Dublin I (ergänzt)

 

Wenn wir mit dem Flugzeug flogen war es im letzten Herbst und jetzt gerade so, dass wir immer über einen Zwischenstop fliegen mussten. Als wir nach Dublin flogen, sind wir in Amsterdam zwischengelandet und auf dem Rückweg in Paris, Charles-de-Gaulle, was nochmal mehrere Flughäfen sind, die mit Buslinien verbunden wurden. So muss man sich garnicht einbilden, mit Rennen die Verspätung des ersten Fluges wieder gutmachen zu können, der Bus fährt sowieso langsam hinter Brandschutzmauern entlang. Auf dem Hinweg, in Schiphol, war es hingegen geruhsam, der Tag war bereits Abend, auf dem Rollfeld merkte man, dass es hier ein schöner Tag gewesen sein musste, Dämmerlicht. Im Bus flackerten Zeichen auf dem Bildschirm, die mangels Entzifferbarkeit keine Bedeutung erlangen konnten. Es waren vielleicht Wolken und Sonnen-Symbole. Der Transitbereich glitzerte wie besessen und von überallher sprachen Gesichter auf Bildschirmen mit einem. Hier sah und sieht man, wo die Gesellschaft fünf Jahre später steht.

Es wäre schön, einmal mit Zug und Fähre anzureisen. Gerade heute gesehen, dass es auch eine Fährverbindung von Cherbourg aus gibt. Das ist ja fast schon eine ganze eigene Geschichte, die sich anhand der gestrichelten Linie abzeichnet, auf der Landkarte, auf der blauen Hintergrundfarbe, die die Irische See bezeichnen soll, daneben steht CHERBOURG (FR). Das alte Interrail-Europa.

An einem Vormittag liefen wir die Booterstown Av. hinunter und ich fotografierte mit dem Handy die Telefonkabel, die sich über die Straße spannen.

Die Notizen sind noch im Notizbuch und sind noch in einem kleinen .txt im Handy. Während des Schreibens, im Flugzeug, fiel mir der schöne Text wieder ein, der verlorenging zwischen den Geräten, den ich auf der Reise nach Lissabon geschrieben hatte (auch diese Notizen sind noch nicht abgetippt, ich hätte also noch genug Schreibarbeit für viele viele Wochen, wenn es sein müsste). Hier schreibe ich nur noch schnell die Links hin, die ich mir vorab gemerkt hatte und die ggf. zum späteren Gebrauch noch nützlich sein könnten: Lonelyplanet # lecoolwalkdublin.tumblr.com # Facebook Places # Timeout # https://twitter.com/Dublin_ie # Leapcard (die Leapcard lohnt sich, wenn man wirklich viel mit den Bussen fahren möchte, wenn es darum geht, am Morgen rein und am Abend raus zu fahren, könnte eine 10er-Karte besser sein) # Die Busse haben uns sehr gut gefallen, besonders natürlich, oben im ersten Stock zu sitzen. Das Busnetz ist aber eher organisch gewachsen und unübersichtlich und wir haben eigentlich immer nur eine Linie genommen, nämlich von Blackrock zum St. Stephens Green, dem schönen Park in der Innenstadt, der ganz gefüllt war mit italienischen Teenagern. Es gibt zwei Straßenbahnlinien, die jetzt tatsächlich auch miteinander verbunden werden sollen. Daher gibt es viele recht unübersichtliche Baustellen in der Innenstadt.

 

Meine Schwester und wohl auch ziemlich viele ihrer Kollegen sowie Teile des Internets waren der Meinung, die Nordseite könnte gefährlich sein und man solle sich dort besser nicht zu weit vorwagen. Ich weiß es nicht. Der Liffey teilt die Stadt in Nord- und Südteil, wobei der Süden schicker ist und der Norden eher der (ehemals) arbeitenden (und daher natürlich ärmeren) Bevölkerung zugeschlagen wird, sehr vereinfacht zusammengefasst. Obschon es so einfach nicht sein wird, haben wir uns nicht weit vom Flussufer entfernt. Das ist für den nächsten Besuch vorgenommen und ich habe heute schon ein wenig recherchiert dazu. Ungelesen die zusammengetragenen Links: Wikitravel # Dublin’s Northside Attractions (ein Zeitungsartikel dazu) # t.b.c.

 

An einem Tag wollten wir eine Markthalle besuchen. Die Schwester schreibt dazu auf Facebook: My visitors and I went to the market hall. Dublin showed its usual „nice“ weather. We didn’t check the opening times in the assumption that it should be open in the middle of the day. We were wrong. The market was closed but some apples were left behind.

Ein, zwei Tage nachdem wir wieder hier sind, finde ich ein Gedicht, also als Treibgut im Netz. Gerade noch herausgefunden, es sind Stationen der „Red Line„, der einen Straßenbahnlinie, die vom Hafen aus Nach Tallaght fährt (oben im Bild an der linken Seite zu sehen). Noch vor zwei Wochen genau wären es nur Chiffren gewesen, jetzt ist es eine Ahnung, vielleicht für das nächste Mal.

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