Die Bahn verpasst und eine Station zu Fuß

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gegangen heute am Abend. An der Stockholmer Allee, kurz vor dem Aufgang zu den Hochbahnsteigen, lief dann noch ein Hase, aber ich glaube sogar ein Fuchs, über die Schienen, schnell. Es war nicht so gut zu erkennen welche Art von Tier.

Bei der Endhaltestelle eine tolle, weiche Wiese, in der die Schuhe versinken, die vom Winter, Wind und Regen ganz wellig geworden ist.

Auch die Amsel. Aber die darf ich nicht ein drittes Mal zeigen. Gestern bin ich auch bereits aufgefallen, als ich dort stand und aufnahm.

Die Texte in dem einen Ordner sind

merkwürdig formatiert oder sie stammen aus den Zeiten, in denen ich ein Chinese bin. Was hier und da durchaus vorkommt. Ich werde sie jetzt also auf einen Speicher kopieren und noch einmal den alten PC, der noch unter dem Schreibtisch steht (und warum sollte er dort auch nicht stehen bleiben, ich brauche ihn u.a. um Disketten zu beschreiben), jedenfalls werde ich also die Dateien dorthin kopieren und ebd. öffnen, weil sie größtenteils auf diesem Gerät entstanden sind und mMn. doch wohl eher nicht auf Chinesisch geschrieben wurden. Am Montag, glaube ich, die Filmrollen von der Winterreise endlich im Drogeriemarkt abgegeben, der Schwarz/Weiß-Film braucht jeweils länger zur Entwicklung. Heute Rahmen gekauft zwei große zwei kleine und weitere Pappeinleger aus der Aktiengesellschaft mit nachhause genommen. Es wären Postkarten zu schreiben und Briefe und Disketten zu bespielen mit 300 Zeichen langen Texten für eine weitere Idee die im Kopf herumspukt und damit zu tun hat, was mir im Kopf herumspukt. Ein kleines Radio besorgt für den nächsten Urlaub, nur um zu hören, welche Sender dort empfangen werden können auf der Mittelwelle (wie der Mensch langsam immer wunderlicher wird und anfängt mit den Raben zu sprechen und mit sich selbst, ggf., im Supermarkt), wie

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[Forts.]

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Eine an der Haltestelle liegen
gelassene Zeit Ungeheuer am Horizont
der fabrizierten westlichen Welt
maschine die uns in Atem hält und
füttert mit Informationen und

bunten Pillen als Sättigungsbeilage
Erscheinungen und Leitbilder die
das erste Quartal über dauern eine
ganz neue Philosophie die uns warm

hält und füttert mit allerlei Rauh
reif auf den zwiebelhaften Ranken
der Unvernunft an die wir uns zu
glauben erlauben solange
am Ende des Tages.

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[Keine der Formen ist hier festgelegt, keine Standards hier sind nach Gesetzen erstellt. Alles soll unsicher bleiben und ist vielleicht morgen verschwunden, alles ist für die Ewigkeit gedacht.]

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Vielleicht, viel leicht, fiel leicht

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käme ich dann auch einmal dazu, die ganzen Sachen diese hingeworfenen Notizen, aus dem Notizbuch aufzuarbeiten und so weiter. Ich hatte sowieso vor, alle einmal abzutippen. Das allerdings wäre ein Stück Arbeit, welches sich nicht an 30 Tagen bewerkstelligen ließe. So. Als ich heute morgen Brötchen holen war: Die Welfen-Torte beim Bäcker an der Ecke war mit einem Union Jack verziert. So macht man es manchmal hier. ALs ich gestern im Handy nach einer Busverbindung zum Küchengarten suchte, schlug es mit „Küchenradio“ vor. Das fand ich schön. „Der Küchengarten im Dorf Linden bei Hannover wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts vom Adelsgeschlecht der Welfen angelegt und ab 1814 von den hannoverschen Königen genutzt.“ Sie holten sich dort Kräuter, um damit zu kochen und später wurde er Beton überzogen. Die Linie 10 quietscht dort um die Kurve, vom Steintor kommend, wo mir am morgen dieses Plakat ins Auge fiel, als ich aus der Bank kam, ebd.

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[Wir kennen uns schon lange]

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Ich habe jetzt — zu allem Unglück — auch noch das alte Handy wiederentdeckt, als Weltentransformator, als Bildergenerator. Denn, seien wir ehrlich, mit der sog. Realität hat das alles noch wenig zu tun, viel weniger aber noch die neuerdings unter dem Makeup sichtbaren Hautunreinheiten der Nachrichtensprecher und -innen, HD sei nein danke. Das führt jetzt aber zu weit und ist ein anderes, unbeschriebenes Blatt. Was mich jetzt gerade froh macht ist, dass ich hier, nach einer langen Weile der Orientierungslosigkeit, wieder so etwas wie einen Rhythmus erkenne und eine Richtung, in die es gehen könnte. Es klärt sich alles. Es wird alles überstanden werden. Davon wird zu sehen sein. Zunächst aber: um 24 Uhr ist Trollfütterung — sie dürfen wieder ohne Ticket rein!

Die wertvolle Domain duschsitz.org

Die wertvolle Domain duschsitz.org kann gemietet werden. Deine Kollegen sehen aus wie Zombies? Dann liegt das evtl. an deiner Präsentation (oder weil sie Zombies sind.)

Gestern der leise Schnee der auf den Stein rieselt und dort nicht ankommt, am Abend den Weg von der Lister Meile zum Bahnhof gegangen, dort ist auch noch das Flüchtlingscamp, es ist kalt und ein Teil der Bewohner (vermute ich) ist gerade im Foyer des renovierten Pavillon. Sie stehen in kleinen Gruppen bis zu drei Menschen zusammen und unterhalten sich, gut möglich auch, dass es eine Art von Versammlung gab, oder geben soll. Ich war dort schon oft jetzt, (nie ein Foto gemacht), bin also dort vorbei gelaufen, weil der Friseur mit der Diskokugel, zu dem ich gehe, gleich da ist und der Plattenladen nebenan und die Buchhandlung ein paar Schritte weiter noch, das Café mit den französischen Kuchen und der U-Bahn, die unter ihm hindurchfährt und der Milchschaum auf dem Capuccino vibriert und die U-Bahn kann man sogar hören.

Das Foto, das ich nicht mache,

vom kalten Wind und davon, wie die Stadt von meinen Schultern fällt, an diesem merkwürdigen Ort, einer vergessenen Flucht auf die Weiden, Im kleinen Freien. auch nicht von der Krähe, die sich aus dem kahlen Baumwipfel steil hinunterfallen lässt, dem Bussard, der dahinter in Richtung der Heuwiesen fliegt. Die Stadt, die verschwindet und mit ihr die Amazonen auf Drohnen, die sie durch die Wolken steuern, die wir mit Worthülsen füllen, Trugbildern und Kuckuckseieruhren, die Zeitmesser uns zu schlitzen. Das Foto das ich nicht gemacht habe von der Wäscheklammer, die ich an den Weide-Stacheldraht geklemmt habe, im Sommer im Sommer, vor Wochen und Monaten. Sie ist noch dort. Am Abend gehe ich, den ungenutzten Schirm in der Hand, durch den Regen, fahre ich mit der U-Bahn in die Stadt hinein und lasse mir von einer Chinesin die Haare schneiden, die Ling heißt. Freitag soll es Schnee geben.