manteltasche, aber niemand will sie haben. 2001. refugee camp. auf der meile im elysėe, hören die u-bahn unter dem haus fahren.

als ich am 5.1. zur station komme ist das neue jahr schon auf hochtouren, die uhren allerdings um 6 vor 1 stehen still. die ellenbogen noch kuschelweich von den feiertagen — die ersten drei stationen lang. der automat verweigert die herausgabe sowie vorab zahlung. im kröpcke funktioniert.