risikokapital sozialkapital

& goldrand fast ganz abgewaschen
& was auf den tisch kommt

die zeiten sind alt geworden

der krieg ist aus aber zum
frühstück malerkrepp & beton
wüsten der halben wahrheit &
der nägel mit den köpfen

300 zeichen bilder kodiert
in wohnwelten ein montiert und
angehalten mitten in der be

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wegung rubbellose vom penny
markt und wie das bier riecht
aus der frisch mit dem feuer
zeug geöffneten flasche das

habe ich noch das habe ich
nicht verkauft für die arbeit
im glasbunker das feuerzeug ist

gelb es liegt auf dem schreib
tisch neben dem zettel auf
dem die flüge notiert sind und
all das mit schwarzem stift

mitten in der bewegung werden

wir unterbrochen stockt der atem
kurze hose holzgewehr stockt
der fisch an der wäscheleine

das blut der frühen jahre im
einklang mit der natur sim

sala bim bam basela dusela dim
die ergebnisoffene ader, lass
dich ein auf die moderne zeit
denn unser grau muss bunter werden

in etwa so wie gravitationswellen
farbenfrohes gefieder tragen in
die wegigkeit hinein in die ewig

Tapetenkleister riecht ja eigentlich nicht.

Der Tapetenkleister ändert seine Konsistenz jetzt jeden Tag. Nachdem er zunächst doch recht klumpig war, war er gestern dann von angenehmer Viskosität, ohne jedoch zu flüssig zu sein. Heute tatsächlich leicht fluffig. Der letzte angerührte Kleister stand dann länger auf dem Tisch, so dass er leicht zischte, als ich das Glas zum letzten Mal öffnete, auch nicht mehr gut roch. Tapetenkleister riecht ja eigentlich nicht.

Das Muskelentspannungsbad hingegen, ich meine es wäre von Kneipp, riecht wie Weingummi-Colaflaschen. Die haben ja mit der tatsächlichen Cola nicht viel gemeinsam, sie schmecken säuerlicher, nach Orange und riechen fast so wie, wie gesagt, dieser Badezusatz, der auch wohl diesen Chili-Extrakt enthält, der in der Wärmecreme gegen Verspannungen ebenfalls drin ist. Vielleicht auch Nelke. In dem Bad, das Weingummi, ich müsste es einmal direkt vergleichen.

Passwortgenerator

20160126_173351

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Wir denken uns immer neue Passworte aus, dass ist unsere Arbeit. Wir vermeiden Fragezeichen, dass ist unsere Arbeit.

Neues, wohl mit einem breiten Tapezierpinsel oder einer Rolle gemaltes Graffiti unten an der Brücke, hinter der Haltestelle Expo/Ost: Leistungszwang Konsumhass. Riesengroße, rosafarbene Buchstaben.

Sehr bunt ist die Welt, an manchen Tagen wäre es mir lieber, es wäre nicht so. Nacht ist zwar das Gegenteil von Tag, aber Morgen ist nicht das Gegenteil von Abend.

auch Kaiser Lampe genannt

Gestern dann die Kaiser Idell aus dem Bücherregal genommen und am Schreibtisch aufgeschraubt, denn sie machte keinen Funken Licht mehr. Der Schalter sieht noch ganz in der Ordnung aus, dennoch ein Foto gemacht um im Elektronalienladen vor dem Regal einen Vergleich zu haben für die Fälle, alle. Hocherfreut gewesen über die Ausgewogenheit diese Stücks Industriedesign, als die Lampe, mit dem umgedrehten Fuß auf der Platte liegend, Kopfüber am Schreibtisch hing und gedacht, wie schön im Gleichgewicht sich das doch befindet und man sieht es garnicht – so hingen sie damals bestimmt auch am Band, als sie durch die Fabrik fuhren und montiert wurden. Dann die Birne rausgeschraubt, die Fassung ist sehr porös und wird wohl doch ausgetauscht werden müssen in einer Weile, jedoch: Das ist in Ordnung, die war da jetzt auch schon 80 oder gar 90 Jahre drin. Habe dann die Kontakte zur Glühbirne mit dem Schraubendreher etwas hochgebogen und siehe da, es ward! Auch hier: die Fassung lässt sich, so sieht es aus, mit einer Schraube rausdrehen und dann eine neue einsetzen. Das werde ich beizeiten erledigen können, dann wird sie nochmal 100 Jahre alt werden.

Puppenstube after dark

Seit dem 25.5. ist in der Galeria Lunar die Ausstellung „Energy from Waste“ der örtlichen Stadtwerke von Klaus Weiße zu bewundern. Bei der Eröffnung entstanden jedenfalls die Bilder für die kleine Filmminiatur oben. Die Kunst von Klaus ist nicht hintersinnig oder subtil, sondern bitterböse-sarkastisch mit schwarzem Witz. Der Titel bezieht sich auf die Arbeitsweise des Künstlers, der seine Skulpturen unter anderem aus Fundsachen und dem was vom Tage übrig blieb anfertigt. Ein Karussel im Schaukasten, in dem sich die Paare bis in alle Ewigkeit zu „Highway to Hell“ drehen, zwei Gestalten auf dem Weg ins Puff, getarnt mit Blecheimern auf dem Kopf, ein Hund geht Gassi auf dem Boulevard der Dämmerung – Noch bis Ende Juni zu sehen! Wear Sunscreen!

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   Ach ach ach ach ach ich komm ja zu nix, nicht mal zum Jammern! Alles rauscht und der Wald stets bemüht still und schweiget. Falsche Doktoren werden als Vordenker gehandelt auf dem diplomatischen Parkett, an jeder Straßenecke kannst Du gepanschten Vodka kaufen der Marke Bärenkrone, allein das schon, ein Gedicht ein Gedicht, es steht in der Zeitung: Ein Teppichhändler hat Insolvenz angemeldet, auf dem Parkplatz werden die Felle versteigert. Es wäre gut, sich einmal mehr mit dem Film „Blade Runner“ zu beschäftigen, auch wegen des ebd. propagierten Neopidgin. Müssen wir alle lernen. Müssen alle flexibler werden, müssen alle weniger schlafen essen und mehr Internet immer auf dem Weg zur Arbeit. Heute eine Krähe an einer Zigarettenkippe, dann krähend, dann kommt die Bahn (flattert sie schwarz auf das Dach der Haltestelle). Alles in heller Auflösung, durchwachsener Speckhimmel.

Angefangen Proust zu lesen, aber eine Unsicherheit ob dies möglich ist, zwischen den Stühlen, zwischen den Welten und überhaupt zwischendurch, den Text zu durchdringen, jedoch muss ja damit einmal begonnen werden. Also jetzt. Und statt Chinesisch lerne ich nun Schwedisch, das wird helfen, bei allem.

Human Resources

Aus dem Goncourt-Blog, gegen Ende des Jahres 2008:

Aus Wikipedia:

Aus einer aktuellen Stellenanzeige des Unternehmens:

Jeder Mensch zählt.

Eine Marke wächst nicht von alleine. Jede Idee, jede Hand, jeder Mensch ist wichtig für das Entstehen einer Philosophie. neckermann.de – das ist Entschiedenheit. Und das ist Unerwartetes. Das ist Verantwortung.